Entwicklung der Divisionen

ContiTech

Umsatzanstieg um 6,8 %; - Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,1 %; - Anstieg des bereinigten EBIT um 14,1 %

Umsatzanstieg um 6,8 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,1 %
Die Division ContiTech steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 3.063,9 Mio € (Vj. 2.868,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 7,1 %.

Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko erreichten alle Geschäftsbereiche Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Air Spring Systems und Conveyor Belt Group erzielten die deutlichsten Erhöhungen.

Anstieg des EBITDA um 8,5 %
Das EBITDA der Division ContiTech verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 36,6 Mio € bzw. 8,5 % auf 466,4 Mio € (Vj. 429,8 Mio €). Das EBITDA in % vom Umsatz erreichte 15,2 % (Vj. 15,0 %).

Anstieg des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA um 14,1 %
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA der Division ContiTech verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 45,3 Mio € bzw. 14,1 % auf 366,7 Mio € (Vj. 321,4 Mio €). Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA in % vom Umsatz erreichte 12,0 % (Vj. 11,2 %).

Ergebnisanstieg um 13,9 %; Anstieg des bereinigten EBIT um 14,1 %
Die Division ContiTech steigerte das operative Ergebnis (EBIT) um 13,9 % auf 362,8 Mio € (Vj. 318,6 Mio €) und erreichte eine Umsatzrendite von 11,8 % (Vj. 11,1 %) sowie eine Kapitalrendite (ROCE) von 28,2 % (Vj. 25,9 %). Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte ergibt sich eine Steigerung des bereinigten EBIT um 44,3 Mio € bzw. 14,1 % auf 359,4 Mio € (Vj. 315,1 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 12,0 % (Vj. 11,3 %).

Sondereffekte 2007
Aus der Erstkonsolidierung der Matador-Gruppe ergab sich für die Division ContiTech anteilig ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,2 Mio €.

Unter anderem für Roulunds, Dänemark, entstanden im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in der Division ContiTech in Höhe von 2,9 Mio €.

Aus der Veräußerung des Möbelfolien-Geschäfts des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko entstand ein Ertrag in Höhe von 8,2 Mio €. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,7 Mio € an.

Für das Jahr 2007 beträgt die Entlastung durch Sondereffekte für die Division ContiTech insgesamt 1,8 Mio €.

Sondereffekte 2006
In der Division ContiTech ergaben sich im Jahr 2006 verschiedene kleinere Sondereffekte, wie z. B. Restrukturierung, in Höhe von insgesamt 8,5 Mio €. Gegenläufig wirkte ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 12,9 Mio € aus der Erstkonsolidierung der Roulunds Rubber-Gruppe.

Die Beteiligung an der Sandusky Ltd. wurde im Jahr 2006 aufgrund des Insolvenzantrags der Gesellschaft in Höhe von 3,7 Mio € komplett wertberichtigt.

Für das Jahr 2006 beträgt die Entlastung durch Sondereffekte für die Division ContiTech insgesamt 0,7 Mio €.

Beschaffung
Die weltweit agierende Einkaufsorganisation erreicht Synergien durch Einkaufsrahmenverträge in der Beschaffung für ContiTech, zudem helfen zusätzliche Lieferantenfreigaben.

ContiTech in Mio €
  2007 2006 Veränderung in %
Umsatz 3.063,9 2.868,7 6,8
EBITDA 466,4 429,8 8,5
in % vom Umsatz 15,2 15,0
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA 366,7 321,4 14,1
in % vom Umsatz 12,0 11,2
EBIT 362,8 318,6 13,9
in % vom Umsatz 11,8 11,1
Forschungs- und Entwicklungskosten 56,8 52,4 8,4
Abschreibungen1 103,6 111,2 − 6,8
Operative Aktiva 1.284,5 1.231,9 4,3
EBIT in % von operativen Aktiva 28,2 25,9
Investitionen2 99,8 105,7 − 5,6
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)3 23.871 21.887 9,1
 
Umsatz bereinigt4 2.998,3 2.797,6 7,2
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt5 363,3 317,9 14,3
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt in % vom Umsatz 12,1 11,4
EBIT bereinigt5 359,4 315,1 14,1
EBIT bereinigt in % vom Umsatz 12,0 11,3

Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio € auf 56,8 Mio € (Vj. 52,4 Mio €) und beträgt 1,9 % vom Umsatz (Vj. 1,8 %), im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen in den Geschäftsbereichen Fluid und Air Spring Systems.

Abschreibungen
Die Abschreibungen reduzierten sich gegenüber dem Jahr 2006 um 7,6 Mio € auf 103,6 Mio € (Vj. 111,2 Mio €) und betragen 3,4 % vom Umsatz (Vj. 3,9 %). Darin enthalten waren im Jahr 2007 außerplanmäßige Wertminderungen für Sachanlagen in Höhe von insgesamt 0,3 Mio € (Vj. 6,9 Mio €).

Operative Aktiva
In der Division ContiTech stiegen die operativen Aktiva im Berichtsjahr um 52,6 Mio € auf 1.284,5 Mio € (Vj. 1.231,9 Mio €). Der negative Währungskurseffekt betrug 18,2 Mio €. Auf Veränderungen im Konsolidierungskreis entfällt eine Erhöhung von insgesamt 54,4 Mio €. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Erwerbe der Thermopol- und der Matador-Gruppe.

Die langfristigen Vermögenswerte liegen mit 682,8 Mio € nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 685,9 Mio €). Zur Verringerung der Sachanlagen in Höhe von 14,7 Mio € führten unter anderem Veräußerungen von Grundstücken und Gebäuden sowie negative Währungskurseffekte in Höhe von insgesamt 8,0 Mio €. Aus der erstmaligen Konsolidierung von Thermopol und Matador erhöhten sich die Sachanlagen um insgesamt 14,9 Mio €.

Das Working Capital übertrifft mit 530,3 Mio € das Vorjahresniveau um 33,3 Mio €. Hierbei sind 4,5 Mio € auf Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. Negative Währungskursveränderungen in Höhe von insgesamt 7,3 Mio € wirkten gegenläufig.

Investitionen
Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % auf 99,8 Mio € (Vj. 105,7 Mio €) und erreichte damit 3,3 % (Vj. 3,7 %) vom Umsatz. Investitionsschwerpunkte waren der Ausbau der Standorte in Rumänien, Ungarn, Mexiko und Türkei. Außerdem wurden Rationalisierungsinvestitionen in Deutschland durchgeführt.

Mitarbeiter
Die Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.984 bzw. 9,1 % auf 23.871 Personen (Vj. 21.887). Durch den Erwerb der Matador-Gruppe und Thermopol ergab sich eine Steigerung der Mitarbeiterzahl zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung um 212 Personen bzw. 594 Beschäftigte. Das Volumenwachstum führte insbesondere in Rumänien, Mexiko und Brasilien zu Personalaufbau.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental- Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Nettofinanzschulden. Die Nettofinanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren RoCE als das Verhältnis von EBIT zu operativen Aktiva zum Stichtag.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.