Brief des Vorstandsvorsitzenden

 

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

2007 war für Continental ein ganz besonderes Jahr. Im Dezember haben wir mit dem Kauf der Siemens VDO Automotive AG die bisher größte Akquisition in unserer 136-jährigen Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Ihre Continental nimmt jetzt weltweit Position 5 in der Automobilzulieferindustrie ein. Nach den Zukäufen von Teves im Jahr 1998, Temic im Jahr 2001, Phoenix im Jahr 2004 sowie dem Automobilelektronik-Geschäft von Motorola im Jahr 2006, haben wir einen weiteren bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg zu einem integrierten Systemanbieter gesetzt. Aus zwei traditionsreichen und hoch leistungsfähigen Unternehmen – Continental und Siemens VDO – entsteht ein Automobilzulieferer der Spitzenklasse. Unser Ziel ist es, den Hauptteil der Integration noch 2008 abzuschließen.

Unter dem Motto „winning the future – together“ bauen wir auf eine partnerschaftliche Integration, die Flexibilität, Kreativität und eine enorme Leistungsbereitschaft von allen Seiten voraussetzt. Wir sind sicher, dass wir dieses Projekt mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Erfolg führen werden. Bestärkt haben uns in dieser Einschätzung die positiven Erfahrungen während der ersten Monate seit der Akquisition. Für ihren tatkräftigen Einsatz, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihren Mut zur Veränderung gilt unseren Beschäftigten mein herzlicher Dank.

Der Kaufpreis für Siemens VDO in Höhe von 11,3 Mrd € – der Steuervorteile von rund 1 Mrd € beinhaltet – ist eine große, aber angesichts der so eröffneten ausgezeichneten Zukunftsperspektiven angemessene Summe. Die problemlose Finanzierung in einem deutlich schwieriger gewordenen Marktumfeld betrachten wir als eine Bestätigung für unsere grundsolide Aufstellung. Gleichzeitig sind wir stolz darauf, dass wir inzwischen drei renommierte Auszeichnungen für die am besten umgesetzte Finanzierung des Jahres erhalten haben.

Warum sind wir davon überzeugt, dass die Akquisition der richtige Schritt zur richtigen Zeit zu einem angemessenen Preis ist? Die Antwort ist ebenso einfach wie vielschichtig: Continental und Siemens VDO ergänzen sich perfekt. Gemeinsam werden wir in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Information im und um das Automobil neue Impulse setzen. Hier einige wesentliche Aspekte:

Sicherheit:
Das kombinierte Know-how von Fahrerassistenzsystemen mit Umfeldsensorik, Telematik, Innovationen im Bereich Mensch-Maschine-Schnittstelle und elektronischen Bremssystemen wird die Integration von passiven und aktiven Sicherheitssystemen weiter vorantreiben. Mit innovativen Systemen werden wir im Bereich Verkehrsmanagement und Unfallvermeidung neue Maßstäbe setzen.

Umwelt:
Durch unsere Spitzenposition bei Antriebssystemen zum Beispiel in der Hybridtechnologie, in der Reifentechnologie und im Motor- und Getriebemanagement leisten wir einen erheblichen Beitrag zur weltweit geforderten Reduktion der CO2-Emissionen.

Information:
Als weltweit führender Hersteller von Telematiksystemen und mit unserer Kompetenz bei Informationsund Unterhaltungssystemen sowie der Cockpit- Instrumentierung schaffen wir neue Möglichkeiten des Informationsmanagements.

Entlang dieser großen Aufgabenfelder – den Megatrends der Automobilbranche – haben wir neben den drei „klassischen“ Divisionen Pkw-Reifen, Nfz-Reifen und Conti- Tech drei neue Divisionen gebildet: Chassis & Safety (Schwerpunkt Sicherheit), Powertrain (Schwerpunkt umweltfreundliche Antriebe) und Interior (Schwerpunkt Informationstechnologien). Die Struktur der neuen Divisionen und Geschäftsbereiche folgt unseren Prinzipien der dezentralen, marktorientierten Organisation mit Fokus auf umfassende Kundenorientierung, konsequentes Kostenmanagement und Innovationen.

Die Reifen-Divisionen und ContiTech zählen nach wie vor zum Kerngeschäft der Continental. Sie ergänzen mit ihrem Know-how entscheidend unser Produktportfolio, beispielsweise in den Bereichen Sicherheit und Umwelt. Außerdem generieren sie einen hohen Cashflow und tragen durch das Ersatzgeschäft und die Aktivitäten in anderen Industrien wie im Maschinen- und Apparatebau, der Schienenverkehrs-, Druck- und Bergbauindustrie entscheidend dazu bei, dass wir uns auch in Zukunft eine gewisse Unabhängigkeit von der Automobilkonjunktur bewahren können. Es bleibt unser Ziel, mittel- bis langfristig rund 40 % unseres Umsatzes außerhalb der Automobilindustrie zu erwirtschaften.

Auch für unsere neuen Divisionen gilt die Maßgabe, mindestens 10 % Umsatzrendite zu erreichen. Dass wir das schaffen können, zeigen die Erfahrungen der erfolgreichen Integrationen in den vergangenen Jahren.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, dass es Ziel der Akquisition der Siemens VDO ist, profitables Wachstum zu generieren. Beide Unternehmen passen hervorragend zusammen – sowohl hinsichtlich ihrer Produkte und Kundenstruktur als auch im Hinblick auf die regionale Aufstellung. Auch wenn Siemens VDO die bisherige Continental in den weit überwiegenden Teilen perfekt ergänzt, gibt es einige Überschneidungen. Für die unerlässlichen Restrukturierungsmaßnahmen werden wir gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lösungen suchen und diese zügig in die Tat umsetzen.

Restrukturierungen sind jedoch nur ein Teil des Beitrags, unsere Renditeziele bis 2010 zu erreichen. Hinzu kommen Synergien, unter anderem durch die Zusammenlegung von Produktionsstandorten. Auch im Bereich Einkauf und Verwaltung sehen wir Verbesserungspotenzial. Nicht zu vergessen ist das weite Feld der Forschung und Entwicklung. Hier geht es nicht darum, Personal abzubauen. Im Gegenteil, wir brauchen jeden einzelnen Ingenieur. Wir konzentrieren uns vielmehr auf die Schaffung einheitlicher Technologie-Plattformen. So haben wir die Chance, Kräfte zu bündeln und damit unsere Innovationskraft maßgeblich zu erhöhen. Wir können mehr Kundenprojekte als bisher mit eigenen Ressourcen angehen und müssen eindeutig weniger Entwicklungsarbeit extern zukaufen.

Die Elektromotorensparte haben wir Ende 2007 an die Brose-Unternehmensgruppe verkauft, da dieses Geschäft bei Continental nicht zum Kerngeschäft zählt, und wir für den Bereich bei Brose bessere Entwicklungschancen und Perspektiven sehen.

Nun zu unseren wesentlichen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres: Den Konzernumsatz pro forma, das heißt verglichen mit Continental nach alter Struktur bzw. vor der Akquisition der Siemens VDO, konnten wir um 7,2 % auf 16,0 Mrd € steigern. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen haben alle vier Divisionen besser abgeschnitten als im Vorjahr. Beim operativen Konzernergebnis (EBIT) erzielten wir eine Erhöhung um 14,9 % auf 1,8 Mrd € und die EBIT-Marge konnten wir nochmals auf 11,5 % vom Umsatz steigern.

Damit erreichten wir das beste Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte. Der Kurs der Continental-Aktie verbesserte sich im Jahr 2007 dagegen nur um 1 % auf 88,99 €.

Oberste Priorität hat für uns nun der Abbau der Finanzschulden. Deshalb werden wir der Hauptversammlung am 25. April 2008 vorschlagen, eine Dividende auf Vorjahresniveau, also 2,00 € je Aktie, auszuschütten.

Unsere Absatzzahlen konnten wir im Berichtsjahr erneut steigern. Mit rund 107,4 Mio Pkw-Reifen erreichten wir eine Steigerung um 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Den Verkauf von Lkw-Reifen erhöhten wir um 3 % auf 7,2 Mio Stück. Eine Absatzsteigerung um 8 % auf 15,7 Mio Einheiten erzielten wir mit elektronischen Bremssystemen. Bei Luftfedern für Lkw legten wir um 22 % auf 4,0 Mio Einheiten zu.

Ein besonderer Erfolg ist uns im amerikanischen Pkw- Reifengeschäft gelungen. Dort haben wir zum ersten Mal seit langer Zeit operativ schwarze Zahlen geschrieben. Für das laufende Jahr planen wir weiteres profitables Wachstum und gehen davon aus, dass wir uns kontinuierlich verbessern werden. Ziel für die kommenden Jahre ist ein nachhaltiger Ergebnisbeitrag aus Amerika für die Pkw-Reifendivision.

Im Sommer begann der Ausbau unseres nordamerikanischen Lkw-Reifenwerks in Mount Vernon. Mit Abschluss des Projekts Ende 2008 werden wir der steigenden Nachfrage nach unseren Produkten besser gerecht und 90 % unserer in den USA verkauften Lkw-Reifen werden aus US-Produktion stammen. So können wir die bisher teilweise für die Versorgung des US-Markts genutzten Fertigungskapazitäten anderer Werke zur Belieferung der Märkte in Europa und Asien nutzen, gleichzeitig haben wir unser Wechselkursrisiko deutlich reduziert.

Beim Ausbau unserer Marktposition und der Expansion unseres Geschäfts – insbesondere in Asien – sind wir im Berichtsjahr ein großes Stück vorangekommen:

Den ersten Schritt zur Errichtung eines Reifenwerks in China haben wir gemacht. Ende Oktober schlossen wir dafür eine Investitionsvereinbarung ab. Der Baubeginn in Hefei, Hauptstadt der Provinz Anhui, die sich zunehmend als Standort der nationalen und internationalen Automobilindustrie etabliert, ist für Mitte 2008 geplant. Die Produktion im neuen Werk soll Anfang 2010 beginnen.

Zur Belieferung unserer Kunden in China, Japan und Korea geht 2008 eine neue Fertigungsstätte für hydraulische Bremssysteme in Changshu City, 100 Kilometer nordwestlich von Schanghai, in Betrieb.

Anfang 2008 legten wir den Grundstein für unser Entwicklungszentrum in Schanghai. Die neue Asien-Zentrale für die Automotive-Divisionen umfasst einen Bürokomplex für Konstruktion und Testlabors sowie einen Standort für größere Testanlagen und Prüfstände. Im Mai 2009 sollen dort rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen.

In Indien unterzeichneten wir mit der Rico Auto Industries eine Joint-Venture-Vereinbarung zum Bau einer Fabrik für hydraulische Bremssysteme. Der Produktionsstart ist für Ende 2008 geplant.

Unser neues Werk für Automobilelektroniken im indischen Bangalore werden wir im April 2008 in Betrieb nehmen.

In Planung ist der Bau eines neuen Werks in Thailand zur Fertigung von Dieselsystemen. Die Produktion soll 2009 starten.

Ein neues Zentrum, in dem die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Automotive-Bereiche gebündelt werden, eröffneten wir im August 2007 im japanischen Yokohama. So können wir unsere japanischen Kunden schneller als bisher mit Produkten und Systemen bedienen.

Für den Gesamtkonzern wollen wir im Jahr 2015 einen Umsatzanteil von 20 bis 25 % in Asien erreichen, derzeit liegen wir bei rund 8 %.

Zur Stärkung unserer Produktion an Niedrigkostenstandorten und unserer Marktposition in Mittel- und Osteuropa sowie in Russland, der Ukraine und den „Stan-Staaten“ erwarben wir im November 2007 die Mehrheit am Reifen- und Transportbandgeschäft der Matador Rubber Group. Damit rückten wir auf Position 1 der europäischen Pkw-Reifenhersteller.

Zur Erschließung weiteren Wachstums im Markt für Hochtemperatur-Schläuche übernahmen wir Anfang 2007 den englischen Schlauchhersteller Thermopol mit Fabriken in Nordamerika, Rumänien und Korea.

Im Juli 2007 erwarben wir den italienischen Trommelbremsenhersteller Automotive Products Italia (AP), mit dem wir bereits seit zehn Jahren kooperieren. Durch die globale Präsenz von AP werden wir in den etablierten Märkten, aber auch in den Schwellenländern China und Indien wachsen und dort den lokalen Anforderungen entsprechende hochwertige und kostengünstige Bremssysteme anbieten können.

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung unserer internationalen Bekanntheit ist unser Engagement bei der Fußball- Europameisterschaft UEFA EURO 2008™ in Österreich und der Schweiz, auf die wir uns besonders freuen. Bereits im Jahr 2006 nutzten wir das Sponsoring der FIFA WM 2006™ in Deutschland und erhöhten damit unsere internationale Markenbekanntheit deutlich.

2008 ist für uns ein spannendes Jahr. Tausende neuer Kolleginnen und Kollegen werden sich zum ersten Mal kennenlernen und zusammenarbeiten. Die Integration der Siemens VDO ist eine der größten Herausforderungen der bisherigen Unternehmensgeschichte, die wir gemeinsam meistern.

Unser Ziel ist es nicht, der Größte zu sein, unser Ziel ist es, in den Feldern, in denen wir tätig sind, der Beste zu werden.

Ich danke Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit und die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir arbeiten täglich daran, dieses Vertrauen zu rechtfertigen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Unterschrift Manfred Wennemer

Manfred Wennemer
Vorsitzender des Vorstands

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Manfred Wennemer, Vorsitzender des Vorstands

Manfred Wennemer
Vorsitzender des Vorstands

 

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.