Erläuterungen zur Konzernbilanz

11. Sachanlagen

 

Mio € Grundstücke
und grundstücks-
gleiche
Rechte und
Bauten1
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Stand zum 01.01.2007          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.807,9 6.103,3 1.075,8 393,8 9.380,8
Kumulierte Abschreibungen −789,4 −4.283,9 −759,8 −16,6 −5.849,7
Buchwerte 1.018,5 1.819,4 316,0 377,2 3.531,1
davon Finanzierungsleasing 39,4 1,3 1,3 42,0
Nettoentwicklung 2007          
Buchwerte 1.018,5 1.819,4 316,0 377,2 3.531,1
Währungskursänderungen −20,1 −25,0 −2,3 −7,4 −54,8
Zugänge 38,7 340,3 89,4 372,7 841,1
Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen
632,1 1.359,2 190,7 251,1 2.433,1
Umbuchungen in „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ −12,0 −12,8 −2,0 −7,3 −34,1
Umbuchungen 36,5 253,7 9,1 −299,3 0,0
Abgänge −20,5 −9,3 −1,2 −8,0 −39,0
Abschreibungen −66,4 −508,5 −107,7 −682,6
Wertminderungen −3,7 −18,5 −0,5 −4,2 −26,9
Wertaufholungen 0,7 0,7
Buchwerte vor PPA Anpassungen 1.603,8 3.198,5 491,5 674,8 5.968,6
Eröffnungsbilanzanpassungen 4,2 117,8 −119,3 −0,7 2,0
Stand zum 31.12.2007 nach PPA Anpassung          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2.392,1 7.819,4 1.181,9 681,1 12.074,5
Kumulierte Abschreibungen −784,1 −4.503,1 −809,7 −7,0 −6.103,9
Buchwerte 1.608,0 3.316,3 372,2 674,1 5.970,6
davon Finanzierungsleasing 49,0 46,4 1,5 96,9
Nettoentwicklung 2008          
Buchwerte 1.608,0 3.316,3 372,2 674,1 5.970,6
Währungskursänderungen −32,9 −76,6 −9,5 −22,2 −141,2
Zugänge 105,4 621,7 94,6 729,4 1.551,1
Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen
0,8 8,2 0,8 0,7 10,5
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen −0,1 −16,6 −2,5 −0,1 −19,3
Umbuchungen in „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ −3,0 −4,3 −0,1 −6,1 −13,5
Rückbuchungen aus „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ 28,2 30,1 5,0 18,3 81,6
Umbuchungen 72,5 482,4 23,1 −568,8 9,2
Abgänge −7,7 −39,7 −6,0 −7,9 −61,3
Abschreibungen −99,7 −974,0 −136,8 −0,1 −1.210,6
Wertminderungen −11,3 −42,8 −0,4 −0,4 −54,9
Buchwerte 1.660,2 3.304,7 340,4 816,9 6.122,2
Stand zum 31.12.2008          
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2.529,7 8.517,8 1.233,4 822,7 13.103,6
Kumulierte Abschreibungen −869,5 −5.213,1 −893,0 −5,8 −6.981,4
Buchwerte 1.660,2 3.304,7 340,4 816,9 6.122,2
davon Finanzierungsleasing 63,0 41,4 0,4 104,8

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Tikka Group und weiteren Akquisitionen des Geschäftsjahres, vgl. Anhang Nr. 5.

In der Division Interior lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für Body & Security sowie Instrumentation & Displays. Hierbei wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Tschechien, Spanien und Mexiko erweitert. Die Division Chassis & Safety hat aufgrund anhaltender Nachfrage nach ESC- und ABS-Systemen weiterhin in die Erweiterung von Produktionskapazitäten für Bremsund Sicherheitssysteme investiert. In der Division Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten für Motor-Einspritzsysteme ausgebaut sowie die Fertigung von Getriebesteuergeräten erweitert. Der Investitionsschwerpunkt in der Division Pkw-Reifen lag auf der fortgesetzten Kapazitätserweiterung an den europäischen Niedrigkostenstandorten Slowakei, Tschechien, Portugal und Rumänien. Wesentliche Bilanzzugänge in der Division Nfz-Reifen erfolgten zum Ausbau der Fertigungskapazität für Lkw-Reifen an den Standorten Mount Vernon, USA, und Puchov, Slowakei. ContiTech hat neben Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen in Deutschland Investitionsschwerpunkte auf den Ausbau der Fertigungskapazitäten an den europäischen Niedrigkostenstandorten in Ungarn und Rumänien sowie in Mexiko, Brasilien und China gelegt.

Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf Anhang Nr. 6.

Direkt von Anschaffungskosten abgesetzt wurden 4,3 Mio € (Vj. 10,0 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen.

Die Umbuchungen in zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Sachanlagen und kleinere zu veräußernde Aktivitäten. Die Rückbuchungen betreffen die Reklassifizierung einer in der Eröffnungsbilanz der Siemens VDO zum 3. Dezember 2007 als Veräußerungsgruppe (Disposal Group) ausgewiesenen Aktivität nach IFRS 5.

Die Sachanlagen enthalten Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungsgebäude und Fertigungsanlagen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 20 Jahren für Gebäude und von fünf bis zehn Jahren für technische Anlagen. Ihnen liegen Zinssätze zwischen 5,8 % bzw. 10,8 % zugrunde. In den meisten Verträgen sind weder Verlängerungs- noch Kaufoptionen vereinbart.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.