Erläuterungen zur Konzernbilanz
14. Latente Steuern
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Immaterielle Vermögenswerte | −616,9 | −192,3 |
| Sachanlagen | −186,4 | −124,9 |
| Vorräte | 28,1 | 22,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | −9,0 | −34,4 |
| Pensionsverpflichtungen abzgl. aktiver Saldo | 112,5 | 61,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 164,2 | 72,8 |
| Finanzschulden | −7,5 | 39,2 |
| Sonstige Unterschiede | 38,7 | 53,0 |
| Anrechenbare Steuerguthaben | 28,4 | 26,9 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 85,3 | 28,7 |
| Nettobetrag der latenten Steuern | −362,6 | −47,7 |
| Aktive latente Steuern | 162,6 | 141,4 |
| Passive latente Steuern | 525,2 | 189,1 |
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Aufgrund des Gesetzes zur Unternehmenssteuerreform 2008 reduziert sich der Körperschaftsteuersatz in Deutschland mit Wirkung zum 1. Januar 2008 auf 15,0 % (zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag). Weiterhin sinkt auch die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung auf ca. 14,1 %, während die Abziehbarkeit der Gewerbesteuer von der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer nunmehr ausgeschlossen ist. Die Bewertung der latenten Steuern in den deutschen Gesellschaften erfolgt daher zu 29,9 %.
Die Veränderung der latenten Steuern aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie den sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen begründet durch die Anpassungen im Rahmen des Siemens VDO-Erwerbs.
Die Finanzschulden sind im Vergleich zum Vorjahr gesondert und nicht mehr innerhalb der sonstigen Unterschiede dargestellt. Weiterhin werden die Bewertungsunterschiede aus Pensionsverpflichtungen und dem aktiven Saldo aus der Pensionsbewertung saldiert dargestellt.
2007 waren in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen aktive latente Steuern in Summe von 63,8 Mio € (Vj. 51,8 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergeben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt.
Zum 31. Dezember 2007 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 822,1 Mio € (Vj. 751,4 Mio €). Der Großteil der im Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften im Ausland und ist überwiegend in der Vortragsfähigkeit begrenzt.
Insgesamt sind im Konzern 429,6 Mio € (Vj. 471,6 Mio €) aktive latente Steuern bisher nicht aktiviert worden, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird. Davon entfallen 232,2 Mio € (Vj. 211,0 Mio €) auf Verlustvorträge insbesondere in den USA sowie in Mexiko.
Der Bestand latenter Steuern aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,3 Mio € auf 0,5 Mio € erhöht.
Die latenten Steuerverpflichtungen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen belaufen sich insgesamt auf 47,8 Mio € (Vj. 50,4 Mio €). Hiervon wurden für Beträge, für die nicht auszuschließen ist, dass sie kurzoder mittelfristig der Muttergesellschaft zufließen werden, passive latente Steuern in Höhe von 9,8 Mio € (Vj. 13,0 Mio €) berücksichtigt. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr ist auf den für das Inland ab 2008 geltenden geringeren Steuersatz zurückzuführen.
