Suche

 

Segmentberichterstattung

 

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung der Continental AG auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation ab. Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten. Die Bewertung der Segmente folgt ebenfalls dem management approach.

Die Aktivitäten des Continental-Konzerns sind in die folgenden Divisionen aufgeteilt:

  • Chassis & Safety mit Kernkompetenz in den Bereichen Fahrerassistenz, Bremsen, Fahrdynamik, passive Sicherheit und Sensorik.
  • Powertrain steht für innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang.
  • Interior bündelt sämtliche Aktivitäten, die das Darstellen und Verwalten von Informationen im Fahrzeug betreffen.
  • Pkw-Reifen entwickelt und produziert Pkw-Reifen für die Kompakt-, Mittel-, Oberklasse und Geländefahrzeuge, Van-Reifen sowie Motorrad- und Fahrradreifen.
  • Nfz-Reifen bietet eine große Bandbreite an Lkw-, Bus-, Industrie- und Off-The-Road-Reifen für unterschiedlichste Einsatzbereiche und Anwendungsbedingungen.
  • ContiTech entwickelt und produziert Funktionsteile, Komponenten und Systeme für den Automobilbau sowie für andere Schlüsselindustrien.

Sonstiges/Konsolidierung
Hier sind die direkt geführten Beteiligungen wie Holding-, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie die Holdingfunktion der Continental AG und die Auswirkungen aus Konsolidierungen enthalten. Dieser Bereich beinhaltet auch die Ergebnisauswirkungen aus ungewissen Risiken, insbesondere aus vertraglichen und ähnlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen, die unter anderem Beteiligungsrisiken darstellen, die zurzeit operativen Bereichen nicht zugeordnet werden können.

Die interne Steuerung und Berichterstattung im Continental-Konzern basiert auf den in Kapitel 2 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS). Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des operativen Ergebnisses (EBIT) – einerseits als Umsatzrendite (RoS) bezogen auf den Umsatz, andererseits als Kapitalrendite (ROCE), ermittelt als EBIT in Prozent der durchschnittlichen operativen Aktiva. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Bei Verwaltungsleistungen von Gesellschaften mit übernommener Zentralfunktion oder von der Konzernführung werden die Kosten entsprechend der Inanspruchnahme wie Dienstleistungen für fremde Dritte berechnet. Sofern eine direkte Zuordnung möglich ist, werden leistungsgerechte Verteilungen vorgenommen.

Das Segmentvermögen der Divisionen umfasst die operativen Aktiva der Aktivseite der Bilanz zum Stichtag. Die Segmentschulden weisen die operativen "Aktiva" der Passivseite der Bilanz aus.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen und Software sowie Zugänge aktivierter Sachverhalte aus Finanzierungsleasings und aktivierter Fremdkapitalkosten nach IAS 23. Die Abschreibungen zeigen plan- und außerplanmäßige Wertminderungen auf Goodwill, sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

Unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/ Erträgen werden im Wesentlichen Veränderungen der Pensionsrückstellungen – außer Einzahlungen bzw. Entnahmen in die zugehörigen Fonds – sowie die Ergebnisse aus und Wertminderungen auf assoziierte Unternehmen zusammengefasst. Zusätzlich werden in dieser Position aufwands- und ertragswirksame Buchwertanpassungen auf den VDO-Kredit ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden vergleichbar dargestellt.

Für die Segmentinformationen nach Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt.

Segmentberichterstattung nach Divisionen 2010
Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Pkw-Reifen
Umsatz mit Dritten 5.746,9 4.663,1 5.506,7 5.803,8
Konzerninterner Umsatz 28,5 67,7 11,4 17,0
Umsatz (Gesamt) 5.775,4 4.730,8 5.518,1 5.820,8
EBIT (Segmentergebnis) 569,0 −198,1 197,0 993,3
In % vom Umsatz 9,9 −4,2 3,6 17,1
– davon Ergebnis assoziierter Unternehmen 19,3 −0,4 45,5 11,8
Investitionen1 247,1 301,5 191,3 404,3
In % vom Umsatz 4,3 6,4 3,5 6,9
Abschreibungen2 322,7 466,3 422,1 247,7
– davon Wertminderungen3 3,8 36,6 −4,8 7,2
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 11,9 22,9 39,7
Wesentliche zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
25,3 15,8 35,4 10,5
Segmentvermögen 5.214,0 4.336,2 5.764,1 3.650,5
– davon assoziierte Unternehmen 80,8 118,7 164,0 67,3
Operative Aktiva (zum 31.12.) 3.940,5 2.997,8 4.370,5 2.351,3
ROCE in % (zum 31.12.) 14,4 −6,6 4,5 42,2
Operative Aktiva (Durchschnitt) 3.997,0 3.112,2 4.402,8 2.422,9
ROCE in % (Durchschnitt) 14,2 −6,4 4,5 41,0
Segmentschulden 1.273,5 1.338,4 1.393,6 1.299,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12)4 30.495 26.614 29.614 28.276
Download Tabelle (.xls)

Mio € Nfz- Reifen ContiTech Sonstiges/ Konso. Continental-
Konzern
Umsatz mit Dritten 1.351,3 2.975,1 26.046,9
Konzerninterner Umsatz 76,5 120,2 −321,3
Umsatz (Gesamt) 1.427,8 3.095,3 −321,3 26.046,9
EBIT (Segmentergebnis) 50,1 369,6 −45,7 1.935,2
In % vom Umsatz 3,5 11,9 7,4
– davon Ergebnis assoziierter Unternehmen −0,4 0,2 0,5 76,5
Investitionen1 51,2 100,3 0,7 1.296,4
In % vom Umsatz 3,6 3,2 5,0
Abschreibungen2 92,1 98,6 2,9 1.652,4
– davon Wertminderungen3 12,8 2,1 57,7
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 74,5
Wesentliche zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
−4,6 13,1 28,1 123,6
Segmentvermögen 968,3 1.588,6 −15,9 21.505,8
– davon assoziierte Unternehmen 2,5 1,0 6,1 440,4
Operative Aktiva (zum 31.12.) 631,3 1.036,7 −45,3 15.282,8
ROCE in % (zum 31.12.) 7,9 35,7 12,7
Operative Aktiva (Durchschnitt) 628,4 1.060,7 −44,0 15.580,0
ROCE in % (Durchschnitt) 8,0 34,8 12,4
Segmentschulden 337,0 551,9 29,4 6.223,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12)4 7.156 25.833 240 148.228
Download Tabelle (.xls)

 

Segmentberichterstattung nach Divisionen 2009
Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Pkw-Reifen
Umsatz mit Dritten 4.349,3 3.339,4 4.353,3 4.686,8
Konzerninterner Umsatz 24,3 59,8 9,4 9,6
Umsatz (gesamt) 4.373,6 3.399,2 4.362,7 4.696,4
EBIT (Segmentergebnis) −102,5 −943,2 −516,0 536,4
In % vom Umsatz −2,3 −27,7 −11,8 11,4
– davon Ergebnis assoziierter Unternehmen 16,3 −1,5 −95,7 7,7
Investitionen1 159,5 247,2 131,3 198,3
In % vom Umsatz 3,6 7,3 3,0 4,2
Abschreibungen2 704,1 929,9 536,4 256,7
– davon Wertminderungen3 370,4 488,0 90,6 24,6
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 12,0 13,3 23,7
Wesentliche zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
57,6 −28,2 −94,3 16,9
Segmentvermögen 4.923,2 4.151,8 5.597,8 3.084,0
– davon assoziierte Unternehmen 81,4 109,3 133,2 65,0
Operative Aktiva (zum 31.12.) 3.824,9 3.034,2 4.260,3 2.012,1
ROCE in % (zum 31.12.) −2,7 −31,1 −12,1 26,7
Operative Aktiva (Durchschnitt) 4.034,0 3.401,8 4.580,1 2.348,4
ROCE in % (Durchschnitt) −2,5 −27,7 −11,3 22,8
Segmentschulden 1.098,3 1.117,6 1.337,5 1.071,9
Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12)4 27.148 24.172 26.710 26.510
Download Tabelle (.xls)

Mio € Nfz- Reifen ContiTech Sonstiges/ Konso. Continental-
Konzern
Umsatz mit Dritten 1.000,0 2.366,9 20.095,7
Konzerninterner Umsatz 65,6 39,2 −207,9
Umsatz (Gesamt) 1.065,6 2.406,1 −207,9 20.095,7
EBIT (Segmentergebnis) −50,1 169,4 −134,4 −1.040,4
In % vom Umsatz −4,7 7,0 −5,2
– davon Ergebnis assoziierter Unternehmen −0,7 0,2 0,5 −73,2
Investitionen1 40,5 82,8 0,5 860,1
In % vom Umsatz 3,8 3,4 4,3
Abschreibungen2 97,6 104,6 2,3 2.631,6
– davon Wertminderungen3 15,7 3,7 993,0
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 49,0
Wesentliche zahlungsunwirksame
Aufwendungen/Erträge
−7,8 2,7 −74,5 −127,6
Segmentvermögen 865,7 1.375,8 6,3 20.004,6
– davon assoziierte Unternehmen 2,8 2,5 3,8 398,0
Operative Aktiva (zum 31.12.) 570,4 970,6 −89,8 14.582,7
ROCE in % (zum 31.12.) −8,8 17,5 −7,1
Operative Aktiva (Durchschnitt) 634,7 1.006,7 18,4 16.024,1
ROCE in % (Durchschnitt) −7,9 16,8 −6,5
Segmentschulden 295,3 405,2 96,1 5.421,9
Anzahl Mitarbeiter (zum 31.12)4 7.594 22.079 221 134.434
Download Tabelle (.xls)

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
Mio € 2010 2009
Chassis & Safety 569,0 −102,5
Powertrain −198,1 −943,2
Interior 197,0 −516,0
Pkw-Reifen 993,3 536,4
Nfz-Reifen 50,1 −50,1
ContiTech 369,6 169,4
Sonstiges / Konsolidierung −45,7 −134,4
EBIT 1.935,2 −1.040,4
Zinsergebnis −697,2 −720,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.238,0 −1.761,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag −592,1 154,3
Konzernergebnis 645,9 −1.606,9
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn −69,9 −42,3
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 576,0 −1.649,2
Download Tabelle (.xls)

Segmentberichterstattung nach Regionen
Mio € Deutschland Europa ohne
Deutschland
NAFTA-Region Asien Übrige
Länder
Continental-
Konzern
             
Umsatz mit Dritten 2010 7.092,6 8.507,7 4.836,7 4.167,1 1.442,8 26.046,9
Umsatz mit Dritten 2009 5.823,5 6.911,9 3.546,2 2.795,8 1.018,3 20.095,7
             
Investitionen 20101 330,2 408,5 172,0 317,6 68,1 1.296,4
Investitionen 20091 241,9 312,9 109,7 145,1 50,5 860,1
             
Segmentvermögen zum 31.12.2010 9.569,2 5.166,0 3.205,4 2.549,4 1.015,8 21.505,8
Segmentvermögen zum 31.12.2009 10.390,7 4.303,0 2.916,9 1.558,9 835,1 20.004,6
             
Anzahl Mitarbeiter zum 31.12.20102 46.136 47.230 21.155 24.175 9.532 148.228
Anzahl Mitarbeiter zum 31.12.20092 44.290 43.817 18.747 19.586 7.994 134.434
Download Tabelle (.xls)

Überleitung Bilanzsumme zu Operativen Aktiva
Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Bilanzsumme 24.390,5 23.049,2
    Flüssige Mittel 1.471,3 1.712,8
    Kurz- und langfristige Derivate, verzinsliche Anlagen 202,2 104,2
    Andere finanzielle Vermögenswerte 30,0 48,1
Abzüglich finanzielle Vermögenswerte 1.703,5 1.865,1
Abzüglich sonstige nicht operative Vermögenswerte 383,8 370,1
    Aktive latente Steuern 680,7 728,9
    Ertragsteuerforderungen 123,4 94,2
Abzüglich Ertragsteuervermögen 804,1 823,1
Zuzüglich diskontierte Wechsel für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,7 13,7
Segmentvermögen 21.505,8 20.004,6
     
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 18.187,6 18.987,5
    Kurz- und langfristige Finanzschulden 8.990,5 10.712,5
    Zins- und ähnliche Verbindlichkeiten 199,4 146,0
Abzüglich finanzielle Verbindlichkeiten 9.189,9 10.858,5
    Rückstellungen für latente Steuern 207,7 196,5
    Ertragsteuerverbindlichkeiten 697,9 644,7
Abzüglich Ertragsteuerverbindlichkeiten 905,6 841,2
Abzüglich sonstige nicht operative Verbindlichkeiten 1.869,1 1.866,0
Segmentschulden 6.223,0 5.421,9
     
Operative Aktiva 15.282,8 14.582,7
Download Tabelle (.xls)

top

 

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.
Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) vom ROCE subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzern errechnete durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Netto-Finanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts.

IAS. International Accounting Standards.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten, der vorhandenen liquiden Mittel, den positiven beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente sowie sonstigen verzinslichen Anlagen.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie diskontierter Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerten und Schulden.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als "PPA Anpassung" berücksichtigt.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap. Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremdsowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Sofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.