Die Continental-Aktie

 

Volatiler Kursverlauf der Continental-Aktie

Notierung der Continental-Aktie

Die Aktie der Continental AG ist an den deutschen Börsen in Frankfurt, Hannover, Hamburg und Stuttgart notiert. In den USA wird sie in Form eines American Depositary Receipts am OTC-Markt (Over-the-Counter) gehandelt, eine Zulassung an einer US-amerikanischen Börse besteht nicht. Die nennwertlose Stückaktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € pro Aktie.

Daten der Continental-Aktie
Aktienart Stückaktie
Wertpapierkennnummer 543900
ISIN Nummer DE0005439004 und DE000A0LR860
Reuters Ticker Symbol CONG
Bloomberg Ticker Symbol CON
Indexzugehörigkeit DAX 30
Prime All Share
Prime Automobile
DJ EURO Stoxx Automobile
Anzahl der ausgegebenen Aktien per 31.12.2007 161.712.083
Daten des American Depositary Receipts
Verhältnis 1:1
ISIN Nummer US2107712000
Reuters Ticker Symbol CTTAY.PK
Bloomberg Ticker Symbol CTTAY
ADR Level Level 1
Handel OTC
Sponsor Deutsche Bank Trust Company Americas

Entwicklung der Aktienmärkte – gesamtwirtschaftliches Umfeld
Im Berichtsjahr zeigten sich die Kapitalmärkte wiederum freundlich. Wie bereits 2006 wiesen die einzelnen regionalen Indizes zum Teil klare Performance-Unterschiede auf. Während der US-amerikanische Leitindex Dow Jones im Jahr 2007 lediglich um 6,4 % stieg und der EURO Stoxx 50 mit einem Rückgang um 0,4 % mehr oder weniger auf Vorjahresniveau verharrte, schloss der Deutsche Aktienindex DAX mit einem Plus von 22 % bei einem Punktestand von 8.067,32.

Die deutschen und europäischen Automobilaktien entwickelten sich deutlich besser als ihre jeweiligen regionalen Blue-Chip-Indizes und legten um 37,9 bzw. 25 % zu. Auf dem US-Aktienmarkt zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Zum Jahresende verbuchte der Dow Jones für USamerikanische Autowerte ein Minus von 7,7 %, während der Leitindex Dow Jones mit einem Plus von 6,4 % schloss.

Kursentwicklung der Continental-Aktie
Im Jahr 2007 verbesserte sich der Kurs der Continental-Aktie um 1 % auf 88,99 €. Die Kursentwicklung war im Jahresverlauf durch eine erhebliche Volatilität gekennzeichnet. Die Veröffentlichung sehr guter Ergebnisse für das erste Quartal 2007 führte am 7. Mai 2007 zur Markierung eines neuen Allzeithochs bei 107,40 €/Aktie. Vor dem Hintergrund des starken Wirtschaftswachstums übersprang der DAX die 8.000-Punktemarke und erreichte am 16. Juli mit 8.105,69 Punkten den höchsten Indexstand seit seinem Bestehen. Im Zuge dieser erfreulichen Marktentwicklung schloss der Kurs der Continental- Aktie, trotz anhaltender Spekulationen um den Kauf der Siemens VDO Automotive AG, am 23. Juli auf einem neuen Hoch bei 109,07 €. Die Bekanntgabe des Erwerbs der Siemens VDO Automotive AG stieß auf positive Resonanz am Kapitalmarkt. Im zweiten Halbjahr trübte sich die Stimmung an den Kapitalmärkten aufgrund der Krise am US-Hypothekenmarkt merklich ein. Im Zuge dessen fiel der Kurs der Continental-Aktie auf den Jahrestiefststand von 84,19 €/Aktie. Die von der US-Notenbank angekündigte Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte bewirkte lediglich eine kurzfristige Markterholung. Trotz des schwierigen Umfelds an den Finanzmärkten konnte die Syndizierung der Kreditlinien zur Finanzierung des Erwerbs der Siemens VDO Automotive AG erfolgreich durchgeführt werden. Gepaart mit der Veröffentlichung guter Ergebnisse für das dritte Quartal erholte sich der Kurs der Continental-Aktie, sodass neue Aktien in Höhe von 10 % des Grundkapitals am Kapitalmarkt für 101,00 €/Aktie platziert werden konnten. Anhaltende Spekulationen über eine bevorstehende Rezession in den USA sowie der durch hohe Verluste aus der Finanzierung von US-Immobilien geschwächte Bankensektor ließen zwar den DAX nahezu unberührt, führten allerdings zu einer deutlichen Kurskorrektur der Automobilaktien, die im Besonderen einige US-Automobilwerte unter ihre Eröffnungskurse von 2007 fallen ließ. Zum Jahresbeginn 2008 setzte sich die negative Kursentwicklung der Aktie, getrieben durch eine massive Sektorrotation und zunehmende Spekulationen über eine bevorstehende Rezession in den USA weiter fort. Mit 63,85 € erreichte die Aktie am 11. Februar einen zweieinhalb Jahrestiefstand.

Die Marktkapitalisierung betrug am 31. Dezember 2007 rund 14,4 Mrd €. Damit rangierte die Continental-Aktie zum Jahresende innerhalb der DAX-Notierungen auf Platz 17 (Vj. 16). Gemessen am Aktienumsatz im XETRA-Handel nahm die Continental-Aktie die Position 15 ein (Vj. 18).

Aktienkursentwicklung

Aktienkursentwicklung

Vorschlag einer konstanten Dividende
2007 erwirtschaftete der Continental-Konzern ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 1.675,8 Mio €. Nach Abzug von Steuern, Zinsen sowie des auf Anteile in Fremdbesitz entfallenden Gewinns beträgt das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis 1.020,6 Mio €. Es ist damit um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 25. April 2008 vorschlagen, eine Dividende in Höhe des Vorjahresniveaus von 2,00 € pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 31,7 % (Vj. 29,8 %).

Gleichzeitig ergab sich eine Aktienrendite (Total Shareholder Return) für das Geschäftsjahr 2007 von 3,3 % (Vj. 18,8 %).

Wandelanleihen
Im Mai 2004 hatte die Finanzierungsgesellschaft Conti-Gummi Finance B.V. eine Wandelanleihe im Volumen von 400 Mio € unter der Garantie der Continental AG emittiert. Im März 2007 haben Anleihegläubiger von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Es wurden Anleihen im Nennwert von 0,8 Mio € in Aktien der Continental AG gewandelt. Daraus ergaben sich 15.794 neue Stückaktien. Die Dividendenerhöhung auf 2,00 €/Aktie für das Geschäftsjahr 2006 führte zu einer Reduzierung des Wandlungspreises, der sich seit dem 25. April 2007 auf 50,047 €/Aktie beläuft.

Kreditsyndizierung: 13,5 Mrd € Kredit
Continental hat im Juli 2007 eine Zusage von zwei Banken über 13,5 Mrd € zur Finanzierung des Erwerbs der Siemens VDO erhalten. Die Syndizierung des Kredits wurde im September und Oktober trotz schwieriger Marktverhältnisse erfolgreich durchgeführt. Insgesamt haben sich 39 Banken an der Finanzierung beteiligt.

Kennzahlen pro Aktie in €
  2007 2006
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 6,79 6,72
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen, verwässert 6,52 6,44
Free Cashflow −70,65* −4,39*
Dividende 2,00** 2,00
Ausschüttungsquote (%) 31,7 29,8
Dividendenrendite (%) 2,2 2,3
Eigenkapital 45,59 32,22
Börsenkurs Jahresende 88,99 88,10
Börsenkurs Jahresdurchschnitt 97,34 84,89
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 14,34 12,63
Höchst 109,07 97,14
Tiefst 84,19 71,57
Durchschnittliches Handelsvolumen (XETRA) 1.699.750 1.122.758
Anzahl der Aktien, durchschnittlich (Mio Stück) 150,4 146,2
Anzahl der Aktien, 31.12. (Mio Stück) 161,7 146,5
Entwicklung der Continental-Aktie und Indizes
  31.12.2007 31.12.2006 Veränderung in %
Continental-Aktie (in €) 88,99 88,10 + 1,0
DAX 30* 8.067,32 6.596,92 + 22,3
Dow Jones Euro Stoxx 50** 3.683,79 3.697,22 − 0,4
Dow Jones Industrial Average** 13.264,82 12.463,15 + 6,4
DAX Prime Automobile* 785,54 569,56 + 37,9
Dow Jones Automobiles & Parts** 354,71 283,89 + 24,9
S&P Automobiles Industry Index** 107,36 116,28 − 7,7

Kapitalerhöhung
Ende Oktober 2007 hat Continental eine Kapitalerhöhung im Volumen von knapp 10 % des satzungsmäßigen Grundkapitals durchgeführt. Die 14,65 Mio neuen Aktien wurden am 30. Oktober 2007 im Rahmen eines Accelerated Bookbuilding (Angebot mit beschleunigtem Preisbildungsverfahren) bei institutionellen Anlegern unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Der dabei erzielte Kurs von101,00 € führte zu einem Erlös von knapp 1,48 Mrd €. Dieser Betrag konnte im Dezember 2007 zur Reduzierung des syndizierten Kredits von ursprünglich 13,5 Mrd € eingesetzt werden.

Investitionen in Continental-Aktien*
Anlagebeginn 01.01.1998 01.01.2002 01.01.2007
Anlagezeitraum in Jahren 10 5 1
Wertzuwachs Depot in € per 31.12.2007 68.530,00 74.090,00 890,00
Durchschnittliche Dividende im Anlagezeitraum 6.506,94 4.770,00 2.000,00
Shareholder Return p.a.** 16,66 44,47 3,28
Durchschnittliche Rendite der Vergleichsindizes in %      
   DAX 30 6,62 22,77 22,29
   DJ Euro Stoxx 50 3,41 8,88 − 0,36

Rating
Der kontinuierliche Dialog mit den führenden Ratingagenturen Moody’s Investors Service (Moody’s) und Standard & Poor’s wurde auch 2007 fortgeführt und im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO Automotive AG intensiviert. Im Rahmen dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit wurden aktuelle Geschäftszahlen den Rating-Agenturen auch im persönlichen Gespräch erläutert. Die führenden Rating-Agenturen haben das Kreditrating der Continental AG nach der Akquisition der Siemens VDO Automotive AG wie folgt geändert:

  Rating neu Ausblick
Standard & Poor’s BBB stabil
Moody’s Baa2 negative outlook
  Rating alt Ausblick
Standard & Poor’s BBB+ stabil
Moody’s Baa1 stabil

Continental hält an ihrem Ziel fest, auch in Zukunft eine Rating-Einstufung innerhalb der durch niedrige Ausfallraten gekennzeichneten höheren Bonitätskategorie – der so bezeichneten Investment-Grade-Kategorie – aus Finanzierungsgesichtspunkten beizubehalten. Das angestrebte Mindestrating liegt bei BBB bzw. Baa2.

Ein niedrigeres Rating außerhalb der Investment-Grade-Kategorie, also unterhalb von BBB- bzw. Baa3, könnte den Zugang zu verschiedenen Finanzierungsinstrumenten erschweren bzw. unmöglich machen und damit zu deutlich schlechteren Finanzierungskonditionen führen. Das aktuelle Rating erlaubt Continental, weiter ihren Handlungsspielraum nutzen zu können, der sich bei einem merklich schlechteren Rating einengen würde.

Umfassende Investor-Relations-Aktivitäten
Unsere Investor-Relations-Arbeit sorgt für einen transparenten und kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt. Während des Berichtszeitraums wurden institutionelle Anleger (Aktionäre und Bondholder), private Aktionäre und Analysten zeitnah und umfassend über das Unternehmen informiert. Das IR-Team führte insgesamt 553 (Vj. 494) Einzel- und Gruppengespräche. Sie wurden häufig durch Präsentationen des Vorstandsvorsitzenden bzw. des Finanzvorstands begleitet. Ein besonderes Highlight war im Mai 2007 eine gemeinsame Veranstaltung mit der Division Automotive Systems im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich, die erstmals ausschließlich Investoren vorbehalten war. Hierbei wurden die strategische Ausrichtung und die wichtigsten Produktneuheiten von Automotive Systems vorgestellt. Die Resonanz war groß: Die anwesenden Aktionäre repräsentierten ca. 20 % des investierten Kapitals. Andere Investoren besuchten außerdem unsere inländischen Fertigungsstätten. Dabei standen unsere Aktivitäten in den Bereichen Hybridantriebe und Telematics im Mittelpunkt des Interesses.

2008 ist geplant, einen Capital Markets Day durchzuführen. Hauptthemen sollen neben der Integration der Siemens VDO Automotive AG in den Continental-Konzern, die drei neu gebildeten Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior sein. Dabei werden insbesondere die neuen Produkte der drei Einheiten im Mittelpunkt stehen.

Die Bedeutung des Internets als Instrument unserer Finanzkommunikation hat weiter zugenommen. Das sorgfältig aufbereitete Informationsangebot auf unserer Homepage wurde im Berichtsjahr intensiv genutzt. Auf den Investor-Relations-Seiten von Continental unter www.continental-corporation.com können alle veröffentlichten Unternehmensdaten, die anstehenden Termine und die Ansprechpartner abgerufen werden. Die Kontaktaufnahme zum Investor-Relations-Team ist jederzeit via Internet unter ir@conti.de möglich.

Die Qualität unserer Investor-Relations-Aktivitäten findet weiterhin allgemeine Anerkennung. So haben wir im Berichtsjahr vom renommierten Magazin Institutional Investor die Auszeichnung „Leading paneuropean quoted company for IR in Autos & Automotive components 2007“ erhalten. Damit wurde das IR-Team von Continental für die aus Investoren-Sicht beste Investor-Relations-Arbeit im europäischen Auto- und Auto-Parts-Sektor geehrt.

Hauptversammlung mit erneut gestiegener Teilnahme
Auf der Hauptversammlung am 24. April 2007 waren rund 47 % des Grundkapitals vertreten. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozentpunkte. Bei der Abstimmung über alle Tagesordnungspunkte folgte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit den Vorschlägen der Verwaltung.

Aktionärsverteilung
Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen haben wir im Laufe des Jahres 2007 mitgeteilte Veränderungen unseres Aktionärskreises nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) bekannt gegeben. Nähere Angaben zu diesen einzelnen Aktionären, die mehr als 3 % der Aktien der Continental AG halten, sowie zu den Veränderungen im Laufe des Jahres 2007 finden Sie im Anhang unter Nr. 38.

Im Rahmen einer Aktionärsidentifikation, die zum Berichtsjahresende durchgeführt wurde, konnten 83,6 % aller Aktien identifiziert werden, die ausschließlich institutionellen Investoren zugeordnet sind. Auf Grundlage dieser Analyse ergibt sich folgende regionale Verteilung unserer Aktien. Ergänzend ist die Verteilung der Investorengespräche unserer Investor-Relations-Arbeit im Rahmen von Konferenzen und Roadshows in der jeweiligen Region für das Gesamtjahr genannt.

  Prozentualer Anteil der Investoren Prozentualer Anteil der Investorengespräche
Nordamerika 33,7 35,2
Großbritannien/Irland 26,6 35,9
Deutschland 12,4 12,7
Europa ohne Deutschland 9,7 14,1
Japan 0,9 2,0
Übrige Länder 0,4 0,2

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.