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Continental-Aktie und -Anleihen

 

Continental-Aktie erstmals seit vier Jahren mit negativer Kursentwicklung.

Aktienmärkte mit Jahresendrallye nach Konsolidierungskurs
Zu Beginn des Jahres 2016 führte der sich fortsetzende Preisverfall vieler Rohstoffe, insbesondere von Rohöl, bei vielen Anlegern zu wachsenden Sorgen um die Weltkonjunktur und löste weltweit eine Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Anfang Februar bewirkten vorsichtigere Aussagen der US-amerikanischen Notenbank (Fed) zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie schwächere Wirtschaftsdaten aus den USA und aus China einen weiteren Kursrutsch. Der DAX sank vor diesem Hintergrund bis zum 11. Februar 2016 auf rund 8.700 Punkte – ein Minus von 19 % gegenüber seinem Jahresendwert 2015 von 10.743,01 Punkten. Mitte Februar 2016 begann an den Märkten eine Erholungsphase, nachdem sich die Preise für Rohöl und andere Rohstoffe stabilisiert hatten. Schwache Außenhandelszahlen aus China dämpften in der ersten Märzhälfte wiederum die Stimmung. Die Bekanntgabe zusätzlicher expansiver Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) blieb Mitte März ohne nennenswerte Auswirkung auf die Aktienmärkte. Sowohl die Absenkung des Leitzinses auf 0,0 % und des Einlagenzinses auf -0,4 % als auch die Ausweitung der monatlichen Anleiheankäufe von 60 Mrd € auf 80 Mrd € bis März 2017 lagen im ahmen der Erwartungen der Marktteilnehmer. Vielmehr führten schwächere Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA zu rückläufigen Aktienkursen.

Ab Mitte April 2016 sorgten die sich erholenden Preise für Rohöl und andere Rohstoffe zusammen mit positiven Wirtschaftsdaten aus Europa, China und den USA für steigende Aktienkurse. Nach Veröffentlichung der ersten Schätzung des annualisierten Wachstums der US-Wirtschaft für das erste Quartal 2016, das schwächer als erwartet ausfiel, trübte sich Anfang Mai die Stimmung an den Aktienmärkten wieder ein. Besser als erwartete Unternehmensergebnisse in Europa und den USA für das erste Quartal 2016 wirkten im weiteren Monatsverlauf lediglich stabilisierend. Ende Mai stärkten zunehmende Erwartungen an eine im Juni bevorstehende Zinserhöhung der Fed den US-Dollar und schwächten den Euro. Der DAX profitierte darüber hinaus von positiven Wirtschaftsdaten und überwand abermals die Marke von 10.000 Punkten. Anfang Juni 2016 drehte die positive Grundstimmung, nachdem Umfragen im Vereinigten Königreich einen wachsenden Zuspruch der Wähler zum Austritt aus der Europäischen Union im bevorstehenden Referendum zeigten. Die Ängste vor dem sogenannten Brexit nahmen bis Mitte Juni zu und drückten den DAX, auch wegen der anhaltenden Unsicherheiten über die künftige Geldpolitik der großen Notenbanken, bis auf 9.500 Punkte. Eine Woche vor dem Referendum am 23. Juni 2016 wurde eine Zustimmung zum Brexit von den Investoren aufgrund neuer Umfrageergebnisse zunehmend als unwahrscheinlich eingestuft. Rasche Kurserholungen waren die Folge. Das unerwartete Nein zum Verbleib in der Europäischen Union mit 51,9 % der abgegebenen Stimmen bewirkte einen Kurssturz an den internationalen Kapitalmärkten; besonders betroffen waren europäische Börsen.

Zu Beginn des dritten Quartals 2016 leiteten besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten eine Erholungsphase an den europäischen Aktienmärkten ein. Dieser Trend wurde im weiteren Verlauf des Quartals durch positive Unternehmensergebnisse unterstützt. Ab der zweiten Augusthälfte verunsicherten sinkende Rohölpreise und Spekulationen über die weitere US-Zinspolitik viele Investoren. An den europäischen Aktienmärkten führte dies zu Gewinnmitnahmen und drückte sich in leicht rückläufigen Kursen aus. Nach dem Ausbleiben der Zinserhöhung in den USA stiegen in der zweiten Septemberhälfte die Aktienkurse wieder an, bevor Sorgen um deutsche Großbanken wiederum zu Gewinnmitnahmen führten.

Kursentwicklung der Continental-Aktie im Jahr 2016 im Vergleich zu ausgewählten Indizes (indexiert auf den 1. Januar 2016)

Kursentwicklung der Continental-Aktie im Jahr 2016 im Vergleich zu ausgewählten Indizes (indexiert auf den 1. Januar 2016)

Zu Beginn des vierten Quartals 2016 ließ der unsichere Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl viele Anleger zurückhaltend und vorsichtig agieren. Dies zeigte sich in einer Seitwärtsbewegung an den meisten Aktienmärkten weltweit. Vom Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl profitierten zunächst insbesondere US-amerikanische Aktientitel aus den Sektoren Pharma, Banken sowie Infrastruktur und Bau. Viele Investoren erwarten für die nächsten Jahre von der neuen Regierung steigende Staatsausgaben und Deregulierungen, vor allem im Finanzsektor. Der Dow Jones-Index kletterte auf neue Höchstwerte und überwand Ende November 2016 erstmals die Marke von 19.000 Punkten. Anfang Dezember sorgte die zunehmende Erwartung vieler Investoren, dass es zu einer Ausweitung der expansiven europäischen Geldpolitik kommt, auch für stärker steigende Kurse an den europäischen Börsen. Der DAX stieg hierdurch erstmals im Jahr 2016 über die Marke von 11.000 Punkten. In ihrer Dezembersitzung beschloss die EZB eine Verlängerung ihres Anleiheankaufprogramms, das ursprünglich im März 2017 auslaufen sollte, bis Ende 2017. Allerdings senkte sie das monatliche Anleiheankaufvolumen ab April 2017 von 80 Mrd € auf 60 Mrd €. In den USA setzte sich parallel die Kursrallye in Erwartung einer moderaten Leitzinserhöhung der Fed fort. Mitte Dezember notierte der Dow Jones-Index nur knapp unterhalb der Marke von 20.000 Punkten. Die Fed hob in ihrer Dezembersitzung zum zweiten Mal nach Dezember 2015 ihren Leitzins um 0,25 % auf eine Spanne von 0,5 % bis 0,75 % an. Die überraschende Aussicht auf drei anstatt zwei weiterer Zinsschritte im Jahr 2017 ließ den Währungskurs des US-Dollar gegenüber dem Euro auf ein 14-Jahres-Hoch steigen und nahm zugleich der Kursrallye an den Börsen den Schwung. Schwache US-Konjunkturdaten führten schließlich am Jahresende zu Gewinnmitnahmen und rückläufigen Kursnotierungen an den Aktienmärkten weltweit.

Der DAX beendete das Jahr 2016 mit einem Plus von 6,9 % bei 11.481,06 Punkten. Der EURO STOXX 50 schloss das Jahr mit einem Zuwachs von 0,7 % bei 3.290,52 Punkten.

Continental-Aktie mit rückläufiger Kursentwicklung
Neben der Verschlechterung der allgemeinen Stimmung an den Aktienmärkten wurden Automobilwerte weltweit im ersten Halbjahr 2016 durch zunehmende Sorgen hinsichtlich der Pkw-Nachfrage in den USA sowie in China und Japan beeinträchtigt. Zudem senkten Analysten ihre Erwartungen und Empfehlungen für den Sektor. Ferner belastete Ende Juni 2016 das Brexit-Votum neben Banktiteln und Versicherungsaktien insbesondere europäische Automobilwerte. Erst im dritten Quartal erholten sich die Aktienkurse der europäischen Fahrzeug- und Zuliefererwerte im Zuge der allgemeinen Markterholung. Unterstützend wirkten hierbei besser als erwartete Pkw-Zulassungsdaten, vor allem für Westeuropa und China. Im vierten Quartal 2016 profitierten auch die Aktien des europäischen Automobilsektors von der Jahresendrallye. Der EURO STOXX Automobiles & Parts konnte hierdurch seine negative Kursentwicklung deutlich verringern. Er beendete das Jahr 2016 mit einem Verlust von 3,9 % bei 521,33 Punkten.

Nach einem Kursrückgang zu Jahresbeginn stabilisierte sich die Continental-Aktie Mitte Februar 2016 bei rund 180 €. Im weiteren Verlauf der ersten sechs Monate 2016 bewegte sie sich in einem Korridor zwischen 175 € und 203 €. Nach dem Brexit-Votum rutschte sie zeitweise bis auf 162 € ab. Im Zuge der allgemeinen Markterholung überwand sie Mitte Juli wieder die Marke von 180 € und notierte im weiteren Verlauf des dritten Quartals um 190 €. Alles in allem folgte die Continental-Aktie während der ersten neun Monate 2016 im Wesentlichen dem Kursverlauf des EURO STOXX Automobiles & Parts. Der am 17. Oktober 2016 veröffentlichte geänderte Konzernausblick belastete die Continental-Aktie im vierten Quartal. Nach der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2016 markierte sie im Tagesverlauf des 10. November 2016 bei 158,20 € ihr Jahrestief. In den folgenden Wochen profitierte die Continental-Aktie von neuen Kaufempfehlungen mehrerer Analysten und der Jahresendrallye an den Aktienmärkten. Das Jahr 2016 schloss sie mit einem Verlust von 18,2 % bei einem Kurs von 183,70 € (Vj. 224,55 €).

Kursentwicklung nach Quartalen im Jahr 2016 (in %)

Kursentwicklungen nach Quartalen (in %)

Wertentwicklung der Continental-Aktie im Mehrjahresvergleich zu ausgewählten Indizes
Anlagezeitraum
von 10.000 €
Continental1

DAX

EURO STOXX
50 1
EURO STOXX
Automobiles & Parts1
1 Jahr (01.01.2016 - 31.12.2016) 8.342 € 10.687 € 10.470 € 9.925 €
Rendite in % p. a. -16,6 6,9 4,7 -0,8
3 Jahre (01.01.2014 - 31.12.2016) 12.111 € 12.019 € 11.752 € 12.294 €
Rendite in % p. a. 6,6 6,3 5,5 7,1
5 Jahre (01.01.2012 - 31.12.2016) 41.908 € 19.465 € 17.179 € 24.311 €
Rendite in % p. a. 33,1 14,2 11,4 19,4
10 Jahre (01.01.2007 - 31.12.2016) 24.739 € 17.404 € 11.867 € 23.639 €
Rendite in % p. a. 9,5 5,7 1,7 9,0

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Outperformance der Continental-Aktie im Vergleich über fünf und zehn Jahre
Gemessen an der Kursperformance belegte die Continental-Aktie im Jahr 2016 mit Platz 27 (Vj. Platz 6) einen der hinteren Plätze im Jahresranking der 30 DAX-Werte. Auch unter Berücksichtigung einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 3,75 € entwickelte sich die Continental-Aktie 2016 im Vergleich zum DAX, EURO STOXX 50 und EURO STOXX Automobiles & Parts (jeweils inklusive reinvestierter Dividenden) deutlich schwächer, nachdem sie die Vergleichsindizes in den Jahren 2012 bis 2015 jeweils übertroffen hatte.

Im Performance-Vergleich über längere Zeiträume zeigt sich trotz des Kursverlusts im Jahr 2016 eine deutlich bessere Wertentwicklung unserer Aktie:

  • Ein Mitteleinsatz in Höhe von 10.000 € in die Continental-Aktie Anfang 2014 hätte in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von 6,6 % pro Jahr oder einen Wertzuwachs von 21 % auf 12.111 € erzielt. Von den Referenzindizes erreichte nur der EURO STOXX Automobiles & Parts eine leicht bessere Rendite.
  • In den vergangenen fünf Jahren hätte das gleiche Investment einen Wertzuwachs von 319 % auf 41.908 € ( 33,1 % p. a.) erbracht. In diesem Fall wäre eine erheblich höhere Rendite als mit einem Investment in die Referenzindizes erreicht worden.
  • Auch im Vergleich der Wertentwicklung über die vergangenen zehn Jahre errechnet sich ein deutlicher Wertzuwachs von 147 % auf 24.739 € für ein Investment von 10.000 € in die Continental-Aktie. Mit einer Rendite von 9,5 % pro Jahr wurden hier ebenfalls alle Referenzindizes übertroffen.

Continental-Euro-Anleihen auf niedrigem Renditeniveau
Die Continental-Euro-Anleihen verharrten während des Jahres 2016 auf niedrigem Renditeniveau.

Leichte Kursabschläge verzeichneten dabei die kürzer laufenden Continental-Euro-Anleihen durch die Verringerung ihrer jeweiligen Restlaufzeit: Die am 20. März 2017 fällige 2,5 %-Euro-Anleihe sank um 211,2 Basispunkte unter ihren Schlusskurs des Jahres 2015 und notierte Ende 2016 bei 100,567 %. Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe verringerte sich im Berichtszeitraum um 197,9 Basispunkte auf 104,703 %.

Die länger laufenden Continental-Euro-Anleihen profitierten während der ersten sechs Monate 2016 vom sinkenden Zinsniveau für Unternehmensanleihen im Euroraum. Ursächlich hierfür war die im März 2016 von der EZB beschlossene und seit Juni 2016 umgesetzte Ausweitung ihrer Anleiheankäufe von in Euro denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating. Zudem profitierten sie im Juni von der steigenden Nachfrage der Investoren nach Anleihen im Vorfeld sowie im Nachgang des Brexit-Referendums.

Ab Mitte Juli 2016 führte die nachlassende Verunsicherung zu leicht rückläufigen Kursen an den Anleihemärkten. Auch die länger laufenden Continental-Anleihen gaben im Verlauf des zweiten Halbjahrs 2016 etwas nach. Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende 2016 bei 101,081 %. Das sind 80,5 Basispunkte mehr als zum Jahresende 2015. Die am 9. September 2020 fällige 3,125 %-Euro-Anleihe notierte Ende 2016 bei 111,024 %. Das sind 22,6 Basispunkte mehr als zum Jahresende 2015.

Ausstehende Anleihen zum 31. Dezember 2016
WKN/ISIN Kupon    Laufzeit Volumen in Mio € Emissionskurs Kurs am 31.12.2016 Kurs am 31.12.2015
A1VC6B /
XS0972719412
2,500 % 20. März 2017 750,0 99,595 % 100,567 % 102,679 %
A1X24V /
XS0953199634
3,000 % 16. Juli 2018 750,0 98,950 % 104,703 % 106,682 %
A1Z7C3 /
DE000A1Z7C39
0,500 % 19. Februar 2019 500,0 99,739 % 101,081 % 100,276 %
A2DARM /
XS1529561182
0,000 % 5. Februar 2020 600,0 99,410 % 99,747 % -
A1X3B7 /
XS0969344083
3,125 % 9. September 2020 750,0 99,228 % 111,024 % 110,798 %

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Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im Jahr 2016

Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im Jahr 2016

Erfolgreiche Platzierung einer 0 %-Euro-Anleihe
Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) wurde am 28. November 2016 eine Euro-Anleihe der Continental AG erstmals mit einem Zinskupon von 0,0 % angeboten und erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland platziert. Bei einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € belief sich der Ausgabekurs auf 99,410 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten. Sie wurde am 5. Dezember 2016 in den geregelten Markt der Luxemburger Börse eingeführt. Ende 2016 notierte sie bei 99,747 %, und damit 33,7 Basispunkte über ihrem Ausgabekurs.

Fünfjahres-CDS-Prämie Ende 2016 unter Jahresanfangskurs
Die Turbulenzen an den Rohstoff- und Aktienmärkten zu Beginn des Jahres bewirkten steigende Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS). Die Fünfjahres-CDS-Prämie für Continental verteuerte sich von 63,400 Basispunkten am Jahresende 2015 bis zum 12. Februar 2016 um über 40 Basispunkte auf rund 105 Basispunkte.

Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums führte die im März 2016 beschlossene Ausweitung der EZB-Maßnahmen zu sinkenden Zinsen im Euroraum sowie zu rückläufigen CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen. Im Vorfeld des Brexit-Referendums sowie der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl sorgte die jeweils zunehmende Unsicherheit an den Kapitalmärkten auch für leicht höhere Kreditausfallprämien, die jedoch nach diesen Ereignissen wieder rückläufig waren.

Die Continental-CDS-Prämie notierte Ende 2016 mit 59,081 Basispunkten leicht unter dem Niveau des Jahresanfangs von 63,400 Basispunkten. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief sich am 31. Dezember 2016 auf -13,234 Basispunkte (31. Dezember 2015: -16,466 Basispunkte).

Continental-Kreditrating weiter verbessert
Die Ratingagentur Standard & Poor’s stufte die Continental AG am 11. Mai 2016 von BBB mit positivem Ausblick auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch. Auch die Ratingagentur Fitch hob ihr Kreditrating am 24. Oktober 2016 auf BBB+ mit stabilem Ausblick an. Die Ratingagentur Moody’s behielt ihr Kreditrating für die Continental AG unverändert bei.

31.12.2016 Rating Ausblick
Standard & Poor’s1 BBB+ stable
Fitch2 BBB+ stable
Moody’s3 Baa1 stable
31.12.2015 Rating Ausblick
Standard & Poor’s1 BBB positive
Fitch2 BBB positive
Moody’s3 Baa1 stable

Konzernergebnis je Aktie erreicht neuen Höchstwert
Im Berichtsjahr erhöhte sich das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis um knapp 3 % auf einen neuen Höchstwert von 2,80 Mrd € nach 2,73 Mrd € im Vorjahr. Ursächlich hierfür war neben der insgesamt guten operativen Entwicklung des Continental-Konzerns auch das erneut verbesserte Zinsergebnis. Das Ergebnis je Aktie, d. h. der Gewinnanteil, der je Anteilsschein auf die Aktionäre entfällt, ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der Continental AG zuzurechnenden Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Es stieg analog um knapp 3 % auf 14,01 € (Vj. 13,64 €) – ebenfalls ein neuer Höchstwert.

Dividendenvorschlag auf 4,25 € je Aktie erhöht
Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der am 28. April 2017 in Hannover stattfindenden Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr um 13,3 % auf 4,25 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht 850,0 Mio € oder einer Ausschüttungsquote von 30,3 % des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnisses. Für das Jahr 2016 errechnet sich auf Basis des Dividendenvorschlags und des Jahresdurchschnittskurses der Continental-Aktie eine Dividendenrendite von 2,3 %.

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Dividende in Höhe von 3,75 € je Aktie gezahlt. Insgesamt belief sich die Ausschüttung auf 750,0 Mio €. Die Ausschüttungsquote lag bei 27,5 %, die Dividendenrendite bei 1,8 %.

Streubesitz unverändert bei 54,0 %
Der Streubesitz (Free Float) nach der Definition der Deutsche Börse AG lag zum Jahresende 2016 wie im Vorjahr bei 54,0 %. Die letzte Änderung erfolgte am 17. September 2013, als unser Großaktionär, die IHO-Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland, den Verkauf von 7,8 Mio Continental-Aktien bekannt gab und damit seinen Anteilsbesitz an der Continental AG von 49,9 % auf 46,0 % reduzierte.

Die Marktkapitalisierung der Continental AG belief sich Ende 2016 auf 36,7 Mrd € (Vj. 44,9 Mrd €). Gemäß Deutsche Börse AG ergab sich für die letzten 20 Handelstage des Jahres 2016 eine Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes von durchschnittlich 19,6 Mrd € (Vj. 24,1 Mrd €). Das für die Indexauswahl ebenfalls relevante Handelsvolumen in Euro summierte sich von Januar bis Dezember 2016 auf 20,5 Mrd € (Vj. 27,7 Mrd €).

Zum Jahresende 2016 belegte die Continental-Aktie im Index-Ranking der Deutsche Börse AG bei der Free Float-Marktkapitalisierung Platz 16 (Vj. Platz 13) bzw. beim Börsenumsatz Platz 16 (Vj. Platz 14) unter den 30 DAX-Werten.

Höherer Streubesitzanteil in Deutschland und Frankreich
Zum Stichtag 31. Dezember 2016 ermittelten wir erneut durch eine sogenannte Shareholder Identification (SID) die Verteilung des Streubesitzes der Continental-Aktien. Von den 108,0 Mio Aktien im Streubesitz konnten 91,0 Mio Anteilsscheine, die in Form von Aktien oder in den USA auch als American Depositary Receipt (ADR) gehalten werden, institutionellen und privaten Investoren zugeordnet werden. Die Identifizierungsquote lag bei 84,3 % des Streubesitzes (Vj. 93,3 %).

82,5 Mio Anteilsscheine entfielen auf rund 600 institutionelle Investoren in 39 Ländern. Privataktionäre in Deutschland, anderen europäischen Ländern und den USA hielten zum Jahresende 8,7 Mio Anteilsscheine.

In Europa erreichte gemäß der SID der identifizierte Anteilsbesitz von Continental-Aktien mit 61,7 % nicht ganz das Niveau des Vorjahres (Vj. 64,6 %). Der identifizierte Anteilsbesitz institutioneller Anleger aus dem Vereinigten Königreich und Irland reduzierte sich von zuvor 29,8 % auf 24,2 %. Dafür stieg die identifizierte Position deutscher institutioneller Investoren im Berichtsjahr auf 15,4 % (Vj. 13,0 %). Der Aktienbesitz deutscher Privataktionäre lag mit 6,0 % leicht unter dem Vorjahreswert von 6,6 %. Ein höherer Anteilsbesitz wurde Ende 2016 in Frankreich mit 6,2 % (Vj. 4,9 %) und den übrigen europäischen Ländern mit 5,6 % (Vj. 5,1 %) identifiziert. Skandinavische Investoren verfügten Ende 2016 über rund 4,3 % der Continental-Aktien (Vj. 5,2 %).

In den USA und Kanada verringerte sich der identifizierte Anteilsbesitz am Ende des Berichtsjahres. Institutionelle und private Investoren hielten Ende Dezember 2016 insgesamt 19,5 % (Vj. 24,2 %) des Streubesitzes in Form von Aktien oder ADR.

Der identifizierte Anteilsbesitz in Asien, Australien und Afrika sank am Jahresende 2016 auf 3,1 % (Vj. 4,5 %).

Geografische Verteilung des Streubesitzes 2016

Geografische Verteilung des Streubesitzes 2016

Daten der Continental-Aktie
Aktienart Stückaktie
Deutsche Börsenplätze
(regulierter Markt)
Frankfurt (Prime Standard),
Hamburg-Hannover,
Stuttgart
Wertpapierkennnummer 543900
ISIN DE0005439004
Reuters Ticker Symbol CONG
Bloomberg Ticker Symbol CON
Indexzugehörigkeit (Auswahl) DAX
Prime All Share
Prime Automobile
NISAX
Anzahl der ausgegebenen Aktien per 31.12.2016 200.005.983 Stück
Free Float zum 31.12.2016 54,0 %
Daten des American Depositary Receipt (ADR)
Verhältnis 1 Aktie : 5 ADR
SEDOL-Nummer 2219677
ISIN US2107712000
Reuters Ticker Symbol CTTAY.PK
Bloomberg Ticker Symbol CTTAY
ADR Level Level 1
Handel OTC
Sponsor Deutsche Bank Trust
Company Americas
Anzahl der ausgegebenen ADR zum 31.12.2016 6.605.890 Stück (hinterlegt mit 1.321.178 Continental-Aktien)

Unverändertes Grundkapital
Das Grundkapital der Continental AG belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 unverändert auf 512.015.316,48 €. Es ist in 200.005.983 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € pro Aktie eingeteilt. Alle Aktien sind gleichermaßen dividendenberechtigt.

Gemäß § 20 der Satzung der Continental AG gewährt jede Aktie eine Stimme auf der Hauptversammlung. Die aktuelle Satzung ist im Internet unter www.continental-ir.com in der Rubrik Corporate Governance verfügbar.

Notierung der Continental-Aktie
Die Continental-Aktie ist unverändert an den deutschen Börsen in Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart im regulierten Markt notiert. Zudem wird die Continental-Aktie an weiteren Börsenplätzen in Deutschland und Europa im Freiverkehr gehandelt.

Notierung des Continental-ADR
Neben der Notierung an europäischen Börsenplätzen wird die Continental-Aktie in den USA in Form eines Sponsored ADR-Programms am OTC-Markt (Over The Counter, OTC) gehandelt. Eine Zulassung an einer US-amerikanischen Börse besteht nicht. Seit dem Split der ausstehenden ADR am 23. Dezember 2013 im Verhältnis 1:5 entsprechen fünf Continental-ADR einer Continental-Aktie.

Continental Investor Relations Online
Weitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen, zum Kreditrating sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.de abrufbar. Aktuelle Informationen zu Continental sind auch auf Twitter unter @Continental_IR verfügbar.

Kennzahlen der Continental-Aktie1
€ (sofern nicht anders angegeben) 2016 2015
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 14,01 13,64
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen, verwässert 14,01 13,64
Free Cashflow 8,86 7,22
Dividende 4,252 3,75
Ausschüttungsquote (%) 30,32 27,5
Dividendenrendite (%) 2,32 1,8
Eigenkapital (Buchwert) am 31.12.3 71,35 63,93
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) Jahresdurchschnitt4 13,22 15,33
Jahresschlusskurs 183,70 224,55
Jahresdurchschnittskurs 185,26 209,05
Jahreshöchstkurs 220,10 234,25
Jahrestiefstkurs 158,20 166,60
Durchschnittliches XETRA-Handelsvolumen pro Handelstag (Stück) 436,412 525,734
Anzahl der ausgegebenen Aktien, durchschnittlich (Mio Stück) 200,0 200,0
Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12. (Mio Stück) 200,0 200,0

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