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Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Künftige Rahmenbedingungen

Für Deutschland prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update von Januar 2016 für das aktuelle Geschäftsjahr ein stabiles Wachstum von unverändert 1,7 %. Auch für die Eurozone erwartet der IWF für 2016 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 %. Nach seiner Einschätzung wird die anhaltende Belebung der Binnennachfrage, unterstützt vom niedrigen Ölpreis und von günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, den sich abschwächenden Beitrag des Außenhandels mehr als kompensieren.

Für die USA rechnet der IWF im laufenden Jahr mit einem Anstieg des BIP-Wachstums auf 2,6 %, getragen von der weiteren Belebung des Immobilien- und des Arbeitsmarkts sowie – trotz Zinswende – weiterhin niedrigen Kreditzinsen. Die aktuelle Stärke des US-Dollar wirke dagegen eher dämpfend auf die Industrieproduktion. Zudem beeinträchtige der niedrige Ölpreis spürbar die Aktivität des Rohstoffsektors. Ferner könnte die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank die wirtschaftliche Aktivität im Jahresverlauf leicht bremsen.

Eine moderate Belebung des Wirtschaftswachstums erwartet der IWF für Japan. Das BIP soll 2016, nach einem Wachstum in Höhe von 0,6 % im Vorjahr, um 1,0 % ansteigen. Positiv wirken gemäß IWF auch hier der niedrige Ölpreis und günstige Kreditkonditionen sowie steigende Einkommen und eine weitere Erhöhung der staatlichen Ausgaben.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden 2016 laut IWF voraussichtlich ein BIP-Wachstum von 4,3 % erreichen. Die wesentlichen Stützen seien dabei erneut Indien mit 7,5 % und China mit 6,3 % BIP-Zuwachs. Während sich die Rezession der russischen Wirtschaft 2016 auf einen BIP-Rückgang von 1,0 % verlangsamen soll, erwartet der IWF für Brasilien erneut einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,5 %.

Auf Basis dieser Einschätzungen prognostiziert der IWF für die Weltwirtschaft einen Anstieg des Wachstums um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 % für das Jahr 2016.

Erhebliche Risiken sieht der IWF in seinem World Economic Outlook Update von Januar 2016 insbesondere durch ein geringeres Wachstum in China und eine weitere Aufwertung des US-Dollar infolge der Zinswende in den USA. Diese dürfte auch global zu steigenden Finanzierungskosten führen.

Zudem rechnet der IWF mit einer hohen Volatilität der weltweiten Risikoneigung und sieht hieraus Risiken, die zu plötzlichen Verwerfungen an den Kapitalmärkten führen könnten. Insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländer dürften davon betroffen sein.

Ferner könnte eine Eskalation geopolitischer Spannungen die Wirtschaft in der jeweiligen Region und auch den Welthandel insgesamt beeinträchtigen.

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum 2016 im Vergleich zu 2015

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum 2016 im Vergleich zu 2015

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