Erläuterungen zur Konzernbilanz

24. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind insgesamt in folgenden Bilanzpositionen ausgewiesen:

Mio € 31.12.2008 31.12.2007
Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds) 460,2 405,3
Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen 185,1 191,8
Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen 24,4 91,5
Pensionsverpflichtungen 669,7 688,6
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)
116,0 77,5

Pensionspläne
Der Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- und beitragsorientierten Plänen innerhalb von allgemeinen Rahmenplänen sowie Einzelzusagen. Die Rückstellungen decken die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen, die insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Österreich, Frankreich, Mexiko, Italien und Irland bestehen.

Für die wesentlichen Pensionspläne bestehen ausgelagerte Pensionsfonds, die zur kompletten bzw. teilweisen Finanzierung der Pensionsverpflichtungen dienen. Das Fondsvermögen darf ausschließlich für die Abwicklung der Pensionsverpflichtungen verwendet werden. Die wesentlichen Fonds bestehen in den USA, in Großbritannien und in Deutschland in Form eines als Contractual Trust Arrangement (CTA) ausgestalteten Treuhandfonds,. Im Vorjahr waren durch die Akquisition der Siemens VDO wesentliche Pensionsfonds in den Ländern Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien und der Schweiz hinzugekommen. Im Rahmen der Integration der Siemens VDO wurde das von Siemens aufgelegte Trust Arrangement für deutsche Pensionsberechtigte an die rechtliche Konstruktion des CTA der Continental-Gruppe angepasst. Das Vermögen dieser Pensionsfonds wird mit den dazugehörigen Pensionsrückstellungen saldiert dargestellt.

Die Aktivwerte der Pensionsfonds beinhalten zudem insbesondere in Deutschland abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen. Des Weiteren sind in Deutschland bestehende Pensionskassen aufgrund bestimmter Haftungsrisiken gemäß IFRIC D 9 in der Überleitung der Pensionspläne enthalten.

Mio € 31.12.2008 31.12.2007
Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds) 460,2 405,3
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)
116,0 77,5
Nettobilanzbetrag 344,2 327,8

Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 54,9 Mio € erhöht. Die wesentlichen Effekte resultieren aus der Umklassifizierung einzelner Pensionspläne in Frankreich, Italien und Korea, die bisher unter den Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen waren. Die Umklassifizierungen erfolgten aufgrund im Geschäftsjahr vorgenommener Vereinheitlichungen, die zu einer Einstufung der Pläne als leistungsorientiert führten. Der aktive Saldo aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds erhöhte sich um 38,5 Mio €. Der Anstieg wurde maßgeblich durch die erwarteten Erträge der Pensionsfonds in Deutschland und den USA beeinflusst, die zum Jahresende die nach der Korridormethode fortgeführte Pensionsrückstellung überkompensieren.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen nach Deutschland, den USA und Kanada, Großbritannien und übrigen Ländern sowie die Gesamtwerte für den Continental-Konzern. Die USA und Kanada werden wie folgt abgekürzt: USA/C.

Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

Mio € 2008 2007
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA/C UK Übrige Gesamt
Veränderungen des Anwartschafts-
barwerts
                   
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 1.641,1 892,0 199,4 156,5 2.889,0 1.496,0 666,7 171,8 84,3 2.418,8
Umgliederungen 70,8 70,8
Währungskurs-
differenzen
−5,4 −52,5 −13,5 −71,4 −63,6 −15,8 −0,5 −79,9
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 57,7 7,8 3,4 11,0 79,9 34,4 2,5 4,3 4,4 45,6
Aufzinsung der erwarteten Pensions-
verpflichtungen
82,4 49,2 10,9 10,5 153,0 63,8 37,4 8,7 4,3 114,2
Unverfallbare, rückwirkende Planänderungen 0,1 0,1 0,0 0,0
Verfallbare, rückwirkende Planänderungen 0,0 0,6 0,6
Versicherungs-
mathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Annahmeänderungen
−39,2 −37,7 6,2 −10,4 −81,1 −180,9 −17,6 −15,1 −12,6 −226,2
Versicherungs-
mathematische Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse
−14,8 6,4 2,1 −0,2 −6,5 3,4 7,4 −1,1 0,4 10,1
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen und -abgeltungen 0,0 −0,1 −1,0 −49,0 −50,1 −0,1 8,0 −0,3 7,6
Veränderungen im Konsolidierungskreis −24,8 −24,8 302,4 293,5 50,8 83,4 730,1
Einzahlungen durch die Arbeitnehmer 1,6 0,4 2,0 1,5 0,3 1,8
Übrige Veränderungen 0,0 −0,7 0,0 −0,7 −1,1 1,1 −0,4 −0,1 −0,5
Pensionszahlungen −80,9 −56,5 −5,3 −17,2 −159,9 −76,8 −43,4 −5,3 −7,1 −132,6
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 1.621,5 855,8 164,1 159,5 2.800,9 1.641,1 892,0 199,4 156,5 2.889,0
Veränderungen des Fondsvermögens                    
Fondsvermögen zum Zeitwert am 01.01. 1.357,2 882,8 218,0 93,6 2.551,6 1.087,3 643,7 150,8 25,3 1.907,1
Umgliederungen 27,5 27,5
Währungskursdifferenzen −8,8 −50,0 −8,4 −67,2 −64,2 −16,0 0,1 −80,1
Veränderungen im Konsolidierungskreis −20,5 −20,5 276,5 277,5 69,5 66,5 690,0
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 64,1 65,1 14,2 3,8 147,2 49,8 50,0 10,4 1,9 112,1
Versicherungs-
mathematische Verluste/Gewinne aus dem Fondsvermögen
−36,5 −271,1 −34,7 −5,3 −347,6 −29,0 −0,9 1,4 −0,4 −28,9
Einzahlungen durch die Arbeitgeber 0,2 6,3 5,0 10,8 22,3 1,0 20,1 6,0 3,3 30,4
Einzahlungen durch die Arbeitnehmer 1,6 0,4 2,0 1,5 0,3 1,8
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen und -abgeltungen −45,7 −45,7 −0,4 −0,4
Übrige Veränderungen −0,1 −0,6 −0,2 −0,9 0,0 −0,3 −0,9 −1,2
Pensionszahlungen −27,6 −56,5 −5,3 −7,4 −96,8 −28,4 −43,4 −5,3 −2,1 −79,2
Fondsvermögen zum Zeitwert am 31.12. 1.336,9 617,7 148,2 69,1 2.171,9 1.357,2 882,8 218,0 93,6 2.551,6

Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2008 bezieht sich mit 2.740,3 Mio € (Vj. 2.848,2 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert sind, und mit 60,6 Mio € (Vj. 40,8 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis in Deutschland resultieren aus dem Verkauf der Elektromotoren-Aktivitäten an die Brose-Gruppe.

Der mit der Siemens VDO erworbene Pensionsplan in der Schweiz wurde in der bisherigen Form nicht weitergeführt. Die Verpflichtung wurde an einen externen Finanzdienstleister ausgelagert. Dadurch bestehen keine Verpflichtungen mehr für den Continental-Konzern. Der Pensionsplan ist unter der Position „Planabgeltung“ ausgewiesen.

Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der CTAs in Höhe von 909,5 Mio € (Vj. 925,2 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 343,0 Mio € (Vj. 348,7 Mio €) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 84,5 Mio € (Vj. 83,3 Mio €). Die versicherungsmathematischen Verluste und Gewinne des Fondsvermögens in Deutschland resultieren aus den Pensionskassen mit 5,0 Mio € (Vj. -7,0 Mio €) und den CTAs mit -41,5 Mio € (Vj. -22,0 Mio €).

Die Continental AG führt in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2008 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht der Continental AG besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2008 einen Zeitwert von 343,0 Mio € (Vj. 348,7 Mio €) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, wonach es sich gemäß IFRIC D 9 um einen Defined-Benefit-Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt.

In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt:

Mio € 31.12.2008 31.12.2007
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA/C UK Übrige Gesamt
Finanzierungsstatus1 −284,5 −238,1 −15,9 −90,4 −628,9 −283,9 −9,2 18,6 −62,9 −337,4
Noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Verluste/Gewinne −24,8 286,9 23,3 2,3 287,7 −8,3 44,7 −4,9 1,3 32,8
Noch nicht berücksichtigte Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen 0,2 1,4 1,6 0,2 0,0 0,2
Auswirkungen der Begrenzung des Vermögenswertes −0,9 −7,1 −8,0 −5,1 −18,4 −23,5
Umbuchungen in ”zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten” 3,4 3,4 0,1 0,1
Bilanzbetrag −305,9 48,1 0,3 −86,7 −344,2 −292,1 30,6 −4,7 −61,6 −327,8
Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzposten enthalten:                    
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 27,4 80,7 3,3 4,6 116,0 8,2 64,6 2,2 2,5 77,5
Pensionsrückstellungen −333,3 −32,6 −3,0 −91,3 −460,2 −300,3 −34,0 −6,9 −64,1 −405,3
Bilanzbetrag −305,9 48,1 0,3 −86,7 −344,2 −292,1 30,6 −4,7 −61,6 −327,8

Der Pensionsplan der Continental Automotive Trading UK Ltd. (vormals: Siemens VDO Automotive Ltd.), Großbritannien, weist zum Ende des Geschäftsjahres ein Planvermögen aus, das höher als der Anwartschaftsbarwert ist. Der Ansatz eines solchen Aktivpostens ist beschränkt auf den Barwert des Nutzens, den der Konzern daraus ziehen kann (Asset Ceiling). Zum 31. Dezember 2008 entspricht dieser Barwert 0,0 € (Vj. 0,0 €).

Der Pensionsplan der Continental Automotive Canada, Inc., Kanada, weist ebenfalls Planvermögen aus, das der Continental-Konzern nicht voll nutzen kann. Der Barwert zum 31. Dezember 2008 beträgt 0,2 Mio € (Vj. 0,4 €).

Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen – insbesondere für die Abzinsungsfaktoren, die langfristigen Entgeltsteigerungsraten sowie die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens – werden länderspezifisch festgelegt.

In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Faktoren verwendet:

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 31.12. 2008 2007
in % D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige
Abzinsungsfaktor 6,00 6,23 6,00 7,05 5,60 5,73 5,90 6,05
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 4,92 7,48 6,72 6,32 4,84 7,71 7,11 5,99
Langfristige Entgeltsteigerungsraten 3,50 3,08 4,10 3,64 3,00 3,43 3,75 3,49

Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2008 2007
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA/C UK Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 57,7 7,8 3,4 11,0 79,9 34,4 2,5 4,3 4,4 45,6
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 82,4 49,2 10,9 10,5 153,0 63,8 37,4 8,7 4,3 114,2
Erwartete Erträge des Fondsvermögens −64,1 −65,1 −14,2 −3,8 −147,2 −49,8 −50,0 −10,4 −1,9 −112,1
Tilgung versicherungs-
mathematischer Verluste/Gewinne
0,0 6,2 9,9 0,1 16,2 2,4 1,3 −0,4 3,3
Tilgung von Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Plananpassungen 0,2 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1
Plankürzungen und -abgeltungen −0,3 0,0 −1,0 −2,7 −4,0 0,0 8,0 0,0 8,0
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert −3,8 −8,3 −12,1
Übrige Pensionserträge 0,0 0,0 −6,1 0,1 −6,0
Netto-Pensions-
aufwendungen/-erträge
75,7 −5,5 0,7 15,1 86,0 50,8 −6,8 2,6 6,5 53,1

Die Erträge aus Plankürzungen und -abgeltungen betreffen insbesondere die Standorte Rambouillet, Frankreich, und Ebbw Vale, Großbritannien.

Die Plankürzungen und -abgeltungen in 2007 resultierten insbesondere aus Aufwendungen aus der Schließung des Standortes Chatham in Kanada zum 1. Juli 2008.

Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt:

Mio € 31.12.2008 31.12.2007
  D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige
1% Erhöhung                
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen −2,0 1,4 −0,5 −1,3 −2,1 1,5 −1,2 −0,4
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −119,3 −80,4 −23,8 −14,4 −142,1 −89,4 −33,7 −13,6
1% Verminderung                
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 1,7 −2,1 0,7 0,8 1,9 −2,7 1,5 0,9
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 146,3 95,7 28,5 19,7 177,0 106,3 43,9 26,8

Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffektes) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftswerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich.

Pensionsfonds
Die Struktur des Konzern-Planvermögens basiert auf einer Asset-Liability-Managementstudie, in welche die prognostizierten Pensionsverpflichtungen und entsprechenden Planvermögen eingeflossen sind. Anlageausschüsse überprüfen regelmäßig die Investitionsentscheidungen und die Auswahl der externen Fondsmanager.

Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2008 und 2007 sowie die Ziel-Portfoliostruktur für das Geschäftsjahr 2009 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen:

in % Zielstruktur 2009 2008 2007
Vermögenskategorie D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige
Aktien 23 53 47 12 7 57 34 12 10 57 60 25
Festverzinsliche Wertpapiere 77 44 53 58 69 38 55 56 69 39 35 36
Immobilien 3 2 1 5 2 3 1 4 1 10
Flüssige Mittel und Sonstige 28 24 0 9 29 20 0 4 29
  100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens der einzelnen Vermögenskategorien für die Geschäftsjahre 2008 und 2007 stellt sich wie folgt dar:

in % 2008 2007
Vermögenskategorie D1 USA/C UK Übrige D1 USA/C UK Übrige
Aktien 7,10 8,62 8,00 6,65 7,10 9,10 8,16 7,45
Festverzinsliche Wertpapiere 4,26 5,49 5,53 6,49 3,98 5,79 5,38 6,42
Immobilien 6,37 8,00 4,96 6,00 7,25 5,02
Flüssige Mittel und Sonstige 5,00 5,41 6,00 4,76 4,58
  4,92 7,48 6,72 6,27 4,84 7,71 7,11 5,99

Stichtag für die Bewertung des Fondsvermögens ist jeweils der 31. Dezember.

Pensionsfonds
Einzahlungen durch den Arbeitgeber

Die folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds 2008 und 2007:

Mio € 2008 2007
  D USA/C UK Übrige Gesamt D USA/C UK Übrige Gesamt
Planmäßige Einzahlungen 0,2 6,3 5,0 10,8 22,3 1,0 0,0 6,0 3,3 10,3
Außerplanmäßige Einzahlungen 20,1 20,1

Die erwarteten Einzahlungen in die Pensionsfonds für 2009 betragen:

Mio € 2009 (erwartet)
  D USA/C UK Übrige Gesamt
Planmäßige Einzahlungen 11,2 3,9 5,2 20,3

Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden fünf Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):

Mio € D USA/C UK Übrige Gesamt
Geleistete Pensionszahlungen          
2007 76,8 43,4 5,3 7,1 132,6
2008 80,9 56,5 5,3 17,2 159,9
Erwartete Pensionszahlungen          
2009 90,8 58,3 3,8 8,5 161,4
2010 104,7 148,9 4,2 8,8 266,6
2011 104,0 53,8 4,9 10,0 172,7
2012 104,8 52,3 5,6 10,5 173,2
2013 97,6 53,5 6,5 12,2 169,8
Summe der Jahre 2014 − 2018 539,4 290,2 39,7 65,1 934,4

Die erwarteten Pensionszahlungen ab 2009 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen sowie kontinuierliche Rentenzahlungen. Bei einem Wahlrecht des Mitarbeiters auf eine einmalige Auszahlung der Rente bzw. auf ratierliche Rentenzahlungen wurde unterstellt, dass die Zahlungen in einem Einmalbetrag geleistet werden. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der erstmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später liegen und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen. Im Jahr 2010 werden die Abschlusszahlungen für den Standort Chatham, Kanada, erfolgen.

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangen Berichtsperioden lauten wie folgt:

Mio € 2008 2007 2006 2005 2004
Anwartschaftsbarwert 2.796,5 2.889,0 2.418,8 2.489,9 1.814,5
Fondsvermögen 2.171,9 2.551,6 1.907,1 1.326,7 696,8
Überschuss/Fehlbetrag −624,6 −337,4 −511,7 −1.163,2 −1.117,7
           
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden −87,6 −216,1 −31,3 215,9 107,8
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens −347,6 −28,9 18,4 12,3 2,6

Andere Versorgungsleistungen
Einige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten.

Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen.

Mio € 2008 2007
Veränderung des Anwartschaftsbarwerts    
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 208,8 188,3
Währungskursdifferenzen 1,6 −16,1
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 4,4 1,7
Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 10,9 10,3
Versicherungsmathematische Gewinne aufgrund von Annahmeänderungen −7,1 −6,8
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aufgrund abweichender Ereignisse −17,2 14,4
Veränderungen aufgrund von Plankürzungen, -abgeltungen und -modifikationen −10,2 −42,0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 72,0
Übrige Veränderungen 0,4 3,7
Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen −11,6 −16,7
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 180,0 208,8
Noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Verluste −10,3 −36,3
Noch nicht berücksichtigte Erträge aus rückwirkenden Planänderungen 15,4 19,3
Bilanzbetrag am 31.12. 185,1 191,8

Der Rückgang des Anwartschaftsbarwertes resultiert insbesondere aus Plankürzungen in den USA und damit verbundenen versicherungsmathematischen Gewinnen aufgrund abweichender Ereignisse.

Ende 2006 wurde in den USA allen Lohnempfängern im Reifenbereich einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter angekündigt, dass ab Anfang 2007 die Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen weiter reduziert wird. Damit wurden diese Begünstigten auf eine einheitliche Vorsorgedeckung gebracht. Diese Plananpassungen führten in 2006 zu einer Auflösung der bisher gebildeten Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 108,8 Mio €. Gegen diese Maßnahme hatten Betroffene Ende 2006 eine Sammelklage eingereicht. Aufgrund eines gerichtlich genehmigten Vergleichs, der den Rechtsstreit beendet hat, muss das Unternehmen eine einmalige Zahlung in Höhe von insgesamt 43,5 Mio € als Ausgleich leisten. Die Zahlung erfolgte größtenteils in 2008, der ausstehende Restbetrag wird in den nächsten sieben Jahren gezahlt. Die verbleibende Rückstellung in Höhe von 16,8 Mio € (Vj. 43,5 Mio €) ist unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen innerhalb der Pensionsverpflichtungen erfasst.

In 2007 wurden die medizinischen Vorsorgeleistungen für Angestellte einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter begrenzt. Diese Plananpassung führte zu einem Ertrag in Höhe von 42,0 Mio €. Nach rechtlicher Einschätzung bedarf es für diese Anpassung keiner Zustimmung durch die betroffenen Angestellten bzw. Rentner.

Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Es wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Faktoren verwendet:

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 31.12. in % 2008 2007
Abzinsungsfaktor 6,58 5,78
Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen im folgenden Jahr 8,58 9,72
Langfristige Steigerungsrate der Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen 4,99 4,93

Die Nettoaufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2008 2007
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche 4,4 1,7
Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtung 10,9 10,3
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten 1,1 2,4
Tilgung von unverfallbaren, rückwirkenden Planänderungen −2,9 −3,5
Plankürzungen und -abgeltungen −10,2 −42,0
Übrige Aufwendungen 0,4 3,3
Nettoaufwendungen/-erträge 3,7 −27,8

Die Erträge aus Plankürzungen, die aus einer Plananpassung aufgrund der Reduzierung der Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen von Lohnempfängern an einem Automotive-Standort in den USA resultieren, betragen im Geschäftsjahr 10,2 Mio €.

Im Vorjahr waren ebenfalls durch die Reduzierung der Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen für Angestellte in den USA Erträge aus Plankürzungen und -abgeltungen entstanden.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 1%igen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge und die Lebensversicherungsverpflichtungen:

Mio € 2008 2007
1% Erhöhung    
Auswirkungen auf die Nettoaufwendungen 1,0 0,2
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 7,7 2,9
1% Verminderung    
Auswirkungen auf die Nettoaufwendungen −0,8 −0,2
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −6,5 −2,5

Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Nettoaufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Nettoaufwendungen ausgewirkt:

Mio € 2008 2007
1% Erhöhung    
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen −0,4 0,4
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert −18,5 −22,7
1% Verminderung    
Auswirkungen auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 0,3 −0,2
Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert 21,9 25,2

Nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie für die in den kommenden fünf Geschäftsjahren erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):

Geleistete Zahlungen für Versorgungsleistungen in Mio €  
2007 16,7
2008 11,6
Erwartete Zahlungen für Versorgungsleistungen  
2009 12,5
2010 12,5
2011 12,5
2012 12,5
2013 12,6
Summe der Jahre 2014 - 2018 65,4

Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangen Berichtsperioden lauten wie folgt:

Mio € 2008 2007 2006 2005 2004
Anwartschaftsbarwert 180,0 208,8 188,3 327,3 436,3
Fehlbetrag 180,0 −208,8 −188,3 −327,3 −436,3
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden 23,3 −7,6 47,8 −25,5 27,8

Pensionsähnliche Verpflichtungen
Einige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 0,8 Mio € (Vj. 1,0 Mio €) betragen.

Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen ist im Geschäftsjahr 2008 um 67,1 Mio € gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Umklassifizierung einzelner Pensionspläne in Frankreich, Italien und Korea in die Pensionsrückstellungen in Höhe von 41,1 Mio €. Des Weiteren erfolgte die im Vorjahr aufgrund der Einigung mit der US-amerikanischen Gewerkschaft vereinbarte Einmalzahlung; der ausstehende Restbetrag in Höhe von 16,8 Mio € wird in den nächsten sieben Jahren ausgezahlt.

Beitragsorientierte Pensionspläne
Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne (Defined Contribution), in die der Continental Konzern Einzahlungen leistet, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, betrug im Geschäftsjahr 31,3 Mio € (Vj. 25,3 Mio €). Der Anstieg resultiert insbesondere daraus, dass der Aufwand der ehemaligen VDO-Gesellschaften in 2007 nur für einen Monat eingeflossen war und weitere Pensionspläne im Berichtsjahr von leistungsorientiert auf beitragsorientiert umgestellt wurden.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.