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Gesellschaftliche Verantwortung

 

Continental agiert weltweit, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung jedoch vorwiegend dezentral. Dies gilt nicht nur für die Geschäftsbereiche, sondern auch für das soziale Engagement des Konzerns, seiner Standorte sowie der Initiativen, die von engagierten Mitarbeitern des Unternehmens begründet, getragen und teilweise durch das Unternehmen unterstützt werden. Daher werden gemeinnützige Projekte, Spenden oder wohltätige Aktivitäten weitestgehend im Ermessen der dezentralen Einheiten initiiert und verantwortet.

In besonderen Notsituationen unterstützt Continental zentral bei überregionalen Projekten und Herausforderungen oder bietet Hilfeleistungen für die Bewältigung internationaler Katastrophen. Hier kommt das Unternehmen als Ganzes seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach.

Schwerpunkte unseres Engagements lagen auch im Berichtsjahr in den Bereichen Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. Einige exemplarische Projekte stellen wir im Folgenden vor.

Engagement für Soziales und Verkehrssicherheit
Verantwortung wird bei Continental in unterschiedlicher Art und Weise gelebt. Wir unterstützen karitative Initiativen und Projekte engagierter Mitarbeiter und tragen dadurch zur Verbesserung der Lebenssituation an vielen Standorten bei. Verantwortung bedeutet für uns aber auch, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen – nicht nur durch unsere Produkte und Systeme, sondern auch durch vielfältige Projekte und Workshops.

Nepal wurde Mitte April 2015 vom schwersten Erdbeben seit vielen Jahrzehnten erschüttert. Continental unterstützte schnell das Technische Hilfswerk, das im Katastrophengebiet im Einsatz war. Unsere Spende wurde für eine Trinkwasseraufbereitungsanlage genutzt. Eigene Standorte und Mitarbeiter waren von der Katastrophe nicht betroffen.

Der US-Bundesstaat South Carolina wurde im Oktober 2015 von den schlimmsten Regenfällen seit Jahrhunderten heimgesucht. Während die Continental-Werke selbst nicht zu Schaden kamen, waren in der Region Sumter viele Mitarbeiter und deren Familien betroffen. Continental unterstützte das American Red Cross bei der Katastrophenhilfe. Direkte Hilfe leisteten auch die Mitarbeiter: Die Beschäftigten der Verwaltung in Fort Mill belieferten ihre Kollegen in Sumter mit 16.000 Flaschen Trinkwasser, da dort das Wasser abgekocht werden musste.

Seit mehr als zwei Jahren engagieren sich Mitarbeiter des brasilianischen Continental-Werks in Camaçari im Rahmen der Initiative „Os Continentais“ für kranke Kinder in Kliniken. Dreimal im Monat besuchen die Kollegen die vier großen Kliniken im Bundesstaat Bahia. Im Gepäck haben sie bunte Hüte, riesige Brillen, rote Clownsnasen und Instrumente. Mehr als 900 Kinder haben sie schon zum Lachen gebracht – mit Sketchen, Slapstickeinlagen und Theaterstücken. Sie musizieren mit den Kindern, sprechen mit ihnen über deren Ängste, nehmen sie in den Arm und geben Zuversicht. Viele Mediziner sind überzeugt, dass Lachen eine positive, der Heilung zuträgliche Wirkung hat. Das Engagement der „Os Continentais“ basiert auf den Erkenntnissen des US-amerikanischen Arztes und Profi-Clowns Patch Adams, der bereits in den sechziger Jahren dafür warb, Lachen als Therapieform anzuerkennen.

Mehr als 18.000 Tonnen Nahrungsmittel verteilt die Gleaners Community Food Bank im Durchschnitt jährlich an Suppenküchen, Notunterkünfte und Essenausgabestellen in den gesamten USA. Die gemeinnützige Organisation, die seit mehr als 37 Jahren in Not geratene Menschen unterstützt, braucht jeden Tag Hilfe beim Sortieren und Verpacken der gespendeten Waren. Continental-Mitarbeiter vom Standort Auburn Hills sortierten 2015 circa 4,5 Tonnen Nahrungsmittel für die Soforthilfe. Mehr als 8.000 Mahlzeiten für bedürftige Familien wurden so bereitgestellt.

Die Mitarbeiter des Werks Manila auf den Philippinen spenden seit zehn Jahren Blut. Dafür wurden sie 2015 vom philippinischen Roten Kreuz ausgezeichnet. Pro Jahr spenden etwa 150 Continental-Mitarbeiter und viele ihrer Angehörigen regelmäßig Blut. Eine Spende beziehungsweise Bluteinheit entspricht 450 ml. In den vergangenen zehn Jahren haben die Werkangehörigen 1.400 dieser Einheiten gespendet.

„Prinses Harte“ wird vom belgischen Standort in Mechelen unterstützt. Die Initiative engagiert sich für krebskranke Kinder und versucht, ihnen mit fantasievoller Bekleidung, witzigen Pyjamas, trendigen Mützen, kuscheligen Fleecedecken, Kissen und Stoffpuppen den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Seit 2012 arbeitet Continental mit „Safe Kids China“ zum Thema Fahrsicherheit für Jugendliche zusammen. Unter dem Motto „Sei ein verantwortungsbewusster junger Fahrer“ wird das Bewusstsein für Verkehrssicherheit bei Jugendlichen erhöht und ein sicheres Fahrverhalten durch verschiedene Trainings und Aktionen gefördert. Im Oktober 2015 brachte Continental in Shanghai das vierte Programm zur Sicherheit junger Fahrer auf den Weg. Unterstützt wird die Aktion auch durch Volontäre der Universität Shanghai sowie die örtliche Verkehrspolizei.

Engagement für Bildung und Wissenschaft
Bildung bedeutet Zukunft – für den Menschen, für die Gesellschaft insgesamt, aber auch für jedes einzelne Unternehmen. Continental fördert die Bildung und macht nachkommende Generationen damit fit für die Welt von morgen.

Im Dezember 2015 unterstützten wir die Welthungerhilfe bei ihrer Arbeit in den Flüchtlingslagern in der Türkei. Mit unserer Spende leisten wir einen Beitrag, die nur mangelhaft mögliche Schulausbildung der dortigen Kinder zu verbessern. Viele Tausend syrische Kinder, die seit mehr als vier Jahren in der Türkei mit ihren Familien in den Lagern leben, benötigen dringend Unterstützung. Damit keine verlorene Generation heranwächst, muss vor allem für Schulbildung gesorgt werden. Oft fehlt es an Fahrgeld oder Bussen zur nächstgelegenen Schule. Durch die Teilnahme am Schulunterricht können die zum Teil schwer traumatisierten Kinder wieder etwas Alltag erleben und Hoffnung für die Zukunft schöpfen.

Verantwortung für die Benachteiligten der Gesellschaft zu übernehmen, ist für die Mitarbeiter des philippinischen Werks Manila eine Selbstverständlichkeit. Im Mai 2015 lud der Standort Mitarbeiter von World Vision ein. Die erfahrenen Entwicklungshelfer berichteten über ihre Arbeit und machten deutlich, dass Bildung der einzige Schlüssel ist, um aus dem verhängnisvollen Kreislauf von Hunger und Armut auszubrechen, in dem viele Kinder auf den Philippinen stecken. Zahlreiche Mitarbeiter übernahmen daraufhin Schulpatenschaften, um sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Continental gehört gemeinsam mit 18 weiteren Unternehmen und der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zu den Gründungsmitgliedern der Initiative „Afrika kommt!“. Ziel der Initiative, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, ist es, junge afrikanische Führungskräfte aus Subsahara-Afrika für ein Jahr nach Deutschland einzuladen, zu fördern und mit dem Land vertraut zu machen. Gleichzeitig legt das Programm den Grundstein für eine nachhaltige Wirtschaftskooperation in Afrika mit deutschen Unternehmen. Die Teilnehmer des Projekts lernen betriebliche Strukturen deutscher Unternehmen kennen, erweitern ihre Fach- und Managementkompetenzen und erwerben kulturelle sowie sprachliche Kenntnisse. So können sie mit ihrem Wissen wichtige Kontakte zwischen Deutschland und Afrika aufbauen und nach Abschluss des Programms weiter gehende Führungsaufgaben in ihrem Heimatland übernehmen.

Die Mitarbeiter im belgischen Mechelen unterstützen „De Vlaspit“. Diese soziale Initiative setzt sich für Menschen ein, die Schwierigkeiten haben, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Ihr Ziel ist es, Langzeitarbeitslosen oder Menschen mit Handicap zu einer dauerhaften Beschäftigung zu verhelfen.

Mit seiner Stiftung „Udne Ki Asha“ („Ich möchte fliegen“) unterstützt ein Mitarbeiter in Bangalore, Indien, die Erziehung und Bildung benachteiligter Kinder. Die Stiftung setzt sich für die Errichtung von Entwicklungszentren in Armenvierteln ein, die den Kindern und Jugendlichen akademische Beratung, Lebenskompetenztraining, Lerndienste und Betreuung anbieten. Im ersten dieser Zentren lernen aktuell 25 Schüler im Nachmittagsunterricht Schreiben, Englisch oder Mathematik, nehmen an Wochenendaktivitäten teil und werden von zwei Vollzeitkräften und mehreren Freiwilligen betreut. Bis 2020 möchte die Stiftung insgesamt zehn Entwicklungszentren aufbauen und mit mindestens 500 Schülern arbeiten.

Engagement im Sport
Die Sprache des Sports ist universal. Sie wird überall auf der Welt verstanden und überwindet Grenzen – sprachliche, soziale sowie staatliche. Aus diesem Grund fördert Continental bereits seit über 15 Jahren die unterschiedlichsten Projekte im Leistungs- und Breitensport.

Bereits zum vierten Mal in Folge wurden unsere Mitarbeiter beim Hannover-Marathon im Juni 2015 mit dem Titel „Fortschrittlichstes Unternehmen“ ausgezeichnet, den das Unternehmen mit den meisten aktiven Läufern und den meisten gelaufenen Kilometern gewinnt. 907 Beschäftigte nahmen 2015 teil und legten insgesamt mehr als 12.000 Kilometer zurück, 2.000 Kilometer mehr als im Jahr zuvor. Das Preisgeld spendete Continental an eine staatlich genehmigte Förderschule für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Behinderungen.

Im tschechischen Otrokovice fand im August 2015 die namhafte Barum Czech Rally Zlin statt, ein Autorennen mit 45-jähriger Tradition. Continental ist mit ihrem lokalen Reifenwerk und der Marke Barum nicht nur Namensgeber für das Rennen, sondern auch langjähriger Partner dieser Veranstaltung – und Sponsor der Kampagne 2015 „Drive on Marrow“, mit der neue Knochenmarkspender gefunden werden sollten. Mit Erfolg: Die tschechische Knochenmarkspenderdatei verzeichnet nun 571 neue potenzielle Spender.

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