Konzernstruktur


140 Jahre für Innovation und Fortschritt.
Als "Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie" wird Continental im Jahr 1871 in Hannover als Aktiengesellschaft gegründet. Im Stammwerk in Hannover werden unter anderem Weichgummiwaren, gummierte Stoffe und Massivbereifungen für Kutschen und Fahrräder hergestellt.
Erste Erfolge in Entwicklung und Produktion werden gefeiert: 1898 startet die Produktion von profillosen "Automobil-Luftreifen". Zur Jahrhundertwende wird Continental-Ballonstoff zur Abdichtung der Gaszellen des ersten deutschen Luftschiffs verwendet. 1904 entwickelt Continental als erste Firma der Welt "Profilreifen für Automobile", 1905 beginnt die Produktion von "Nietengleitschutzreifen", die den späteren Spikes ähneln und drei Jahre später erfinden wir die abnehmbare Felge für Tourenwagen. Als erster Mensch überquert der Franzose Louis Blériot 1909 den Ärmelkanal in einem mit Continental-Aeroplanstoff bespannten Flugzeug.
Ende der 1920er-Jahre erfolgt die Fusion mit bedeutenden Betrieben der Kautschukindustrie zur "Continental Gummi-Werke AG".
1951 beginnt die Produktion von Stahlcord-Transportbändern. Luftfederbälge zur Federung von Omnibussen und Lastwagen entwickeln wir als erstes Unternehmen im Jahr 1955. 1960 beginnt die Serienproduktion von Gürtelreifen. Rund 30 Jahre später bringen wir den ersten umweltschonenden Pkw-Reifen auf den Markt.
1995 wird der Bereich Automotive Systems zur Intensivierung des Systemgeschäfts mit der Automobilindustrie aufgebaut. Die Schlüsseltechnologie als Voraussetzung für Hybrid-Antriebssysteme präsentieren wir bereits 1997.
Heute sind wir weltweit unter den ersten Fünf und belegen in Europa Platz 2 der Automobilzulieferer.
Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antriebe und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt Continental zu mehr Fahrsicherheit und zum globalen Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation.
Mit 148.228 Mitarbeitern in 46 Ländern gliedert sich der Continental-Konzern in die Automotive und die Rubber Group bzw. in sechs Divisionen:
- Chassis & Safety umschließt die Kernkompetenz vernetzter Fahrsicherheit, Bremsen, Fahrerassistenz, passive Sicherheit und Fahrwerk.
- Powertrain steht für innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang.
- Interior bündelt sämtliche Aktivitäten, die das Darstellen und Verwalten von Informationen im Fahrzeug betreffen.
- Pkw-Reifen entwickelt und produziert Pkw-Reifen für die Kompakt-, Mittel-, Oberklasse und Geländefahrzeuge, Van-Reifen sowie Motorrad- und Fahrradreifen.
- Nfz-Reifen bietet eine große Bandbreite an Lkw-, Bus-, Industrie- und Off-The-Road-Reifen für unterschiedlichste Einsatzbereiche und Anwendungsbedingungen.
- ContiTech entwickelt und produziert Funktionsteile, Komponenten und Systeme für den Automobilbau sowie für andere Schlüsselindustrien.

Konzernstruktur (Stand: 31. Dezember 2010)
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Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.
Continental Value Contribution (CVC). Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.
Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) vom ROCE subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzern errechnete durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt.
Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).
Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.
EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.
EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.
EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).
Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.
Gearing Ratio. Die Netto-Finanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.
Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts.
IAS. International Accounting Standards.
IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.
IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.
IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.
Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten, der vorhandenen liquiden Mittel, den positiven beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente sowie sonstigen verzinslichen Anlagen.
Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie diskontierter Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerten und Schulden.
Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.
PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als "PPA Anpassung" berücksichtigt.
Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.
ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.
SIC. Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).
US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.
Währungsswap. Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.
Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremdsowie Eigenkapitals.
Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Sofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.
Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.