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Konzernstruktur

Hohe Flexibilität und schnelle Reaktion sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches operatives Geschäft. Unsere Konzernstruktur ist auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet.

Markt- und kundenorientierte Konzernstruktur
Neben der Continental AG, einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, als Muttergesellschaft umfasst der Continental-Konzern 502 Gesellschaften einschließlich nicht beherrschter Unternehmen. Das Continental-Team besteht aus 207.899 Mitarbeitern an 430 Standorten in 55 Ländern.

Unsere Kunden stammen aus der Automobilindustrie, aus verschiedenen industriellen Schlüsselbranchen (z. B. Schienenverkehr, Maschinen-, Apparate- und Bergbau) sowie aus dem Endkundenmarkt. Sie werden weltweit mit qualitativ hochwertigen, innovativen oder etablierten Produkten, Systemen und Lösungen beliefert. Markt- und Kundennähe sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Die globale Konzernstruktur basiert auf einer Balance aus dezentralen Strukturen und zentralen Funktionen. Unsere Unternehmenskultur und unsere Werte schaffen und fördern ein einheitliches Verständnis unserer Zusammenarbeit über organisatorische und geografische Grenzen hinweg.

Unsere Organisation bewirkt, dass zentrale Managementbereiche und operative Aufgaben aufeinander abgestimmt sind. Sie ermöglicht, flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie Kundenanforderungen zu reagieren, und sorgt dafür, dass der Erfolg unseres Unternehmens einer nachhaltigen Wertschaffung entspricht.

Der Continental-Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group gegliedert. Diese umfassen im Berichtsjahr fünf Divisionen mit 28 Geschäftsbereichen. Produkte und Produktgruppen bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Unterschiede ergeben sich vorwiegend durch technologische Anforderungen sowie Innovations- und Produktzyklen, die Rohstoffbasis und Produktionstechnologie sowie im Hinblick auf die zugrundeliegenden Wirtschaftszyklen, die Wettbewerbsstruktur und sich daraus ergebenden Wachstumschancen. Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung.

Die Automotive Group setzt sich aus den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior zusammen. Mit einem Umsatz von insgesamt rund 23,6 Mrd € erwirtschaftet die Automotive Group 60 % des Konzernumsatzes. Die Rubber Group umfasst unsere auf Kautschuk und Kunststoff basierenden Aktivitäten, d. h. die beiden Divisionen Reifen und ContiTech. Die Rubber Group steht für rund 15,7 Mrd € Umsatz und damit für 40 % des Umsatzes im Continental-Konzern.

430 Standorte in 55 Ländern

430 Standorte in 55 Ländern


Automotive Group:

  • Die Division Chassis & Safety entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Systeme zur Verbesserung der Fahrsicherheit und -dynamik.
  • Die Division Powertrain integriert innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang in Fahrzeuge aller Klassen.
  • Spezialisiert auf das Informationsmanagement entwickelt und produziert die Division Interior Informations-, Kommunikations- und Vernetzungslösungen.


Rubber Group:

  • Die Division Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken.
  • Die Division ContiTech entwickelt, produziert und vermarktet Produkte für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Automobilindustrie sowie weitere wichtige Industrien.

Continental-Konzernstruktur im Überblick

Continental-Konzernstruktur im Überblick

Weltweit vernetzte Wertschöpfung
Forschung und Entwicklung (F&E) erfolgt an 147 Standorten in 35 Ländern überwiegend eng am Kunden vor Ort, um flexibel auf individuelle Kundenanforderungen und regionale Marktbedingungen reagieren zu können. Dies gilt vor allem für die dezentral angesiedelten F&E-Projekte der Automotive Group und der Division ContiTech. Für das Reifengeschäft bestehen weltweit überwiegend ähnliche Produktanforderungen, die entsprechend den jeweiligen Marktanforderungen angepasst werden. Vor diesem Hintergrund ist die F&E in der Division Reifen weitgehend zentral strukturiert. Im Continental-Konzern werden jährlich rund 6 % vom Umsatz in F&E investiert. Schwerpunkte sind zukunftsweisende Projekte der Automotive Group. Hierauf entfällt ein Großteil der gesamten Aufwendungen für F&E. Der Anteil der F&E-Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz in der Automotive Group ist deutlich höher als in der Rubber Group (weitere Erläuterungen im Kapitel Forschung und Entwicklung).

Continental verwendet ein breites Spektrum an Rohstoffen und Vorprodukten. Das Einkaufsvolumen beträgt rund 17,4 Mrd €. Wichtige Rohstoffe für die Automotive Group sind Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe. Einen Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen etwa 43 % des Gesamtvolumens ausmachen. Ein Viertel des Einkaufs entfällt auf mechanische Komponenten. Für die Rubber Group sind Naturkautschuke und ölbasierte Chemikalien, wie synthetische Kautschuke und Ruße, wichtige Rohstoffe. Deren Einkaufsvolumen beläuft sich zusammen auf knapp ein Fünftel des Gesamtvolumens für Produktionsmaterial (weitere Erläuterungen im Kapitel Wirtschaftsbericht, Abschnitt Entwicklung der Rohstoffmärkte).

Global vernetzte Wertschöpfung

Global vernetzte Wertschöpfung

Produktion und Vertrieb sind in den Automotive-Divisionen und in der Division ContiTech entsprechend unserer Strategie kundenorientiert und regional flächendeckend organisiert (weitere Erläuterungen im Kapitel Konzernstrategie). Unsere Reifenproduktion, bei der Skaleneffekte bedeutend sind, ist mit großen Standorten in Europa, den USA und China in den drei nach Produktion und Fahrzeugbestand dominierenden Automobilmärkten vertreten. Insofern sind niedrige Produktionskosten gekoppelt mit großen Volumina oder mit regional hoher Wachstumsdynamik wesentliche Erfolgsfaktoren. Der Vertrieb in der Division Reifen erfolgt weltweit über das eigene Händlernetz mit rund 2.000 Reifenfach- und Franchisebetrieben sowie über den Reifenhandel allgemein.

Die Automobilindustrie (Erstausrüstung) stellt mit einem Anteil von 72 % am Konzernumsatz unseren größten Kundenkreis. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieser Industrie für das Wachstum der Automotive Group. In der Rubber Group dominiert das Reifengeschäft mit Endkunden. Bei ContiTech spielen neben der Automobilindustrie auch andere Schlüsselindustrien eine wichtige Rolle; diese sind z. B. der Maschinen- und Anlagenbau, Anwendungen im Bergbau oder in der Ölindustrie.

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