Erläuterungen zur Konzernbilanz
27. Finanzinstrumente
Die Buchwerte und Marktwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz, stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
| 31.12.2007 | 31.12.2007 | 31.12.2006 | 31.12.2006 | |||
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 23,8 | 23,8 | 15,4 | 15,4 | |
| Derivate und verzinsliche Anlagen | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 8,0 | 8,0 | 1,7 | 1,7 | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | HfT | 19,8 | 19,8 | 32,0 | 32,0 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 9,8 | 9,8 | 10,7 | 10,7 | |
| Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter | LaR | 143,2 | 143,2 | 56,4 | 56,4 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 3.943,6 | 3.943,6 | 2.340,3 | 2.340,3 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 238,3 | 238,3 | 162,6 | 162,6 | |
| Flüssige Mittel1 | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 2.087,9 | 2.087,9 | 512,0 | 512,0 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | HfT | 1,7 | 1,7 | 2,1 | 2,1 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 6.476,1 | 6.476,1 | 3.133,2 | 3.133,2 | ||
| Finanzschulden | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 0,2 | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | HfT | 6,5 | 6,5 | 0,4 | 0,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 132,0 | 141,2 | 63,1 | 72,7 | |
| Sonstige Finanzschulden | FLAC | 12.988,2 | 13.035,2 | 1.721,5 | 1.785,8 | |
| Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen | FLAC | 2.758,9 | 2.758,9 | 1.465,9 | 1.465,9 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 976,4 | 976,4 | 565,4 | 565,4 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 16.862,1 | 16.920,6 | 3.816,5 | 3.890,4 | ||
| 1) Die kurzfristigen Anteile (< 3 Monate) der Derivate und verzinslichen Anlagen sind unter der entsprechenden Position erfasst. | ||||||
Erläuterungen der Abkürzungen
HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten
LaR, loans and receivables, Ausleihungen und Forderungen
AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar
FLAC, financial liability at amortised cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten erfaßte finanzielle Verbindlichkeit
Die Finanzinstrumente der Kategorien „zur Veräußerung verfügbar“ und „zu Handelszwecken gehalten“ sind mit dem Zeitwert erfasst, es sei denn, dieser ist nicht verlässlich ermittelbar. In diesem Fall werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten erfasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Forderungen und Darlehen“ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Der Marktwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergibt sich aus dem Barwert der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der gültigen Zinsstrukturkurve.
Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien haben sich wie folgt entwickelt:
| Mio € | aus Zinsen | aus der Folgebewertung | Nettoergebnis | |||
| zum Fair Value | Währungs- umrechnung |
Wert- berichtigung |
2007 | 2006 | ||
| Darlehen und Forderungen | 57,5 | – | 3,6 | −14,9 | 46,2 | 35,6 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | – | −0,1 | −0,1 | 0,0 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | – | 15,8 | – | – | 15,8 | 23,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | −199,1 | – | 17,3 | – | −181,8 | −119,4 |
| Nettogewinne und -verluste | −141,6 | 15,8 | 20,9 | −15,0 | −119,9 | −59,9 |
Die Nettogewinne und -verluste werden durch Zinserträge und -aufwendungen, erfolgswirksame Zeitwertänderungen, Wertminderungen und Wechselkursänderungen beeinflusst.
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen (s. Anhang Nr. 8).
Die Aufwendungen und Erträge aus der Folgebewertung werden im Finanzergebnis erfasst, außer der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Aufwendungen und Erträgen erfasst ist.
In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein.
Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, betrugen 1,0 Mio € in 2007 (Vj. -0,5 Mio €).
Sicherheiten
Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2007 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 97,8 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) gestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von ABS-Programmen verpfändet wurden, sind separat unter Anhang Nr. 18 dargestellt.
Finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheiten gestellt wurden – einschließlich der Sicherheiten, die durch den Empfänger verkauft oder verpfändet werden können – umfassen im Wesentlichen den Geldmarktfonds für die Besicherung der festgelegten Barabfindung an die anderen Aktionäre der ContiTech AG, Hannover, im Rahmen eines sogenannten „Squeeze Out“, der mit der dazugehörigen Verpflichtung saldiert ist.
Sicherungspolitik und Finanzderivate
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Insofern die Fremdwährungsschwankungen von gegenseitigen Lieferund Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Devisenkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Analog werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und gleichfalls gesichert. Darüber hinaus ermöglichen derivative Zins- und Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jedem offen zugänglichen Kapitalmarkt, unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs.
1. Richtlinien und Risikomanagement
Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Verfahrensrichtlinien, deren Einhaltung regelmäßig von der internen Revision überprüft wird. Im Rahmen des Zins- und Währungsmanagements sind Höchstbeträge definiert, die das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark begrenzen. Zur Absicherung dürfen darüber hinaus ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ausgeschlossen. Eine ausführliche Beschreibung der Risiken sowie des Risikomanagements findet sich im Abschnitt „Risiken und Risikomanagement“ im Lagebericht.
a) Währungsmanagement
Im Rahmen des Währungsmanagements werden bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Der wöchentlich tagende Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonatsexposure nicht überschreiten. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird grundsätzlich nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert.
Fremdwährungsrisiken
Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2007 und 2006. Die Effekte bei einer unterstellten 10%igen Aufwertung des Euro würden in folgender Höhe das Ergebnis beeinflussen:
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 | ||
| EUR | USD | EUR | USD | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301,7 | 111,1 | 125,0 | 82,8 |
| Nettoverschuldung | −67,6 | −66,1 | −75,0 | −34,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | −168,2 | −137,0 | −89,1 | −93,6 |
| FX Hedging | 32,0 | 97,0 | 100,0 | 0,0 |
| Netto Exposure | 97,9 | 5,0 | 60,9 | −45,4 |
| Veränderung Cashflow nach Zinssicherungsmaßnahmen aufgrund einer 10%igen Aufwertung des Euro |
7,6 | −0,5 | 6,1 | 4,5 |
Auswirkungen von translationsbezogenen Währungsrisiken
Viele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraumes. Da die Berichtswährung von der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro überführt. Um translationsbezogene Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren, wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Nettovermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst.
b) Zinsmanagement
Gegenstand der Steuerung von Risiken aus variablen Zinssätzen sind die zinstragenden Verbindlichkeiten des Konzerns. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente dient ausschließlich der Steuerung identifizierter Zinsänderungsrisiken. Ein Risiko aus Schwankungen des Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Falls der Konzern als Emittent das Recht zum Rückkauf vor Fälligkeit hat, wird eine Ablösung nur dann erwogen, wenn diese aus Sicht der Continental AG vorteilhaft ist.
Zinsrisiken
Zum Bilanzstichtag stellte sich das Profil der verzinslichen Finanzinstrumente des Continental-Konzerns wie folgt dar:
| Mio € | 2007 | 2006 |
| Festverzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 115,9 | 56,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | −2.508,9 | −1.140,0 |
| Variabel verzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.154,5 | 547,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | −10.617,9 | −645,2 |
Der Continental-Konzern hat Zinsderivate abgeschlossen, die teilweise als effektive Cashflow Hedges klassifiziert sind. Eine Veränderung der Zinssätze zum Bilanzstichtag würde sich daher auf die Gewinn- und Verlustrechnung (Zinsergebnis) bzw. auf das Eigenkapital direkt auswirken.
Fair Value — Sensitivitätsanalyse
Ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Verminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1,7 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) und zu einer Erhöhung im Eigenkapital in Höhe von 0,9 Mio € (Vj.1,7 Mio €) geführt. Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Erhöhung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1,8 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) und zu einer Verminderung im Eigenkapital in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) geführt.
Cashflow — Sensitivitätsanalyse
Ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte in 2007 hätte eine Minderung des Zinsergebnisses in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. Erhöhung um 0,2 Mio €) hervorgerufen.
Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte in 2007 hätte eine Erhöhung des Zinsergebnisses in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. Verminderung um 0,2 Mio €) hervorgerufen.
Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben. Diese Annahme gilt analog für 2006.
c) Kontrahentenrisiko
Ein Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht, soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken und damit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Ferner werden interne Abwicklungsrisiken durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert.
2. Liquiditätsrisiken
Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine umfassende kurz- und langfristige Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien begegnet. Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften erfolgt durch Eigenkapital, Teilnahme an Cash-Pooling-Vereinbarungen oder Darlehen von Banken und Konzernunternehmen, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Zur Deckung des konzernzentralen Finanzbedarfs werden verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Hierzu zählen neben Tages- und Termingeldern, Commercial Paper und Anleihen auch bilaterale und syndizierte Kredite. Bei Ereignissen, die zu einem unerwarteten Liquiditätsbedarf führen, kann die Continental AG sowohl auf vorhandene Liquidität als auch auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen.
3. Ausfallrisiken
Das Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen oder aus finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von pauschalen Wertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erstklassiger Bonität angenommen werden bzw. eine ausreichende Sicherung hinterlegt wird. Hierzu verweisen wir auf Anhang Nr. 18.
Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten
Der Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum jeweiligen Marktwert. Der Marktwert wird anhand des beizulegenden Zeitwerts durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt.
Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprachen, wurden als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten“ (at fair value through profit and loss) eingestuft.
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 | ||
| Marktwerte | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv |
| Cashflow-Hedges (effektiv) | 8,0 | −0,1 | 1,7 | 0,2 |
| Fair-Value-Hedges | ||||
| Zinssatzoptionen | 0,2 | – | – | – |
| Sonstige Geschäfte | ||||
| Zins-Währungsswaps | 4,8 | – | 1,3 | – |
| Zinsswaps | 0,3 | −0,7 | – | – |
| Devisentermingeschäfte | 14,5 | −5,8 | 30,7 | 0,4 |
| Summe der Marktwerte | 27,8 | −6,6 | 33,7 | 0,6 |
| – davon langfristig | 9,0 | −0,7 | 20,3 | 0,2 |
| – davon kurzfristig | 18,7 | −5,9 | 10,9 | 0,4 |
| – davon in flüssige Mittel | 0,1 | – | 2,5 | – |
| Nominalwerte | ||||
| Cashflow-Hedges | 82,9 | 84,4 | ||
| Zinssatzoptionen | 10,0 | 0,0 | ||
| Zins-Währungsswaps | 121,4 | 30,0 | ||
| Zinsswaps | 10,0 | |||
| Devisentermingeschäfte | 1.336,1 | 1.309,8 | ||
| 1.560,4 | 1.424,2 | |||
Die derivativen Finanzinstrumente ohne eindeutige Sicherungszusammenhänge wurden als „zu Handelszwecken gehalten“ (held for trading) kategorisiert.
Bei eindeutigen Sicherungszusammenhängen wird von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht. Beim Vorliegen eines Cashflow-Hedge werden Marktwertänderungen der Derivate bis zur Erfolgswirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral als übrige Eigenkapitalveränderungen gebucht. Die Laufzeiten und Konditionen der Zins- und Währungsderivate entsprechen denen der Grundgeschäfte.
Die Continental AG hat jeweils einen Zins- und einen Zins-Währungsswap als Cashflow-Hedge klassifiziert. Die Cashflow-Hedges beziehen sich auf die MTN-Privatplatzierung über 19,0 Mio US-Dollar und die DIP-Privatplatzierung über 70,0 Mio €. In diesem Zusammenhang ist 2007 aus der Marktbewertung dieser Finanzinstrumente ein kumulierter Aufwand in Höhe von 1,5 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet worden.
Der wesentliche Teil der langfristigen derivativen Finanzinstrumente ist in 2009 fällig und aus den derivativen Finanzinstrumenten resultieren zukünftige Zahlungsströme insbesondere in den Währungen Euro, US-Dollar, Tschechische Krone und Britisches Pfund.
Die kumulierten übrigen Eigenkapitalveränderungen der derivativen Finanzinstrumente stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
| Mio € | 01.01.2007 | Zuführung | Auflösung | FX1 | 31.12.2007 | |
| Marktwert | −0,8 | −0,7 | 0,1 | −0,1 | −1,5 | |
| Latente Steuern | 0,3 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | |
| Kumulierte übrige Eigenkapitalveränderungen | −0,5 | −0,5 | 0,1 | −0,1 | −1,0 | |
| 1) Umbewertung aus Währungskursänderungen. | ||||||
Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe von regelmäßig durchgeführten Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die sogenannte „Dollar-Offset-Methode“ zur Anwendung. Hierbei wird die Fair-Value- bzw. Cashflow-Änderung des gesicherten Grundgeschäfts zu der Fair-Value- bzw. Cashflow-Änderung des Sicherungsgeschäfts ins Verhältnis gesetzt. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hocheffektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann.
Im Berichtsjahr wurden gemäß IAS 39 keine Beträge aus dem Eigenkapital in das Periodenergebnis umgebucht, da aus der Absicherung einer erwarteten Transaktion kein Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit resultierte.
Im Konzern bestehen keine separat zu bilanzierenden eingebetteten Derivate, wie zum Beispiel vertragliche Zahlungsvereinbarungen in nicht handelsüblichen Währungen.
