Erläuterungen zur Konzernbilanz

27. Finanzinstrumente

Die Buchwerte und Marktwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz, stellen sich wie folgt dar:

Mio € Bewertungs-
kategorie nach IAS 39
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
    31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2006
Sonstige Finanzanlagen AfS 23,8 23,8 15,4 15,4
Derivate und verzinsliche Anlagen          
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 8,0 8,0 1,7 1,7
Derivate ohne Hedge-Beziehung HfT 19,8 19,8 32,0 32,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 9,8 9,8 10,7 10,7
Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter LaR 143,2 143,2 56,4 56,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 3.943,6 3.943,6 2.340,3 2.340,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 238,3 238,3 162,6 162,6
Flüssige Mittel1          
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 2.087,9 2.087,9 512,0 512,0
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte HfT 1,7 1,7 2,1 2,1
Finanzielle Vermögenswerte   6.476,1 6.476,1 3.133,2 3.133,2
           
Finanzschulden          
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 0,1 0,1 0,2 0,2
Derivate ohne Hedge-Beziehung HfT 6,5 6,5 0,4 0,4
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 132,0 141,2 63,1 72,7
Sonstige Finanzschulden FLAC 12.988,2 13.035,2 1.721,5 1.785,8
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen FLAC 2.758,9 2.758,9 1.465,9 1.465,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 976,4 976,4 565,4 565,4
Finanzielle Verbindlichkeiten   16.862,1 16.920,6 3.816,5 3.890,4

Erläuterungen der Abkürzungen
HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten
LaR, loans and receivables, Ausleihungen und Forderungen
AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar
FLAC, financial liability at amortised cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten erfaßte finanzielle Verbindlichkeit

Die Finanzinstrumente der Kategorien „zur Veräußerung verfügbar“ und „zu Handelszwecken gehalten“ sind mit dem Zeitwert erfasst, es sei denn, dieser ist nicht verlässlich ermittelbar. In diesem Fall werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Forderungen und Darlehen“ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Der Marktwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergibt sich aus dem Barwert der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der gültigen Zinsstrukturkurve.

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien haben sich wie folgt entwickelt:

Mio € aus Zinsen aus der Folgebewertung Nettoergebnis
    zum Fair Value Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
2007 2006
Darlehen und Forderungen 57,5 3,6 −14,9 46,2 35,6
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte −0,1 −0,1 0,0
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten 15,8 15,8 23,9
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten −199,1 17,3 −181,8 −119,4
Nettogewinne und -verluste −141,6 15,8 20,9 −15,0 −119,9 −59,9

Die Nettogewinne und -verluste werden durch Zinserträge und -aufwendungen, erfolgswirksame Zeitwertänderungen, Wertminderungen und Wechselkursänderungen beeinflusst.

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen (s. Anhang Nr. 8).

Die Aufwendungen und Erträge aus der Folgebewertung werden im Finanzergebnis erfasst, außer der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Aufwendungen und Erträgen erfasst ist.

In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein.

Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, betrugen 1,0 Mio € in 2007 (Vj. -0,5 Mio €).

Sicherheiten
Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2007 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 97,8 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) gestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von ABS-Programmen verpfändet wurden, sind separat unter Anhang Nr. 18 dargestellt.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheiten gestellt wurden – einschließlich der Sicherheiten, die durch den Empfänger verkauft oder verpfändet werden können – umfassen im Wesentlichen den Geldmarktfonds für die Besicherung der festgelegten Barabfindung an die anderen Aktionäre der ContiTech AG, Hannover, im Rahmen eines sogenannten „Squeeze Out“, der mit der dazugehörigen Verpflichtung saldiert ist.

Sicherungspolitik und Finanzderivate
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Insofern die Fremdwährungsschwankungen von gegenseitigen Lieferund Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Devisenkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Analog werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und gleichfalls gesichert. Darüber hinaus ermöglichen derivative Zins- und Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jedem offen zugänglichen Kapitalmarkt, unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs.

1. Richtlinien und Risikomanagement
Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Verfahrensrichtlinien, deren Einhaltung regelmäßig von der internen Revision überprüft wird. Im Rahmen des Zins- und Währungsmanagements sind Höchstbeträge definiert, die das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark begrenzen. Zur Absicherung dürfen darüber hinaus ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ausgeschlossen. Eine ausführliche Beschreibung der Risiken sowie des Risikomanagements findet sich im Abschnitt „Risiken und Risikomanagement“ im Lagebericht.

a) Währungsmanagement
Im Rahmen des Währungsmanagements werden bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Der wöchentlich tagende Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonatsexposure nicht überschreiten. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird grundsätzlich nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert.

Fremdwährungsrisiken
Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2007 und 2006. Die Effekte bei einer unterstellten 10%igen Aufwertung des Euro würden in folgender Höhe das Ergebnis beeinflussen:

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
  EUR USD EUR USD
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 301,7 111,1 125,0 82,8
Nettoverschuldung −67,6 −66,1 −75,0 −34,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen −168,2 −137,0 −89,1 −93,6
FX Hedging 32,0 97,0 100,0 0,0
Netto Exposure 97,9 5,0 60,9 −45,4
Veränderung Cashflow nach Zinssicherungsmaßnahmen
aufgrund einer 10%igen Aufwertung des Euro
7,6 −0,5 6,1 4,5

Auswirkungen von translationsbezogenen Währungsrisiken
Viele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraumes. Da die Berichtswährung von der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro überführt. Um translationsbezogene Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren, wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Nettovermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst.

b) Zinsmanagement
Gegenstand der Steuerung von Risiken aus variablen Zinssätzen sind die zinstragenden Verbindlichkeiten des Konzerns. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente dient ausschließlich der Steuerung identifizierter Zinsänderungsrisiken. Ein Risiko aus Schwankungen des Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Falls der Konzern als Emittent das Recht zum Rückkauf vor Fälligkeit hat, wird eine Ablösung nur dann erwogen, wenn diese aus Sicht der Continental AG vorteilhaft ist.

Zinsrisiken
Zum Bilanzstichtag stellte sich das Profil der verzinslichen Finanzinstrumente des Continental-Konzerns wie folgt dar:

Mio € 2007 2006
Festverzinsliche Instrumente    
Finanzielle Vermögenswerte 115,9 56,4
Finanzielle Verbindlichkeiten −2.508,9 −1.140,0
     
Variabel verzinsliche Instrumente    
Finanzielle Vermögenswerte 2.154,5 547,8
Finanzielle Verbindlichkeiten −10.617,9 −645,2

Der Continental-Konzern hat Zinsderivate abgeschlossen, die teilweise als effektive Cashflow Hedges klassifiziert sind. Eine Veränderung der Zinssätze zum Bilanzstichtag würde sich daher auf die Gewinn- und Verlustrechnung (Zinsergebnis) bzw. auf das Eigenkapital direkt auswirken.

Fair Value — Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Verminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1,7 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) und zu einer Erhöhung im Eigenkapital in Höhe von 0,9 Mio € (Vj.1,7 Mio €) geführt. Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Erhöhung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 1,8 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) und zu einer Verminderung im Eigenkapital in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) geführt.

Cashflow — Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte in 2007 hätte eine Minderung des Zinsergebnisses in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. Erhöhung um 0,2 Mio €) hervorgerufen.

Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte in 2007 hätte eine Erhöhung des Zinsergebnisses in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. Verminderung um 0,2 Mio €) hervorgerufen.

Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben. Diese Annahme gilt analog für 2006.

c) Kontrahentenrisiko
Ein Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht, soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken und damit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Ferner werden interne Abwicklungsrisiken durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert.

2. Liquiditätsrisiken
Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine umfassende kurz- und langfristige Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien begegnet. Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften erfolgt durch Eigenkapital, Teilnahme an Cash-Pooling-Vereinbarungen oder Darlehen von Banken und Konzernunternehmen, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Zur Deckung des konzernzentralen Finanzbedarfs werden verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Hierzu zählen neben Tages- und Termingeldern, Commercial Paper und Anleihen auch bilaterale und syndizierte Kredite. Bei Ereignissen, die zu einem unerwarteten Liquiditätsbedarf führen, kann die Continental AG sowohl auf vorhandene Liquidität als auch auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen.

3. Ausfallrisiken
Das Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen oder aus finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von pauschalen Wertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erstklassiger Bonität angenommen werden bzw. eine ausreichende Sicherung hinterlegt wird. Hierzu verweisen wir auf Anhang Nr. 18.

Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten
Der Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum jeweiligen Marktwert. Der Marktwert wird anhand des beizulegenden Zeitwerts durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt.

Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprachen, wurden als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten“ (at fair value through profit and loss) eingestuft.

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
Marktwerte Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Cashflow-Hedges (effektiv) 8,0 −0,1 1,7 0,2
         
Fair-Value-Hedges        
Zinssatzoptionen 0,2
         
Sonstige Geschäfte        
Zins-Währungsswaps 4,8 1,3
Zinsswaps 0,3 −0,7
Devisentermingeschäfte 14,5 −5,8 30,7 0,4
Summe der Marktwerte 27,8 −6,6 33,7 0,6
– davon langfristig 9,0 −0,7 20,3 0,2
– davon kurzfristig 18,7 −5,9 10,9 0,4
– davon in flüssige Mittel 0,1 2,5
         
Nominalwerte        
Cashflow-Hedges   82,9   84,4
Zinssatzoptionen   10,0   0,0
Zins-Währungsswaps   121,4   30,0
Zinsswaps   10,0    
Devisentermingeschäfte   1.336,1   1.309,8
    1.560,4   1.424,2

Die derivativen Finanzinstrumente ohne eindeutige Sicherungszusammenhänge wurden als „zu Handelszwecken gehalten“ (held for trading) kategorisiert.

Bei eindeutigen Sicherungszusammenhängen wird von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht. Beim Vorliegen eines Cashflow-Hedge werden Marktwertänderungen der Derivate bis zur Erfolgswirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral als übrige Eigenkapitalveränderungen gebucht. Die Laufzeiten und Konditionen der Zins- und Währungsderivate entsprechen denen der Grundgeschäfte.

Die Continental AG hat jeweils einen Zins- und einen Zins-Währungsswap als Cashflow-Hedge klassifiziert. Die Cashflow-Hedges beziehen sich auf die MTN-Privatplatzierung über 19,0 Mio US-Dollar und die DIP-Privatplatzierung über 70,0 Mio €. In diesem Zusammenhang ist 2007 aus der Marktbewertung dieser Finanzinstrumente ein kumulierter Aufwand in Höhe von 1,5 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet worden.

Der wesentliche Teil der langfristigen derivativen Finanzinstrumente ist in 2009 fällig und aus den derivativen Finanzinstrumenten resultieren zukünftige Zahlungsströme insbesondere in den Währungen Euro, US-Dollar, Tschechische Krone und Britisches Pfund.

Die kumulierten übrigen Eigenkapitalveränderungen der derivativen Finanzinstrumente stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Mio € 01.01.2007 Zuführung Auflösung FX1 31.12.2007
Marktwert −0,8 −0,7 0,1 −0,1 −1,5
Latente Steuern 0,3 0,2 0,0 0,0 0,5
Kumulierte übrige Eigenkapitalveränderungen −0,5 −0,5 0,1 −0,1 −1,0

Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe von regelmäßig durchgeführten Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die sogenannte „Dollar-Offset-Methode“ zur Anwendung. Hierbei wird die Fair-Value- bzw. Cashflow-Änderung des gesicherten Grundgeschäfts zu der Fair-Value- bzw. Cashflow-Änderung des Sicherungsgeschäfts ins Verhältnis gesetzt. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hocheffektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann.

Im Berichtsjahr wurden gemäß IAS 39 keine Beträge aus dem Eigenkapital in das Periodenergebnis umgebucht, da aus der Absicherung einer erwarteten Transaktion kein Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit resultierte.

Im Konzern bestehen keine separat zu bilanzierenden eingebetteten Derivate, wie zum Beispiel vertragliche Zahlungsvereinbarungen in nicht handelsüblichen Währungen.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.