Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat der Continental AG hat auch im Geschäftsjahr 2007 den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht. In Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat nach Maßgabe von Satzung und gesetzlichen Vorschriften eingebunden. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über Strategie, Entwicklung und wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken berichtet. Neben diesen Berichten haben sich der Aufsichtsrat, das Präsidium und der Prüfungsausschuss in ihren Sitzungen und gesonderten Besprechungen eingehend über die Angelegenheiten des Unternehmens informiert und sie diskutiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Darüber hinaus gab es einen regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch zwischen dem Aufsichtsrats- und dem Vorstandsvorsitzenden.
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Kein Mitglied hat mehr als die Hälfte der Sitzungen versäumt. Das Präsidium tagte im Berichtsjahr achtmal und der Prüfungsausschuss (Audit Committee) fünfmal. Der ständige Ausschuss nach § 27Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht zusammenkommen. Aufgrund einer Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat 2007 einen Nominierungsausschuss gebildet, der nur aus Anteilseignervertretern besteht und die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereiten soll. Er hat noch nicht getagt. Weitere Ausschüsse bestehen nicht.
Wichtigstes Thema des vergangenen Jahres war auch für den Aufsichtsrat der Erwerb der Siemens VDO. In einer außerordentlichen Sitzung am 25. Juli 2007 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Transaktion befasst und ihr zugestimmt. Er unterstützt diesen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Continental. Die Akquisitionen einer Mehrheit an der Matador Rubber Group und der Automotive Products Italia S. r. l. gehörten zu den weiteren Angelegenheiten, die der Aufsichtsrat behandelte und genehmigte. Daneben hat der Aufsichtsrat wie in den vergangenen Jahren wiederholt die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens allgemein und die strategische Planung der Divisionen diskutiert. Auch die Maßnahmen zur vollständigen Integration der ContiTech AG waren Gegenstand unserer Beratungen. Die regelmäßige Berichterstattung über die Pkw-Reifenaktivitäten in Nordamerika hat erfreulicherweise deren positive Entwicklung bestätigt.
Die von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex 2007 verabschiedeten Änderungen des Kodex nahm der Aufsichtsrat erneut zum Anlass, sich mit der Corporate Governance bei Continental zu befassen. Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte dem Corporate-Governance-Bericht (S. 16 ff.). Auch das Thema „Compliance“ haben Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss mit dem Vorstand eingehend beraten. Darüber hinaus wurde wieder die regelmäßige Befragung der Mitglieder zur Effizienz des Aufsichtsrats durchgeführt, die das gute Ergebnis der vorangegangenen Überprüfung bestätigt hat.
Ein Schwerpunkt aller Sitzungen des Aufsichtsratsplenums und des Prüfungsausschusses waren einmal mehr die fortlaufende und detaillierte Unterrichtung über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und definierten Zielen erläutern.
Im Prüfungsausschuss wurden zudem die wesentlichen Risiken, die im Risikomanagementsystem erfasst sind, dargestellt und die dazu vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen beraten. Vor Veröffentlichung der Quartalsberichte hat der Prüfungsausschuss die Ergebniszahlen der jeweiligen Quartale sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr eingehend erörtert und kritisch hinterfragt. In der Sitzung im Dezember 2007 erörterte der Aufsichtsrat die Finanz- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2008 sowie den Langfristplan bis 2012 und genehmigte das Budget für das Jahr 2008.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2007, der Konzernabschluss 2007 und der Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns wurden unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikofrüherkennungssystems von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Der Konzernabschluss 2007 der Continental AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Zum Risikofrüherkennungssystem hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz erforderlichen Maßnahmen getroffen hat und dass das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschaft geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.
Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden am 20. Februar 2008 im Prüfungsausschuss mit Vorstand und Wirtschaftsprüfer erörtert. Außerdem wurden sie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 7. März 2008 ausführlich behandelt. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor diesen Sitzungen verteilt worden, sodass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Bei den Beratungen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses war der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts, des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie auf der Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt.
Im Berichtszeitraum gab es eine personelle Veränderung im Vorstand. Am 24. April 2007 hat der Aufsichtsrat Herrn Thomas Sattelbergers einvernehmlichen Ausscheiden aus dem Vorstand zum 2. Mai 2007 zugestimmt. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat Herrn Heinz-Gerhard Wente zum Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor bestellt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Sattelberger für seinen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen, die mit großem Einsatz unter schwierigen Bedingungen erneut ein hervorragendes Ergebnis für das Unternehmen erarbeitet haben. Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, gilt unser besonderer Dank für das dem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen.
Hannover, im März 2008
Für den Aufsichtsrat
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
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Dr. Hubertus von Grünberg
Vorsitzender
Dr. Hubertus von Grünberg
Vorsitzender des Aufsichtsrats
