Erläuterungen zur Konzernbilanz

11. Sachanlagen

 

Mio € Grundstücke
und grundstücks-
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Stand zum 01.01.2006          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.627,9 5.812,6 981,0 488,7 8.910,2
Kumulierte Abschreibungen 786,7 4.130,0 719,9 5,8 5.642,4
Buchwerte 841,2 1.682,6 261,1 482,9 3.267,8
davon Finanzierungsleasing 43,0 0,6 1,7 45,3
davon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 12,5 12,5
Nettoentwicklung 2006          
Buchwerte 841,2 1.682,6 261,1 482,9 3.267,8
Währungskursänderungen −6,7 −21,1 −2,3 −10,4 −40,5
Zugänge 83,1 362,0 88,7 236,8 770,6
Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen
109,7 86,9 34,9 23,2 254,7
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,2 1,8 2,0
Umbuchungen in „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ −2,9 −9,0 −0,1 −12,0
Umbuchungen 88,5 218,1 36,8 −343,4 0,0
Abgänge 6,7 25,3 8,0 2,7 42,7
Abschreibungen 62,7 452,1 93,9 0,0 608,7
Wertminderungen 7,6 23,9 1,2 7,4 40,1
Wertaufholungen 0,7 1,2 1,9
Buchwerte 1.036,4 1.819,4 316,0 377,2 3.549,0
Stand zum 31.12.2006          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.835,7 6.103,3 1.075,8 393,8 9.408,6
Kumulierte Abschreibungen 799,3 4.283,9 759,8 16,6 5.859,6
Buchwerte 1.036,4 1.819,4 316,0 377,2 3.549,0
davon Finanzierungsleasing 39,4 1,3 1,3 42,0
davon als Finanzinvestitionen gehaltene
Immobilien
17,9 17,9
Nettoentwicklung 2007          
Buchwerte 1.036,4 1.819,4 316,0 377,2 3.549,0
Währungskursänderungen −20,1 −25,0 −2,3 −7,4 −54,8
Zugänge 39,1 340,3 89,4 372,7 841,5
Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen
649,5 1.359,2 190,7 251,1 2.450,5
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
Umbuchungen in „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ −12,0 −12,8 −2,0 −7,3 −34,1
Umbuchungen 36,5 253,7 9,1 −299,3 0,0
Abgänge 26,0 9,3 1,2 8,0 44,5
Abschreibungen 67,1 508,5 107,7 683,3
Wertminderungen 3,7 18,5 0,5 4,2 26,9
Wertaufholungen 0,7 0,7
Buchwerte 1.633,3 3.198,5 491,5 674,8 5.998,1
Stand zum 31.12.2007          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2.427,6 7.701,6 1.301,2 681,8 12.112,2
Kumulierte Abschreibungen 794,3 4.503,1 809,7 7,0 6.114,1
Buchwerte 1.633,3 3.198,5 491,5 674,8 5.998,1
davon Finanzierungsleasing 49,0 46,4 1,5 96,9
davon als Finanzinvestitionen gehaltene
Immobilien
29,5 29,5

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Siemens VDO (2.299,2 Mio €), dem Erwerb der Thermopol-Gruppe (5,9 Mio €), der AP Italia (22,4 Mio €) und der Erstkonsolidierung von Matador (122,9 Mio €).

Die Division Chassis & Safety hat in die Erweiterung von Produktionskapazitäten für Brems- und Sicherheitssysteme in Amerika und Europa investiert. In der Division Powertrain wurde die Fertigungskapazität für Getriebesteuergeräte weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr hat die Division Interior insbesondere in den Aufbau von zusätzlichen Fertigungskapazitäten für Telematikprodukte in den USA investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen in der Division Pkw-Reifen lag in den fortgesetzten Kapazitätserweiterungen in den europäischen Niedrigkostenstandorten Portugal, Rumänien und Tschechien. Die Investitionen im Bereich der Division Nfz-Reifen erfolgten zum Aufbau der Fertigungskapazitäten in Mt. Vernon, USA, und in Puchov, Slowakei. ContiTech hat den Schwerpunkt der Investitionen in den Ausbau der Standorte in Rumänien, Ungarn und Mexiko gelegt.

Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf Anhang Nr. 6.

Direkt von Anschaffungskosten abgesetzt wurden 10,0 Mio € (Vj. 13,1 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen.

Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Sachanlagen und kleinere zu veräußernde Aktivitäten.

Die Sachanlagen enthalten gemietete Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungsgebäude und Fertigungsanlagen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 20 Jahren für Gebäude und von fünf Jahren für technische Anlagen. Ihnen liegen Zinssätze zwischen 5,5 bzw. 8,6 % zugrunde. In den Verträgen sind im Wesentlichen keine Verlängerungs- noch Kaufoptionen vereinbart.

Die Grundstücke und Gebäude des Konzerns, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Mio € 2007 2006
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 01.01. 27,8 19,0
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01. 9,9 6,5
     
Nettoentwicklung    
Buchwerte zum 01.01. 17,9 12,5
Währungskursänderungen 0,0 0,0
Konsolidierungskreisänderungen 17,4
Zugänge 0,4 6,5
Abgänge 5,5 0,2
Abschreibungen 0,7 0,9
Buchwerte zum 31.12. 29,5 17,9
     
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 39,7 27,8
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 10,2 9,9

Die Marktwerte – nach dem Ertragswertverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten – der als Finanzinvestitionen gehaltenen Grundstücke und Gebäude betrugen zum 31. Dezember 2007 33,9 Mio € (Vj. 23,6 Mio €). Die Mieterträge im Jahr 2007 beliefen sich auf 3,7 Mio € (Vj. 4,4 Mio €), während die zuzurechnenden Instandhaltungskosten 2,7 Mio € (Vj. 3,1 Mio €) betrugen.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.