Erläuterungen zur Konzernbilanz

23. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind insgesamt in folgenden Bilanzpositionen ausgewiesen:

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds) 405,3 326,9
Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen 191,8 178,8
Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen 91,5 19,9
Pensionsverpflichtungen 688,6 525,6
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)
77,5 43,0

Pensionspläne
Der Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- und beitragsorientierten Plänen innerhalb von allgemeinen Rahmenplänen sowie Einzelzusagen. Die Rückstellungen decken die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen, die insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Irland bestehen.

Für die wesentlichen Pensionspläne bestehen ausgelagerte Pensionsfonds, die zur kompletten bzw. teilweisen Finanzierung der Pensionsverpflichtungen dienen. Das Fondsvermögen darf ausschließlich für die Abwicklung der Pensionsverpflichtungen verwendet werden. Die wesentlichen Fonds bestehen in Deutschland durch die 2006 erfolgte Erstdotierung eines Treuhandfonds im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA), den USA und Großbritannien. Durch die Akquisition der Siemens VDO sind wesentliche Pensionsfonds in den Ländern Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien und der Schweiz hinzugekommen. Im Rahmen der Integration der Siemens VDO wurde das von Siemens aufgelegte Trust Arrangement für deutsche Pensionsberechtigte an die rechtliche Konstruktion des CTA der Continental-Gruppe angepasst. Das Vermögen dieser Pensionsfonds wird mit den dazugehörigen Pensionsrückstellungen saldiert dargestellt.

Die Aktivwerte der Pensionsfonds beinhalten zudem insbesondere in Deutschland abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen. Des Weiteren sind in Deutschland bestehende Pensionskassen aufgrund bestimmter Haftungsrisiken gemäß IFRIC D 9 in der Überleitung der Pensionspläne enthalten.

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds) 405,3 326,9
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)
77,5 43,0
Nettobilanzbetrag 327,8 283,9

Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 78,4 Mio € erhöht. Der aktive Saldo aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds erhöhte sich um 34,5 Mio €. Beide Effekte wurden maßgeblich durch den Erwerb der Siemens VDO beeinflusst.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Aufteilung der Pensionsverpflichtungen nach Deutschland, den USA und Kanada, Großbritannien und übrigen Ländern sowie die Gesamtwerte für den Continental-Konzern. (In den folgenden Tabellen werden die USA mit Kanada wie folgt abgekürzt: USA/C)

Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

Mio € 2007 2006
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA UK Übrige Gesamt
Veränderungen des Anwartschafts-
barwerts
                   
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 1.496,0 666,7 171,8 84,3 2.418,8 1.534,6 714,2 159,0 82,1 2.489,9
Währungskurs-
differenzen
−63,6 −15,8 −0,5 −79,9 −74,5 3,6 −0,8 −71,7
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 34,4 2,5 4,3 4,4 45,6 28,9 4,0 4,0 3,7 40,6
Aufzinsung der erwarteten Pensions-
verpflichtungen
63,8 37,4 8,7 4,3 114,2 59,6 39,2 7,9 3,7 110,4
Unverfallbare, rückwirkende Planänderungen 0,0 0,0 4,6 0,2 4,8
Verfallbare, rückwirkende Planänderungen 0,0 0,0 0,0
Versicherungs-
mathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Annahmeänderungen
−180,9 −17,6 −15,1 −12,6 −226,2 −57,1 0,8 −5,8 0,3 −61,8
Versicherungs-
mathematische Verluste/Gewinne aufgrund abweichender Ereignisse
3,4 7,4 −1,1 0,4 10,1 7,8 17,4 5,8 −0,5 30,5
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen und -abgeltungen −0,1 8,0 −0,3 7,6 −0,8 19,5 −0,8 17,9
Veränderungen im Konsolidierungskreis 302,4 293,5 50,8 83,4 730,1 0,0 −15,8 3,7 −12,1
Einzahlungen durch die Arbeitnehmer 1,5 0,3 1,8 0,0 1,5 0,3 1,8
Übrige Veränderungen −1,1 1,1 −0,4 −0,1 −0,5 3,9 0,1 4,0
Pensionszahlungen −76,8 −43,4 −5,3 −7,1 −132,6 −77,0 −46,6 −4,3 −7,6 −135,5
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 1.641,1 892,0 199,4 156,5 2.889,0 1.496,0 666,7 171,8 84,3 2.418,8
Veränderungen des Fondsvermögens                    
Fondsvermögen zum Zeitwert am 01.01. 1.087,3 643,7 150,8 25,3 1.907,1 463,9 708,7 130,6 23,5 1.326,7
Währungskursdifferenzen −64,2 −16,0 0,1 −80,1 −73,0 3,1 −0,5 −70,4
Veränderungen im Konsolidierungskreis 276,5 277,5 69,5 66,5 690,0 1,3 −17,1 −15,8
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 49,8 50,0 10,4 1,9 112,1 25,7 50,9 9,0 1,5 87,1
Versicherungs-
mathematische Verluste/Gewinne aus dem Fondsvermögen
−29,0 −0,9 1,4 −0,4 −28,9 −7,9 20,6 5,5 0,2 18,4
Einzahlungen durch die Arbeitgeber 1,0 20,1 6,0 3,3 30,4 631,7 0,2 4,3 2,5 638,7
Einzahlungen durch die Arbeitnehmer 1,5 0,3 1,8 1,5 0,2 1,7
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen und -abgeltungen −0,4 −0,4 −0,1 −0,1
Übrige Veränderungen 0,0 −0,3 −0,9 −1,2 1,1 −0,1 1,0
Pensionszahlungen −28,4 −43,4 −5,3 −2,1 −79,2 −27,4 −46,6 −4,3 −1,9 −80,2
Fondsvermögen zum Zeitwert am 31.12. 1.357,2 882,8 218,0 93,6 2.551,6 1.087,3 643,7 150,8 25,3 1.907,1

Der Anwartschaftsbarwert zum 31.12.2007 bezieht sich mit 2.848,2 Mio € (Vj. 2.375,9 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert sind, und mit 40,8 Mio € (Vj. 42,9 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind.

Die Pensionspläne in der Schweiz und in den Niederlanden, die mit der Siemens VDO erworben wurden, werden in der bisherigen Form nicht weitergeführt. Die Verpflichtungen werden an einen externen Finanzdienstleister ausgelagert.

Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der CTAs in Höhe von 925,2 Mio € (Vj. 637,7 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 348,7 Mio € (Vj. 365,8 Mio €) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 83,3 Mio € (Vj. 83,8 Mio €). Die versicherungsmathematischen Verluste und Gewinne des Fondsvermögens in Deutschland resultieren aus den Pensionskassen mit -7,0 Mio € (Vj. -8,3 Mio €), der CTAs mit -22,0 Mio € (Vj. 0,2 Mio €) und den Rückdeckungsversicherungen mit 0,0 Mio €, (Vj. 0,2 Mio €).

Die Continental AG führt in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2007 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht der Continental AG besteht demnach nicht. Das gebundene Fondsvermögen wies zum 31. Dezember 2007 einen Zeitwert von 348,7 Mio € auf. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, wonach es sich gemäß IFRIC D 9 um einen Defined-Benefit-Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt.

In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt:

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA UK Übrige Gesamt
Finanzierungsstatus1 −283,9 −9,2 18,6 −62,9 −337,4 −408,7 −23,0 −21,0 −59,0 −511,7
Noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Verluste/Gewinne −8,3 44,7 −4,9 1,3 32,8 142,7 60,9 12,5 11,4 227,5
Noch nicht berücksichtigte Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen 0,2 0,0 0,2 0,3 0,0 0,3
Auswirkungen der Begrenzung des Vermögenswertes −5,1 −18,4 −23,5
Umbuchungen in ”zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten” 0,1 0,1
Bilanzbetrag −292,1 30,6 −4,7 −61,6 −327,8 −266,0 38,2 −8,5 −47,6 −283,9
Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzposten enthalten:                    
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 8,2 64,6 2,2 2,5 77,5 41,5 0,9 0,6 43,0
Pensionsrückstellungen −300,3 −34,0 −6,9 −64,1 −405,3 −266,0 −3,3 −9,4 −48,2 −326,9
Bilanzbetrag −292,1 30,6 −4,7 −61,6 −327,8 −266,0 38,2 −8,5 −47,6 −283,9

Der Pensionsplan der Siemens VDO Automotive Ltd., Großbritannien, weist zum Ende des Geschäftsjahres ein Planvermögen aus, das höher als der Anwartschaftsbarwert ist. Der Ansatz eines solchen Aktivpostens ist beschränkt auf den Barwert des Nutzens, den der Konzern daraus ziehen kann (Asset Ceiling). Zum 30. November wie 31. Dezember 2007 entspricht dieser Barwert 0,0 €.

Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen – insbesondere für die Abzinsungsfaktoren, die langfristigen Entgeltsteigerungsraten sowie die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens – werden länderspezifisch festgelegt.

In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Faktoren verwendet:

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 31.12. 2007 2006
in % D1 USA/C UK Übrige D1 USA UK Übrige
                 
Abzinsungsfaktor 5,60 5,73 5,90 6,05 4,40 5,75 5,00 4,82
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 4,84 7,71 7,11 5,99 4,94 8,00 6,72 6,19
Langfristige Entgeltsteigerungsraten 3,00 3,43 3,75 3,49 3,00 3,50 3,50 3,50

Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2007 2006
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA UK Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 34,4 2,5 4,3 4,4 45,6 28,9 4,0 4,0 3,9 40,6
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 63,8 37,4 8,7 4,3 114,2 59,6 39,2 7,9 3,8 110,4
Erwartete Erträge des Fondsvermögens −49,8 −50,0 −10,4 −1,9 −112,1 −25,7 −50,9 −9,0 −1,5 −87,1
Tilgung von versicherungs-
mathematischen Verlusten/Gewinnen
2,4 1,3 −0,4 3,3 5,5 0,7 0,4 0,7 7,3
Tilgung von Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Plananpassungen 0,0 0,1 0,0 0,1 0,5 0,2 0,7
Plankürzungen und -abgeltungen 0,0 8,0 0,0 8,0 −0,7 30,2 −0,7 28,8
Übrige Pensionsaufwendungen −6,1 0,1 −6,0 12,1 12,1
Netto-Pensionsaufwendungen 50,8 −6,8 2,6 6,5 53,1 67,6 35,8 3,3 6,4 113,1

Die Plankürzungen und -abgeltungen des laufenden Jahres resultieren insbesondere aus Aufwendungen aus der Schließung des Standortes Chatham in Kanada zum 1. Juli 2008. In 2006 betrafen die Plankürzungen und -abgeltungen insbesondere Aufwendungen aus der Gewährung zusätzlicher Pensionsansprüche im Rahmen der Stilllegung der Reifenproduktion an den Standorten Charlotte, USA, und Mayfield, USA.

Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt:

Mio € 31.12.2007 31.12.2006
  D1 USA/C UK Übrige D1 USA UK Übrige
1% Erhöhung                
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen −2,1 1,5 −1,2 −0,4 0,5 −1,6 −0,9 −0,1
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −142,1 −89,4 −33,7 −13,6 −137,2 −68,8 −30,0 −8,3
1% Verminderung                
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 1,9 −2,7 1,5 0,9 −1,4 2,1 1,0 1,0
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 177,0 106,3 43,9 26,8 170,1 85,8 38,6 14,0

Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffektes) nicht linear auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen (DBO „Defined Benefit Obligation“) aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der DBO abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich. Entstehender zusätzlicher Dienstzeit- und Zinsaufwand wird mit einem negativen Vorzeichen dargestellt.

Pensionsfonds
Die Struktur des Konzern-Planvermögens basiert auf einer Asset-Liability-Managementstudie, in welche die prognostizierten Pensionsverpflichtungen und entsprechenden Planvermögen eingeflossen sind. Anlageausschüsse überprüfen regelmäßig die Investitionsentscheidungen und die Auswahl der externen Fondsmanager.

Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2007 und 2006 sowie die Ziel-Portfoliostruktur für das Geschäftsjahr 2008 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen:

in % Zielstruktur 2008 2007 2006
Vermögenskategorie D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige D1 USA UK Übrige
Aktien 23 59 65 24 10 57 60 25 12 54 71 34
Festverzinsliche Wertpapiere 77 36 35 38 69 39 35 36 88 35 26 33
Immobilien 4 10 1 4 1 10 5 1 4
Flüssige Mittel und Sonstige 1 28 20 0 4 29 6 2 29
  100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens der einzelnen Vermögenskategorien für die Geschäftsjahre 2007 und 2006 stellt sich wie folgt dar:

in % 2007 2006
Vermögenskategorie D1 USA/C UK Übrige D1 USA UK Übrige
Aktien 7,10 9,10 8,16 7,45 7,10 9,50 7,50 7,40
Festverzinsliche Wertpapiere 3,98 5,79 5,38 6,42 4,15 6,00 5,00 6,29
Immobilien 6,00 7,25 5,02 6,00 6,50 6,66
Flüssige Mittel und Sonstige 6,00 4,76 4,58 6,00 4,00 5,04
  4,84 7,71 7,11 5,99 4,94 8,00 6,72 6,19

Stichtag für die Bewertung des Fondsvermögens ist jeweils der 31. Dezember.

Pensionsfonds
Einzahlungen durch den Arbeitgeber

Die folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds 2007 und 2006:

Mio € 2007 2006
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA UK Übrige Gesamt
Planmäßige Einzahlungen 1,0 0,0 6,0 3,3 10,3 1,7 0,2 4,3 2,5 8,7
Außerplanmäßige Einzahlungen 20,1 20,1 630,0 630,0

Die erwarteten Einzahlungen in die Pensionsfonds für 2008 betragen:

Mio € 2008 (erwartet)
  D USA UK Übrige Gesamt
Planmäßige Einzahlungen 5,0 3,2 3,3 11,5

Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden fünf Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):

Mio € D USA/C UK Übrige Gesamt
Geleistete Pensionszahlungen          
2006 77,0 46,6 4,3 7,6 135,5
2007 76,8 43,4 5,3 7,1 132,6
Erwartete Pensionszahlungen          
2008 90,6 57,7 4,4 7,2 159,9
2009 102,7 58,1 5,1 4,8 170,7
2010 97,7 59,1 5,5 6,2 168,5
2011 102,9 60,0 6,5 6,6 176,0
2012 102,6 57,2 7,5 7,0 174,3
Summe der Jahre 2013 - 2017 513,9 310,6 49,6 37,0 911,1

Die erwarteten Pensionszahlungen ab 2008 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen sowie kontinuierliche Rentenzahlungen. Bei einem Wahlrecht des Mitarbeiters auf eine einmalige Auszahlung der Rente bzw. auf ratierliche Rentenzahlungen wurde unterstellt, dass die Zahlungen in einem Einmalbetrag geleistet werden. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der erstmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später liegen und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen.

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangen Berichtsperioden lauten wie folgt:

Mio € 2007 2006 2005 2004 2003
Anwartschaftsbarwert 2.889,0 2.418,8 2.489,9 1.814,5 1.616,2
Fondsvermögen 2.551,6 1.907,1 1.326,7 696,8 650,6
Überschuss/Fehlbetrag −337,4 −511,7 −1.163,2 −1.117,7 −965,6
           
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden −216,1 −31,3 215,9 107,8 93,5
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens −28,9 18,4 12,3 2,6 71,5

Andere Versorgungsleistungen
Einige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten.

Mio € 2007 2006
Veränderung des Anwartschaftsbarwerts    
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 188,3 327,3
Währungskursdifferenzen −16,1 −28,3
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 1,7 2,5
Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 10,3 17,7
Versicherungsmathematische Gewinne aufgrund von Annahmeänderungen −6,8 −15,3
Versicherungsmathematische Verluste aufgrund abweichender Ereignisse 14,4 63,1
Unverfallbare, rückwirkende Planänderungen −112,6
Verfallbare, rückwirkende Planänderungen −24,8
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen und -abgeltungen −42,0 −5,1
Veränderungen im Konsolidierungskreis 72,0 −7,2
Übrige Veränderungen 3,7
Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen −16,7 −29,0
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 208,8 188,3
Noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Verluste −36,3 −34,6
Noch nicht berücksichtigte Erträge aus rückwirkenden Planänderungen 19,3 25,1
Bilanzbetrag am 31.12. 191,8 178,8

Die Erhöhung des Anwartschaftsbarwertes resultiert insbesondere aus dem Erwerb der VDO, wird jedoch durch die Plankürzungen in den USA teilweise kompensiert.

Ende 2006 wurde in den USA allen Lohnempfängern im Reifenbereich einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter angekündigt, dass ab Anfang 2007 die Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen weiter reduziert wird. Damit wurden diese Begünstigten auf eine einheitliche Vorsorgedeckung gebracht. Diese Plananpassungen führten in 2006 zu einer Auflösung der bisher gebildeten Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 108,8 Mio €. Gegen die Reduzierung der medizinischen Versorgungsleistungen hatten Betroffene Ende 2006 eine Sammelklage eingereicht. Jetzt steht eine Einigung bevor, nach der -vorbehaltlich der Genehmigung durch das Gericht- das Unternehmen eine einmalige Zahlung in Höhe von insgesamt 43,5 Mio € als Ausgleich zu leisten hat. Die Zahlung soll größtenteils im folgenden Jahr erfolgen, der ausstehende Restbetrag in Höhe von 14,3 Mio € in den nächsten sieben Jahren. Die um Währungskurseffekte bereinigte Rückstellung in Höhe von 43,5 Mio € ist unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen innerhalb der Pensionsverpflichtungen erfasst.

Darüber hinaus werden in 2007 die medizinischen Vorsorgeleistungen für Angestellte einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter begrenzt. Diese Plananpassung führte zu einem Ertrag in Höhe von 42,0 Mio €. Nach rechtlicher Einschätzung bedarf es für diese Anpassung keiner Zustimmung durch die betroffenen Angestellten bzw. Rentner.

Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA. Es wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Faktoren verwendet:

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 31.12. in % 2007 2006
Abzinsungsfaktor 5,78 5,75
Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen im folgenden Jahr 9,72 10,00
Langfristige Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen 4,93 5,00

Die Nettoaufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2007 2006
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 1,7 2,5
Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtung 10,3 17,7
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten 2,4 0,5
Tilgung von unverfallbaren, rückwirkenden Planänderungen −3,5 −112,6
Tilgungsbeträge von verfallbaren Planänderungen −2,9
Plankürzungen und -abgeltungen −42,0 −5,1
Übrige Aufwendungen 3,3
Nettoerträge −27,8 −99,9

Die Erträge aus Plankürzungen und -abgeltungen resultieren aus der Plananpassung aufgrund der Reduzierung der Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen für Angestellte in den USA. Die Tilgungsbeträge von Planänderungen im Vorjahr erfolgten ebenfalls aufgrund der Ankündigung der weiteren Reduzierung der medizinischen Vorsorgeleistungen für Lohnempfänger.

Des Weiteren waren im Vorjahr Erträge von 5,1 Mio € im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der US-Reifenwerke entstanden.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 1 %igen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge und die Lebensversicherungsverpflichtungen:

Mio € 2007 2006
1% Erhöhung    
Auswirkungen auf die Nettoaufwendungen 0,2 4,1
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 2,9 3,3
1% Verminderung    
Auswirkungen auf die Nettoaufwendungen −0,2 −4,6
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −2,5 −7,1

Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Nettoaufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Nettoaufwendungen ausgewirkt:

Mio € 2007 2006
1% Erhöhung    
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 0,4 0,2
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −22,7 −19,8
1% Verminderung    
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen −0,2 −0,4
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 25,2 22,1

Nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie für die in den kommenden fünf Geschäftsjahren erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):

Geleistete Zahlungen für Versorgungsleistungen in Mio €  
2006 29,0
2007 16,7
Erwartete Zahlungen für Versorgungsleistungen  
2008 13,5
2009 13,6
2010 13,7
2011 13,7
2012 13,7
2013 - 2017 68,9

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangen Berichtsperioden lauten wie folgt:

Mio € 2007 2006 2005 2004 2003
Anwartschaftsbarwert 208,8 188,3 327,3 436,3 427,3
Fehlbetrag −208,8 −188,3 −327,3 −436,3 −427,3
           
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden −7,6 47,8 −25,5 27,8 −8,9

Pensionsähnliche Verpflichtungen
Einige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 1,0 Mio € (Vj. 3,2 Mio €) betragen.

Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen ist insbesondere aufgrund der Einigung mit der US-amerikanischen Gewerkschaft auf eine Einmalzahlung in Höhe von 43,5 Mio € angestiegen. Hierfür fielen in 2007 zusätzlich Aufwendungen in Höhe von 49,9 Mio € an. Ferner wurde die Rückstellung durch den Zugang der Siemens VDO erhöht.

Beitragsorientierte Pensionspläne
Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne (Defined Contribution), in die die Continental AG Einzahlungen leistet, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, betrug im Geschäftsjahr 25,3 Mio € (Vj. 28,9 Mio €).

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.