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Ertragslage

 

Umsatzanstieg um 29,6 % - Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 25,0 % - Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 113,2 %

Continental-Konzern in Mio €
  2010 2009 Δ in %
Umsatz 26.046,9 20.095,7 29,6
EBITDA 3.587,6 1.591,2 125,5
in % vom Umsatz 13,8 7,9  
EBIT 1.935,2 −1.040,4 286,0
in % vom Umsatz 7,4 −5,2  
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 576,0 −1.649,2 134,9
Ergebnis pro Aktie (in €) 2,88 −9,76 129,5
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.450,4 1.356,3 6,9
in % vom Umsatz 5,6 6,7  
Abschreibungen1 1.652,4 2.631,6 −37,2
davon Wertminderungen2 57,7 993,0 −94,2
Operative Aktiva (zum 31.12) 15.282,8 14.582,7 4,8
EBIT in % von operativen Aktiva (zum 31.12) 12,7 −7,1  
Operative Aktiva (Durchschnitt) 15.580,0 16.024,1 −2,8
EBIT in % von operativen Aktiva (Durchschnitt) 12,4 −6,5  
Investitionen3 1.296,4 860,1 50,7
in % vom Umsatz 5,0 4,3  
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)4 148.228 134.434 10,3
 
Umsatz bereinigt5 25.945,3 19.941,0 30,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 2.516,8 1.180,5 113,2
in % des bereinigten Umsatzes 9,7 5,9  
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Umsatzanstieg um 29,6 %
Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5.951,2 Mio € bzw. 29,6 % auf 26.046,9 Mio € (Vj. 20.095,7 Mio €). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erholung der für uns relevanten Märkte. Der Anstieg der Fahrzeugproduktion bei Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2010 hat den Geschäftsverlauf maßgeblich beeinflusst. Zudem konnten wir auch im Non-Automotive-Geschäft deutliche Zuwächse verzeichnen. Ausgehend von einem Umsatz 2009, der stark von der weltweiten Wirtschaftskrise beeinflusst war, erzielten wir in jedem Monat des Jahres 2010 einen deutlich über dem Vergleichszeitraum liegenden Umsatz. Konsolidierungskreisveränderungen wirkten sich leicht negativ aus, während sich Währungskursveränderungen umsatzerhöhend auswirkten.

Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2010 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert:

Umsatz nach Regionen in %
  2010 2009
Deutschland 27 29
Europa ohne Deutschland 33 34
NAFTA-Region 19 18
Asien 16 14
Übrige Länder 5 5
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Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 113,2 %
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1.336,3 Mio € bzw. 113,2 % auf 2.516,8 Mio € (Vj. 1.180,5 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 5,9 %) des bereinigten Umsatzes.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während des vierten Quartals 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 213,1 Mio € bzw. 41,5 % auf 726,0 Mio € (Vj. 512,9 Mio €) und entspricht 10,5 % (Vj. 9,0 %) des bereinigten Umsatzes. Im dritten Quartal 2010 ergab sich auf vergleichbarer Basis ein bereinigtes operatives EBIT (EBIT bereinigt) in Höhe von 484,7 Mio €.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 286,0 %
Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2.975,6 Mio € bzw. 286,0 % auf 1.935,2 Mio € (Vj. -1.040,4 Mio €). Die Umsatzrendite stieg auf 7,4 % (Vj. -5,2 %).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 454,3 Mio € (Vj. 455,2 Mio €). Darin enthalten sind 2010 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 0,8 Mio € (Vj. 7,5 Mio €).

Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 12,4 % (Vj. -6,5 %).

Sondereffekte 2010
Insgesamt ergaben sich 2010 Wertminderungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 29,3 Mio € (Chassis & Safety 3,4 Mio € / Powertrain 16,3 Mio € / Interior 0,0 Mio € / Pkw-Reifen 7,5 Mio € / Nfz-Reifen - / ContiTech 2,1 Mio €), die nicht im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehen. Darin enthalten ist eine Wertminderung auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation in Höhe von 0,3 Mio €.

In der Division Interior entstanden Aufwendungen für weitere Restabwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbereichs in Höhe von 5,6 Mio €.

Aus den Abwicklungsaktivitäten im Rahmen der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 2,1 Mio € und für den Konzern ein Steueraufwand in gleicher Höhe.

Aufgrund der Rücknahme eines Kundenauftrags zur Entwicklung und Fertigung von Diesel-Einspritzsystemen am Standort Blythewood, USA, mussten 2009 Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Dadurch entstanden 2010 in der Division Powertrain weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 11,9 Mio €. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Wertminderungen auf Produktionsanlagen, die teilweise durch nicht mehr benötigte Rückstellungen für Lieferantenansprüche kompensiert werden konnten.

Im Zusammenhang mit der Schließung der Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich, fielen in der Division Pkw-Reifen weitere restrukturierungsbezogene Aufwendungen in Höhe von 14,7 Mio € an.

Am Standort Traiskirchen, Österreich, entstanden in der Division Pkw-Reifen zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6,0 Mio €.

Wegen massiver Nachfrageeinbrüche auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt in Folge der Wirtschaftskrise hatte Continental im Jahr 2009 die Produktionskapazitäten an allen europäischen Nfz-Reifen-Standorten verringern müssen. Eine in Hannover-Stöcken, Deutschland, noch vorgehaltene Produktionszelle wurde letztendlich nicht mehr in Betrieb genommen. Dadurch entstanden in der Division Nfz-Reifen 2010 insgesamt weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 34,6 Mio €.

Zusätzlich entstanden, vor allem aus Restrukturierungsabwicklungen und Abfindungen, Aufwendungen in Höhe von 34,8 Mio € (Chassis & Safety 4,0 Mio € / Powertrain 18,9 Mio € / Interior Ertrag in Höhe von 3,2 Mio € / Pkw-Reifen 9,4 Mio € / Nfz-Reifen 2,3 Mio € / ContiTech 3,0 Mio € / Holding 0,4 Mio €). Bei der Division Pkw-Reifen sind Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 0,5 Mio € enthalten.

Im Nachgang zum Verkauf unserer nordamerikanischen OTR-Aktivitäten an die Titan Tire Corporation im Jahr 2006 entstand in der Division Nfz-Reifen ein Ertrag in Höhe von 3,3 Mio €.

Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG, im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es in der Division ContiTech zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 20,8 Mio €.

Aufgrund der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgten 2009 sowie im Juni 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen für diesen Kredit. Aus diesem Sachverhalt ergab sich 2010 ein Aufwand für die Buchwertanpassung in Höhe von 27,4 Mio €. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend amortisiert. Aus dieser Amortisation ergab sich 2010 ein positiver Effekt in Höhe von 37,6 Mio €. Aufgrund von Teilrückführungen des VDO-Kredits wurden anteilig die auf die Rückzahlungsbeträge entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Über den weitgehenden Einsatz der Netto-Erlöse der Ende September 2010 platzierten Anleihen über nominal insgesamt 1.250,0 Mio € hinaus erfolgte im Dezember 2010 eine weitere Teilrückzahlung in Höhe von nominal 100,0 Mio €. Auf die vorzeitig zurückgezahlten Beträge entfielen anteilig 9,6 Mio € aus der Buchwertanpassung, die somit zu einem Ertrag in gleicher Höhe führten. Aus allen vorgenannten Effekten ergab sich im Jahr 2010 insgesamt ein Ertrag in Höhe von 19,8 Mio €.

Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte 2010 insgesamt 132,5 Mio €. Bereinigt um die Wertminderungen auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation in Höhe von 0,8 Mio € beträgt die Belastung durch Sondereffekte 131,7 Mio €.

Sondereffekte 2009
Im dritten Quartal 2009 führte die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des Impairment-Tests zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von 875,8 Mio €. Davon entfielen 367,0 Mio € auf die Division Chassis & Safety, 447,4 Mio € auf die Division Powertrain sowie 61,4 Mio € auf die Division Interior.

Am Standort Huntsville, USA, wurde Ende 2010 die Produktion eingestellt. Durch die Schließung des Standorts Huntsville und die Konsolidierung von Produktionskapazitäten sowie die Fokussierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erwarten wir eine Optimierung der regionalen Produktion und eine signifikante Kostenreduzierung. 2009 entstanden für die Divisionen Powertrain und Interior Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 82,6 Mio €.

Im gleichen Zusammenhang wurde beschlossen, die bisher am Standort Deer Park, USA, angesiedelten Aktivitäten mehrerer Geschäftseinheiten der Divisionen Powertrain und Interior in anderen Standorten zu konzentrieren. Dadurch fielen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 5,4 Mio € an.

Aufgrund rückläufiger Volumina und auslaufender Kundenaufträge mussten die Produktionskapazitäten am Standort Karben, Deutschland, angepasst werden. Dadurch entstanden Restrukturierungsaufwendungen in den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior in Höhe von 31,9 Mio €.

Durch den Auslauf weiterer Kundenaufträge sowie Einsparungen in den Bereichen Forschung & Entwicklung (F&E) und Verwaltung entstanden am Standort Babenhausen, Deutschland, für die Division Interior 2009 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 31,4 Mio €.

Am Standort Wetzlar, Deutschland, entstanden für die Division Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 12,2 Mio €. Grund dafür sind auslaufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, für die es keine Nachfolgeaufträge gibt.

Der Forschungs- und Entwicklungsstandort Neubiberg, Deutschland, wurde geschlossen. Daraus entstanden innerhalb der Divisionen Powertrain und Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 8,8 Mio €.

Das assoziierte Unternehmen Hyundai Autonet Co. Ltd., Kyoungki-do, Südkorea, der Division Interior wurde zu einem Verkaufspreis von 126,6 Mio € veräußert. Aus der Transaktion resultierte ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 73,6 Mio €.

Im Rahmen der Veräußerung von zwei assoziierten Unternehmen entstand ein Wertminderungsbedarf in der Division Interior in Höhe von 43,6 Mio € und 2,0 Mio €.

Zum 31. Oktober 2009 wurde der aus dem Non-OE-Bereich stammende Geschäftsbereich Public Transport Solution an die Trapeze ITS Gruppe – überwiegend im Rahmen eines Asset-Deals – für einen vorläufigen, negativen Kaufpreis in Höhe von 11,7 Mio € veräußert, insbesondere hervorgerufen durch einen Abbau des Working Capital zwischen Signing und Closing Datum. Die finale Kaufpreisfeststellung wurde im vierten Quartal 2010 abgeschlossen. Aus der Veräußerung ergab sich 2009 für die Division Interior insgesamt ein Aufwand in Höhe von 4,5 Mio €.

Im Rahmen der Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Dortmund, Deutschland, wurden in den Divisionen Chassis & Safety und Powertrain insbesondere nicht verwendete Rückstellungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 5,3 Mio € aufgelöst, da Teile der Produktionskapazitäten an die Division Interior übergeben werden konnten.

Die Produktion des Standorts Hiroshima, Japan, wird nach Changshu, China, verlagert. Dadurch entstanden in der Division Chassis & Safety Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,9 Mio €.

Aufgrund der Rücknahme eines Kundenauftrags zur Entwicklung und Fertigung von Diesel-Einspritzsystemen am Standort Blythewood, USA, mussten 2009 Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Dafür entstanden Aufwendungen in Höhe von 44,7 Mio € in der Division Powertrain. Hierbei handelte es sich in erster Linie um Sonderabschreibungen auf Produktionsanlagen sowie um die Abwicklung von Lieferantenansprüche.

Der Standort Blythewood, USA, resultiert aus einem Joint Venture mit einem amerikanischen Motorenhersteller, welcher auch der Hauptkunde des Standortes ist. Wegen rückläufiger Kapazitätsauslastung wurde Ende 2008 beschlossen, den Standort zu schließen und die Produktion nach Newport News, USA, zu verlagern. Continental hatte Schadenersatzansprüche gegenüber dem Joint-Venture-Partner aufgrund von Unterauslastung gestellt. Im Rahmen einer Einigung wurde anstatt einer Verlagerung der komplette Standort, einschließlich der vorgehaltenen Fertigung, an den Joint-Venture-Partner übertragen. Aus der Veräußerung ergab sich für die Division Powertrain unter Berücksichtigung aller gegenseitigen Ansprüche und Interessen ein Ertrag in Höhe von 10,5 Mio €.

Aus der Verlagerung der bei Continental verbleibenden Fertigung sowie der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach Newport News, USA, ergaben sich für die Division Powertrain weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,2 Mio €.

Die notwendige Anpassung der Produktionsüberkapazitäten in Europa an die aktuellen Marktbedingungen führte zur Einstellung der Pkw-Reifenproduktion in Clairoix, Frankreich. Dadurch ergaben sich 2009 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 207,3 Mio €. Diesen steht ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von 11,4 Mio € aus geringeren Pensionsverpflichtungen aufgrund des vorzeitigen Ausscheidens der Mitarbeiter gegenüber.

Die Schließung der Mischungs- und Gummierungsaktivitäten in Traiskirchen, Österreich, Ende 2009 führte innerhalb der Division Pkw-Reifen zu Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 12,9 Mio €.

Im Rahmen der eingeleiteten Strukturmaßnahmen für den Standort Hannover-Stöcken, Deutschland, entstanden innerhalb der Division Nfz-Reifen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 46,4 Mio €.

Die Schließung des Conti Machinery-Standorts Puchov, Slowakei, führte in der Division Nfz-Reifen zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 8,0 Mio €, darin enthalten sind 1,1 Mio € Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Matador. In diesem Zusammenhang entstand zudem eine Wertminderung einer At-Equity-Beteiligung in Höhe von 0,8 Mio €.

Die durch die weltweite Wirtschaftskrise verursachten Absatzrückgänge machten eine effiziente Auslastung des extern betriebenen Lagers in Straubing, Deutschland, nicht länger möglich. Das Lager wurde daher geschlossen. Der zugehörige Mietvertrag läuft bis 2016. Zum Jahresende 2009 wurde davon ausgegangen, dass die Flächen nicht entsprechend untervermietet werden können. Deshalb wurde in der Division Nfz-Reifen eine Rückstellung in Höhe von 9,7 Mio € gebildet.

Die teilweise Abschreibung des Markennamens Matador, sowie eine Wertminderung auf das Sachanlagevermögen in Puchov, Slowakei, bedingt durch signifikante Absatzrückgänge, führten für die Divisionen Pkw-Reifen und Nfz-Reifen zu Aufwendungen in Höhe von 10,7 Mio €, davon entfielen 4,0 Mio € auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte aus der Matador Kaufpreisallokation.

Die Prüfung der Kundenbeziehungen innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte bei verschiedenen Kundengruppen zu einem Wertminderungsbedarf für die Division Pkw-Reifen in Höhe von 2,4 Mio €.

Die Schließung und Verlagerung von westeuropäischen Standorten des Geschäftsbereichs Fluid Technology innerhalb der Division ContiTech führten 2009 zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 33,4 Mio €.

In dem 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG, im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 6,2 Mio €.

Für die Division ContiTech entstand aus der Erstkonsolidierung der Transportband-Gesellschaft Kolubara Univerzal D.O.O., Serbien, ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,7 Mio €.

Im Konzern ergaben sich weitere, kleinere Wertminderungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 13,1 Mio €, wovon 9,7 Mio € auf die Automotive Group und 3,4 Mio € auf die Rubber Group entfielen.

Zusätzlich entstanden im Berichtsjahr in der Automotive Group, im Wesentlichen aus Restrukturierungen, Aufwendungen in Höhe von insgesamt 25,4 Mio €. Ebenfalls vor allem aus Restrukturierungsmaßnahmen fielen in der Rubber Group weitere Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2,2 Mio € an.

Das aufgrund der Wirtschaftskrise initiierte weltweite Kostensenkungsprogramm führte 2009 zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 116,7 Mio € (Chassis & Safety 21,4 Mio € / Powertrain 14,1 Mio € / Interior 26,4 Mio € / Pkw-Reifen 11,1 Mio € / Nfz-Reifen 5,3 Mio € / ContiTech 30,1 Mio € / Holding 8,3 Mio €).

Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den VDO-Kredit erfolgten im September und Dezember 2009 aufwandswirksame Buchwertanpassungen, deren Wert sich Ende 2009 in Summe auf 64,5 Mio € belief. Diese Abgrenzung wird über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend amortisiert.

Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2009 in Höhe von insgesamt 1.755,4 Mio €. Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 875,8 Mio € und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 7,5 Mio € ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in Höhe von 872,1 Mio €.

Beschaffung
Im Jahr 2010 kaufte der Continental-Konzern Rohmaterial, Investitionsgüter, sonstiges Material und Dienstleistungen in Höhe von 17,5 Mrd €, was einem Umsatzanteil von 67 % entspricht.

Zum einen führten die schnelle Erholung der Wirtschaft sowie die Nachfrage der Wachstumsmärkte zu einem hohen Preisniveau an den Rohstoff- und Rohmaterialmärkten. Zum anderen war genau diese wirtschaftliche Erholung der Treiber für den Anstieg des Produktionsvolumens des gesamten Konzerns. Das Produktionsvolumen hatte nicht nur auf das direkte Fertigungsmaterial, sondern auch auf das indirekte Material, und dabei insbesondere bei Investitionen, einen signifikanten Einfluss.

Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 94,1 Mio € bzw. 6,9 % auf 1.450,4 Mio € (Vj. 1.356,3 Mio €) und beträgt 5,6 % vom Umsatz (Vj. 6,7 %).

In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant durch den Erstausrüster und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten weiterhin als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2010 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 74,5 Mio € (Vj. 49,0 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen.

Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten (IAS 38) wurden in den Divisionen Pkw-Reifen, Nfz-Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt.

Abschreibungen
Die Abschreibungen reduzierten sich um 979,2 Mio € auf 1.652,4 Mio € (Vj. 2.631,6 Mio €) und entsprechen 6,3 % vom Umsatz (Vj. 13,1 %). Darin enthalten sind im Berichtsjahr Wertminderungen in Höhe von insgesamt 57,7 Mio € (Vj. 993,0 Mio €). Im Vorjahreswert sind die außerplanmäßigen Wertminderungen des Goodwill in Höhe von 875,8 Mio € enthalten.

Zinsergebnis
Die Belastung aus dem Zinsergebnis reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,6 Mio € auf -697,2 Mio € (Vj. -720,8 Mio €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf zum großen Teil nicht zahlungswirksame Währungskurseffekte sowie Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten zurückzuführen. Beide Effekte liegen mit insgesamt 40,6 Mio € um 23,1 Mio € über dem Vorjahreswert (Vj. 17,5 Mio €). Die Zinserträge des Jahres 2010 beliefen sich auf 22,6 Mio € (Vj. 30,3 Mio €).

Die Zinsaufwendungen, ohne die bereits vorab beschriebenen Effekte aus Fremdwährungsumrechnung sowie aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten und den Gewinnen aus zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte, reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Mio € auf 760,4 Mio € (Vj. 768,6 Mio €).

Wie in den Vorjahren ist auch 2010 die Höhe der Zinsaufwendungen und damit des Zinsergebnisses im Wesentlichen auf die Ausnutzung des VDO-Kreditvertrags mit einem zugesagten Betrag in Höhe von insgesamt 6.484,9 Mio € (Vj. 11,0 Mrd €) zum 31. Dezember 2010 zurückzuführen. Die signifikante Reduzierung der Inanspruchnahme des VDO-Kredits resultiert aus mehreren Effekten: Ein wesentlicher Effekt war die im Januar 2010 erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung und der hieraus resultierende Abbau der Netto-Finanzschulden. Aus der Kapitalerhöhung erzielte Continental einen Netto-Emissionserlös vor Steuereffekten in Höhe von 1.056,0 Mio €. Des Weiteren konnte Continental Mitte 2010 angesichts des positiven Marktumfelds und der hohen Nachfrage nach ihren Anleihen einen weiteren Baustein des Ende 2009 initiierten Refinanzierungspakets zur Verbesserung der Finanz- und Kapitalstruktur umsetzen und im dritten Quartal 2010 über die Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd € platzieren. Deren Netto-Emissionserlöse wurden zur teilweisen Rückführung der Inanspruchnahme des VDO-Kredits sowie zur Rückzahlung des zur Refinanzierung der im August 2010 fälligen Tranche B des VDO-Kredits aufgenommenen Kredits (Forward Start Facility) eingesetzt. Darüber hinaus erfolgte im Dezember 2010 aufgrund des guten Geschäftsverlaufs eine weitere Rückführung des VDO-Kredits. Die auf die zurückgeführten Beträge entfallenden abgegrenzten Finanzierungsnebenkosten waren ergebniswirksam aufzulösen und führten insgesamt zu einem Sondereffekt in Höhe von -36,8 Mio €. Ein weiterer, belastender Effekt für den Zinsaufwand aus dem VDO-Kredit und der Forward Start Facility ist das im Vergleich zum Vorjahr höhere Margenniveau dieser Kredite, welches auf die Ratingverschlechterungen im Jahresverlauf 2009 sowie im Mai 2010 und die im Dezember 2009 abgeschlossenen Nachverhandlung der Bedingungen des VDO-Kredits zurückzuführen ist. Entlastend wirkte das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Marktzinsniveau. Unter Berücksichtigung aller vorgenannter Effekte liegen die Zinsaufwendungen für den VDO-Kredit und die Forward Start Facility mit 595,9 Mio € um 49,1 Mio € unter dem Vorjahreswert (Vj. 645,0 Mio €).

Aus den im dritten Quartal 2010 platzierten Anleihen resultierten 2010 Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 73,6 Mio €.

Steueraufwand
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 592,1 Mio € (Vj. Ertragsposition von 154,3 Mio €). Die steuerliche Belastungsquote beträgt 47,8 %. Im Vorjahr betrug die steuerliche Entlastungsquote vor dem steuerlich nicht wirkenden Goodwill Impairment 17,4 %.

Der Steueraufwand des Berichtsjahres ist maßgeblich durch nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 354,4 Mio € auf aktive latente Steuern beeinflusst. Diese Wertberichtigungen betreffen mit 120,1 Mio € aktive latente Steuern bezüglich des mit dem relevanten Steuersatz bewerteten fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland. Die entsprechenden aktiven latenten Steuern aus dem Jahr 2009 in Höhe von 68,9 Mio € und die Erhöhungen innerhalb des Berichtsjahres in Höhe von 51,2 Mio € wurden vollständig wertberichtigt. Insbesondere die im Mai 2010 erfolgte Ratingverschlechterung der Continental AG, einhergehend mit höheren Zinsmargen auf bestehende Kredite, sowie die zukünftig steigende Zinsbelastung aus der Emission von Euro-Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 3,0 Mrd € im dritten Quartal 2010 lassen zum heutigen Zeitpunkt eine Nutzung des Zinsvortrags in Deutschland als unzureichend wahrscheinlich erscheinen. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt.

Die Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in ausländischen Einheiten sind gegenüber dem Vorjahr um 163,9 Mio € auf 234,3 Mio € gestiegen, davon 11,8 Mio € für Vorjahre, und wirken entsprechend belastend auf die Steuerquote.

Weiterhin belasten steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und in Deutschland wegen fehlendem Anrechnungsvolumen nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern die Steuerquote. Positive Auswirkungen resultieren aus Besteuerungsunterschieden im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen.

Der Steueraufwand der Vorjahresperiode wurde maßgeblich durch eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von 108,5 Mio € in Deutschland beeinflusst. Diese war erforderlich, da nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung bereits aufgrund von Anteilserwerben der Schaeffler KG im Jahr 2008 und 2009 ein schädlicher Anteilseignerwechsel nach § 8c KStG eingetreten ist. Continental teilt diese Rechtsauffassung zu Zeitpunkt und Umfang schädlicher Anteilserwerbe nicht und geht bereits mit Rechtsmitteln in einem Musterverfahren dagegen vor.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen
Das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen erhöhte sich 2010 um 2.225,2 Mio € auf 576,0 Mio € (Vj. -1.649,2 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 2,88 € (Vj. -9,76 €).

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis in Mio €
  2010 2009 Δ in %
Chassis & Safety 569,0 −102,5 655,1
Powertrain −198,1 −943,2 79,0
Interior 197,0 −516,0 138,2
Pkw-Reifen 993,3 536,4 85,2
Nfz-Reifen 50,1 −50,1 200,0
ContiTech 369,6 169,4 118,2
Sonstiges / Konsolidierung −45,7 −134,4  
EBIT 1.935,2 −1.040,4 286,0
Zinsergebnis −697,2 −720,8 3,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.238,0 −1.761,2 170,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag −592,1 154,3 −483,7
Konzernergebnis 645,9 −1.606,9 140,2
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn −69,9 −42,3 −65,2
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 576,0 −1.649,2 134,9
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 2,88 −9,76 129,5
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Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.
Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) vom ROCE subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzern errechnete durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Netto-Finanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts.

IAS. International Accounting Standards.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten, der vorhandenen liquiden Mittel, den positiven beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente sowie sonstigen verzinslichen Anlagen.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie diskontierter Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerten und Schulden.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als "PPA Anpassung" berücksichtigt.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap. Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremdsowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Sofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.