Erläuterungen zur Konzernbilanz

22. Eigenkapital

 

Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien in Stück 2008 2007
Am 01.01. 161.712.083 146.529.127
Veränderung durch Wandlungen und Optionsausübungen 7.293.900 530.044
Barkapitalerhöhung - 14.652.912
Am 31.12. 169.005.983 161.712.083

Das gezeichnete Kapital stieg gegenüber dem Vorjahr durch Ausübung von Wandlungsrechten um 18,5 Mio € (Vj. 0,1 Mio €) sowie durch Ausübung von Bezugsrechten um 0,1 Mio € (Vj. 1,3 Mio €).

Das Grundkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag beträgt somit 432.655.316,48 € (Vj. 413.982.932,48 €) und ist eingeteilt in 169.005.983 (Vj. 161.712.083) auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie.

Dem Unternehmen steht von dem ursprünglich am 24. April 2007 beschlossenen Ermächtigungsbetrag von 187,5 Mio € nach Durchführung einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital im Jahr 2007 derzeit noch ein genehmigtes Kapital in Höhe von 150,0 Mio € zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen bis zum 23. April 2012 zur Verfügung.

Aus dem 1999 beschlossenen Aktienoptionsplan für Vorstände und obere Führungskräfte wurden insgesamt 1.381.840 Bezugsrechte emittiert, die jeweils zum Bezug einer Aktie berechtigen. Die zum 31. Dezember 2007 noch offenen 10.000 Bezugsrechte sind im Geschäftsjahr vollständig ausgeübt worden.

Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2004 den Aktienoptionsplan 2004 für Vorstände und obere Führungskräfte beschlossen. Der Aktienoptionsplan 2004 ermächtigt den Vorstand nach näherer Maßgabe des Plans bis zum 13. Mai 2009 zur Gewährung von insgesamt 3.936.000 Bezugsrechten, die jeweils zum Bezug einer Aktie berechtigen. 2008 wurden keine (Vj. 859.880) Bezugsrechte emittiert, 47.250 Bezugsrechte wurden ausgeübt (Vj. 462.750) und 459.230 sind verfallen (Vj. 116.300).

Der in der Hauptversammlung vom 25. April 2008 beschlossene Aktienoptionsplan 2008 ermächtigt zur Ausgabe von bis zu 7.800.000 Bezugsrechten an Vorstände und obere Führungskräfte bis zum 24. April 2013. In 2008 wurden 1.369.250 Bezugsrechte ausgegeben, hiervon sind 145.750 verfallen.

Im Dezember 2008 wurde den oberen Führungskräften des Konzerns, denen Bezugsrechte aus den Aktienoptionsplänen 2004 oder 2008 eingeräumt wurden, ein Angebot zur Ablösung der erteilten und noch nicht ausgeübten Bezugsrechte unterbreitet. Durch den geringen Free Float der Aktie der Continental AG kann die Aktienkursentwicklung zufälligen Schwankungen unterworfen sein, die nicht die wirtschaftliche Entwicklung von Continental widerspiegeln. Damit verliert der Aktienoptionsplan seine Wirkung als langfristiges, auf den Unternehmenserfolg ausgerichtetes Vergütungsinstrument. Bis zum 31. Dezember 2008 hat lediglich ein Teil der Bezugsberechtigten das Angebot angenommen.

Am 19. Mai 2004 hatte die Conti-Gummi Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, eine von der Continental AG garantierte Wandelanleihe von nominell 400 Mio € begeben. Die Wandelanleihe hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 19. Mai 2011 und war mit einem Kupon von 1,625 % ausgestattet. Das Wandlungsrecht beinhaltete ursprünglich den Umtausch in Aktien der Continental AG zum Preis von je 51,00 €; damit hätten insgesamt 7.843.137 nennwertlose Stückaktien bezogen werden können. Die für die Geschäftsjahre 2004 bis 2007 beschlossenen Dividendenerhöhungen hatten gemäß den Anleihebedingungen zu Anpassungen des Wandlungsverhältnisses geführt. Das Wandlungsverhältnis entsprach in 2008 einem Wandlungspreis von 49,29 € (Vj. 50,05 €) pro Aktie und hatte somit – nach Berücksichtigung bislang ausgeübter Wandlungsrechte – zum Bezug von insgesamt 7.650.545 nennwertlosen Stückaktien entsprechend einem bedingten Kapital von 19,6 Mio € berechtigt. In 2008 wurden zunächst Wandlungsrechte in Höhe von 356,7 Mio € ausgeübt, was zur Ausgabe von 7.236.650 Aktien führte, sodass zum 6. Oktober 2008 lediglich 413.895 Wandlungsrechte noch nicht ausgeübt waren. Damit hatte die Emittentin nach den Anleihebedingungen das Recht, eine vorzeitige Rückzahlung des verbliebenen Anleihebetrages vorzunehmen. Von diesem Recht hat Continental Gebrauch gemacht und einen Betrag von 20,4 Mio € an die noch verbliebenen Gläubiger ausbezahlt.

Das Grundkapital ist entsprechend § 4 Abs. 4 lit. c der Satzung um bis zu 6,3 Mio € für die Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004 bedingt erhöht.

Nach § 4 Abs. 5 der Satzung ist das Grundkapital um weitere 111,5 Mio € für die Gewährung von Wandel- und Optionsrechten bis zum 4. Mai 2011 bedingt erhöht.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital ferner um bis zu 3,8 Mio € für die Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2004 bedingt erhöht.

Das bedingte Kapital II gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung in Höhe von 37,5 Mio € dient der Gewährung von neuen Stückaktien für die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen, sofern sie bis zum 4. Mai 2011 ausgegeben werden.

Für den in der Hauptversammlung vom 25. April 2008 beschlossenen Aktienoptionsplan 2008 besteht nach § 4 Abs. 8 der Satzung ein bedingtes Kapital in Höhe von 20,0 Mio €.

Tsd € 2008 2007
Bedingtes Kapital 01.01. 176.581 29.006
Zugänge 57.468 149.229
Herabsetzungen -37.500 -
Ausübung von Wandlungs- und Bezugrechten -18.672 -1.357
Verfall von ausgegebenen Bezugsrechten -2.313 -297
Abfindung von ausgegebenen Bezugsrechten -2.663 -
Bedingtes Kapital 31.12. 170.654 176.581

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2008. Da die Bilanz der Continental AG zum 31. Dezember 2008 mit einem Bilanzverlust abschließt, kommt es für das Geschäftsjahr 2008 nicht zu einer Dividendenausschüttung. Im Jahr 2008 wurde für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 2,00 € pro Aktie ausgeschüttet.

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