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Verantwortungsbewusstes Handeln

 

Gemeinsam Ziele erreichen und dabei gesund sowie leistungsfähig bleiben.

Demografie-Management ausgezeichnet
Für unser Demografie-Management sind wir 2010 von einer Initiative der Apriori - business solutions AG mit dem FOKUS-50plus-Award geehrt worden. Die Initiative zeichnet diejenigen Unternehmen aus, die sich mit den Folgen einer immer älter werdenden Gesellschaft in der Arbeitswelt aktiv auseinandersetzen. Continental erhielt den Preis insbesondere für das deutschlandweite Ergonomieprojekt. Im Rahmen dessen ist es uns von 2005 bis 2010 gelungen, den Anteil sogenannter altersstabiler Arbeitsplätze in der Produktion maßgeblich zu erhöhen. Insgesamt wurden dabei mehr als 25.000 Arbeitsplätze bewertet.

Kernstück des Ergonomieprojekts ist unser Belastungsdokumentationssystem – kurz BSD genannt. Damit können Arbeitsplätze analysiert und die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Arbeit prinzipiell von Mitarbeitern jeden Alters geleistet werden kann. Auf diese Weise können wir ältere Kollegen im Erwerbsprozess halten und investieren damit sowohl in ältere als auch in nachkommende Mitarbeiter. In einem nächsten Schritt planen wir BDS europaweit und dann weltweit einzusetzen.

Parallel zu den Maßnahmen der Arbeitsplatzgestaltung führen wir die umfangreichen Aktivitäten unseres Demografie-Programms in den Bereichen Personalmarketing und -beschaffung sowie interne Personalentwicklung und Qualifizierung zur Bewältigung des demografischen Wandels durch.

Beruf und Privatleben im Einklang
Continental-Mitarbeiter erbringen für ihr Unternehmen jeden Tag Spitzenleistungen und bewältigen hohe Anforderungen. Uns ist es wichtig, dass sie dabei körperlich sowie seelisch gesund und in Balance bleiben. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben (Work-Life-Balance) ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Davon profitieren die Mitarbeiter ebenso wie das Unternehmen.

Aus diesem Grund fördert Continental Initiativen, die zur Work-Life-Balance beitragen. Dazu gehören klassische Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Hilfe bei der Organisation von Kinderbetreuung oder die sozialen Dienste. Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Eine Vielzahl von standortbezogenen Aktivitäten dient dazu, die Verantwortung für die eigene körperliche und geistige Gesundheit in das Blickfeld der Mitarbeiter zu rücken und sie bei ihrem persönlichen Ressourcenmanagement zu unterstützen.

"Sich selbst und andere gesund führen in der Hochleistungskultur" lautet eine unserer Initiativen für Führungskräfte. In einem anderthalbtägigen Workshop zeigen wir, wie das berufliche Leben so gestaltet werden kann, dass aus hohen Anforderungen keine Überlastung resultiert. Wir vermitteln unseren Führungskräften außerdem persönliche Gesundheitskompetenz sowie Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und ihren Mitarbeitern und motivieren sie, gemeinsam darauf zu achten, dass alle ausreichend Zeit für die Familie, Hobbies und die Gesundheit zur Verfügung haben.

Gemeinsam ehrgeizige Ziele erreichen und dabei gesund und leistungsfähig bleiben, ist dabei unsere Devise.

Diversity
Die Förderung von Diversity – der Vielfalt von Menschen hinsichtlich ihrer ethnischen oder gesellschaftlichen Herkunft, Religion, Geschlecht oder Alter – ist bei Continental in den Unternehmensleitlinien BASICS fest verankert. Die Vielfalt unserer Belegschaft eröffnet Chancen für Continental und ihre Beschäftigten. Unser Ziel ist es daher, weltweit Mitarbeiter zu gewinnen und zu fördern, die gerade durch ihre Verschiedenheit dazu beitragen, innovative Produkte und Prozesse zu entwickeln, neue Märkte zu erschließen und Kunden zu gewinnen. Dabei setzen wir auf unterschiedliche Kompetenzen und Hintergründe, ohne dies durch festgelegte Quoten zu reglementieren.

Schwerpunkte unseres Diversity-Managements setzen wir hinsichtlich "Gender" und "Internationality". Im Jahr 2010 haben wir Diversity als KPI (Key Performance Indicator, Leistungsindikator), in die Balanced Scorecard des Personalmanagements aufgenommen. Damit wurde die Grundlage für eine umfassende Analyse zum weltweiten Einsatz internationaler und weiblicher Fach- und Führungskräfte im Konzern gelegt. Bei den Initiativen konzentrieren wir uns auf Instrumente zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Personalentwicklung und Personalrekrutierung.

Zu den Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören Angebote zur Kinderbetreuung wie standortbezogene Mitgliedschaften im Tagesmütterverband, Kinderkrippenplätze, Notfall- und Ferienbetreuung. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern individuelle vertragliche Lösungen wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeitverträge und Home-Office-Vereinbarungen.

Die gezielte Unterstützung weiblicher und internationaler Fach- und Führungskräfte stellen wir durch die im Konzern angebotenen Management-Qualifizierungsprogramme sicher. Regelmäßige Evaluationen des Anteils weiblicher und internationaler Teilnehmer zeigen, dass diese Maßnahmen von beiden Gruppen erfolgreich genutzt werden und ihr Anteil stetig ansteigt.

"ContiTeamCup" für alle Beschäftigten
Im Berichtsjahr fand zum zweiten Mal der ContiTeamCup, unser internes weltweites Fußballturnier statt. Mehr als 100 Standorte standen unter dem Motto "fit for the future" im Wettbewerb. Die Mannschaften traten erst auf Standort-, dann auf Länder- und zuletzt auf Gruppenebene gegeneinander an. Beim ContiTeamCup ging es nicht nur um Fußball, sondern auch darum, dass sich viele Kolleginnen und Kollegen verschiedener Nationalitäten und Kulturen kennenlernten.

Die beiden Weltmeister-Teams (das Damen-Team aus Cuautla, Mexiko, und das Herrenteam aus Korbach, Deutschland) erhielten neben den Pokalen auch 15.000 € Siegprämie, die jeweils lokal für einen guten Zweck ihrer Wahl eingesetzt wurden.

Compliance-Organisation neu strukturiert
Eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Geschäftsführung ist seit Langem fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Continental. Dazu gehört die Einhaltung aller für unsere geschäftlichen Aktivitäten geltenden gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien ("Compliance"). Continental verfügt bereits über vielfältige Compliance-Instrumente und -Maßnahmen. Um die Compliance-Aktivitäten weiter zu verbessern und sie noch effektiver zu strukturieren, wurde eine weltweite Compliance-Organisation mit einer zentralen Compliance-Abteilung eingerichtet, die an den Corporate-Compliance-Officer berichtet.

Integrität, Offenheit, Vertrauen sowie gegenseitiger Respekt sind Grundlagen unseres unternehmerischen Handelns und finden ihren Ausdruck in unseren Unternehmensleitlinien. Unser Verhaltenskodex verpflichtet alle Mitarbeiter, im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften der Länder zu handeln, in denen wir aktiv sind, und unsere ethischen Grundsätze, internen Richtlinien und Anweisungen einzuhalten. Aufgabe der Compliance-Organisation ist es, das verantwortliche Management und alle Continental-Beschäftigten dabei zu unterstützen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Compliance-Abteilung ist die Verhinderung von Korruption und Verstößen gegen Kartellrecht sowie Wettbewerbsregeln.

Unsere Compliance- & Anti-Korruptions-Hotline steht weiterhin Mitarbeitern, aber auch Kunden, Zulieferern und sonstigen Betroffenen zur Verfügung. Über die Hotline können Personen – auf Wunsch anonym – mögliche Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, ethische Grundsätze und interne Richtlinien mitteilen, ohne deshalb Nachteile befürchten zu müssen. Wir gehen diesen Hinweisen ohne Vorbehalt nach.

Wettbewerb für Nachwuchsingenieure
Erstmals haben sich die Studierenden beim internationalen Konstruktionswettbewerb Formula Student nicht nur mit Fahrzeugen mit klassischen Verbrennungsmotoren gemessen, sondern traten zusätzlich mit Elektrofahrzeugen gegeneinander an: Bei der weltweit ersten Formula Student Electric mussten die Teams einen Rennwagen konstruieren, der mit einem reinen Elektromotor als Antrieb plus Energiespeicher ausgestattet ist. Bei diesem Wettbewerb, der weltweit ausgetragen wird, haben Nachwuchsingenieure internationaler Universitäten ein Jahr Zeit, eigenständig einen einsitzigen Prototypen zu entwerfen und zu konstruieren, der von Experten aus der Automobilindustrie in drei statischen Kategorien und fünf dynamischen Disziplinen bewertet wird. Das Besondere bei der Formula Student: Es gewinnt nicht das Team mit dem schnellsten Fahrzeug, sondern das mit der besten Gesamtleistung aus Konstruktion, Rennerfolg, Finanzplanung und Marketing. Continental unterstützt weltweit 31 Teams aus 12 Ländern. Das Sponsoring dient dem Zweck, Nachwuchsingenieure zu gewinnen und langfristig an uns zu binden.

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Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.
Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) vom ROCE subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzern errechnete durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Netto-Finanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts.

IAS. International Accounting Standards.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten, der vorhandenen liquiden Mittel, den positiven beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente sowie sonstigen verzinslichen Anlagen.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie diskontierter Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerten und Schulden.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als "PPA Anpassung" berücksichtigt.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap. Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremdsowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Sofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.