Erläuterungen zur Konzernbilanz
18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.059,1 | 2.427,4 |
| Wertberichtigungen | −115,5 | −87,1 |
| 3.943,6 | 2.340,3 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren Marktwerten.
Der Konzern hat den Einzelwertberichtigungen sowie den Wertberichtigungen auf Portfoliobasis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Geschäftsjahres 2007 einen Betrag in Höhe von 19,7 Mio € (Vj. 21,2 Mio €) zugeführt. Im gleichen Zeitraum kam es zu einer Inanspruchnahme von in Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen in Höhe von 20,7 Mio € (Vj. 21,3 Mio €) sowie zu einer Auflösung von 4,8 Mio € (Vj. 11,7 Mio €). Der Saldo aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Aufwendungen erfasst. Die Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen betrugen 37,1 Mio € (Vj. 4,7 Mio €), im Wesentlichen aus dem Erwerb der Siemens VDO. Ferner wurden 0,1 Mio € in „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ umgebucht. Die Währungsumrechungseffekte betrugen im Geschäftsjahr 2007 -2,6 Mio € (Vj. 3,8 Mio €).
Innerhalb der Forderungen sind zum 31. Dezember 2007 erstmalig Beträge in Höhe von 35,4 Mio € aus „Percentage- of-Completion" enthalten, die ausschließlich auf Änderungen im Konsolidierungskreis durch die Akquisition der Siemens VDO zurückzuführen sind. Im Berichtszeitraum wurden keine diesbezüglichen Anzahlungen von Kunden erhalten. Die kumulierten Kosten und Gewinne der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen in 2007 -1,6 Mio € (Vj. keine) und sind im Zeitraum seit der Erstkonsolidierung der Siemens VDO angefallen.
Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Kundenbeziehungen werden in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Dabei wird bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten zwischen Einzelwertberichtigung und Portfoliowertberichtigung differenziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Einzelwertberichtigungen zu bilden sind, werden bei der Ermittlung der Portfoliowertberichtigung nicht berücksichtigt.
Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst im Wesentlichen Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen.
Das im Juli 2004 durch die West LB arrangierte Forderungsverkaufsprogramm mit einem Volumen von 350,0 Mio € können die Continental AG, Hannover, Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt am Main, und Conti Temic microelectronic GmbH, Nürnberg, in Anspruch nehmen. Das Programm hat eine Laufzeit bis Juli 2009 und wurde zum Bilanzstichtag von allen teilnehmenden Gesellschaften genutzt.
Zum 31. Dezember 2007 haben die betreffenden Gesellschaften 221,4 Mio € Forderungen im Rahmen dieses Programms verkauft (Vj. 22,8 Mio €). Sämtliche verkauften Forderungen werden weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt, da die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, nicht vollständig übertragen wurden. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die mit den verkauften Forderungen im Zusammenhang stehenden Verbindlichkeiten betragen 279,2 Mio € (Vj. 22,8 Mio €). Die Verbindlichkeiten sind im Unterschied zu dem Bestand der verkauften Forderungen nicht um die zum Stichtag bereits beglichenen Forderungen reduziert; insgesamt waren 127,9 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) Zahlungseingänge zu verzeichnen.
Im Mai 2006 wurde ein Forderungsverkaufsprogramm über 250,0 Mio US-Dollar auf revolvierender Basis mit der Wachovia Capital Markets, LLC, als Arrangeur und Administrator des Programms abgeschlossen, wonach Continental Tire North America, Inc., und Continental Teves, Inc., USA, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Zweckgesellschaft der Wachovia verkaufen können. Das Programm hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wurde zum 31. Dezember 2007 nicht in Anspruch genommen.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mio € (Vorjahr 0,4 Mio €) die Vertragskonditionen neu verhandelt, da sonst eine Überfälligkeit entstanden wäre. Im Wesentlichen wurde eine Verlängerung des Zahlungsziels vorgenommen.
Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zu den Abschlussstichtagen in folgende Laufzeitbänder:
| Mio € | davon: | davon: in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
| 31.12.2007 | Buchwert1 | noch nicht fällig | 15 Tage |
Tage |
Tage |
Tage |
Tage |
120 Tage |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.019,9 | 3.465,5 | 231,1 | 116,7 | 93,7 | 37,7 | 22,9 | 52,3 |
| 31.12.2006 | ||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.370,3 | 2.129,3 | 84,5 | 78,4 | 30,5 | 16,9 | 11,9 | 18,8 |
| 1) Die Differenz zur vorherigen Tabelle in Höhe von 39,2 Mio € in 2007 (Vj. 57,1 Mio €) resultiert aus den einzelwertberichtigten Forderungen. | ||||||||
