Erläuterungen zur Konzernbilanz

23. Aktienorientierte Vergütung

Die Umsetzung der aktienorientierten Vergütungen im Geschäftsjahr 2008 ist im Rahmen der Ausführungen zum Eigenkapital unter Anhang Nr. 22 erläutert.

Die Aufwendungen aus den Aktienoptionsplänen werden im Personalaufwand erfasst und innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betrugen 2008 20,1 Mio € (Vj. 18,9 Mio €).

Im Berichtsjahr wurde ein neuer Aktienoptionsplan beschlossen (Variabler Aktienoptionsplan 2008).

Variabler Aktienoptionsplan 1999
Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 1. Juni 1999 hat die Continental AG einen variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 1999) zur Gewährung von bis zu 1,6 Mio Bezugsrechten an Personen aus dem Kreis der oberen Führungskräfte sowie für den Vorstand eingeführt. Die nach diesem Plan gewährten Optionen berechtigen jeweils zum Bezug einer Aktie. Nach Ablauf einer Sperrfrist von drei Jahren, beginnend mit dem Datum des Vorstandsbeschlusses (bzw. Aufsichtsratsbeschlusses) über die Zuteilung, können die Aktienoptionen in den darauf folgenden zwei Jahren innerhalb bestimmter Ausübungsfenster ausgeübt, d. h. die entsprechende Anzahl Aktien der Continental AG bezogen werden.

Als Voraussetzung für die Ausübung der Bezugsrechte enthalten die variablen Aktienoptionspläne der Continental AG ein Erfolgsziel. Danach ist für die Ausübung erforderlich, dass der durchschnittliche Börsenkurs der Continental-Aktie in der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Handelstage vor einem Ausübungsfenster mindestens 15 % (= Ausübungshürde) über dem durchschnittlichen Schlusskurs der letzten zehn Handelstage vor dem Ausgabetag gelegen hat.

Die Höhe des Ausübungspreises variiert in Höhe eines Outperformance- sowie eines Performance-Abschlages. Der Outperformance-Abschlag wird auf Basis der Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zur Entwicklung des MDAX ermittelt. Der Performance-Abschlag errechnet sich in Abhängigkeit von der relativen Veränderung der EBIT-Marge des Konzerns.

Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des sogenannten Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet. Dieses Modell gewährleistet eine realitätsnahe Berücksichtigung der Auswirkungen des Erfolgszieles sowie des Performance- und des Outperformance-Abschlags. Das Modell simuliert dabei den Kurs der Continental-Aktie sowie den Kurs des MDAX, um die Outperformance der Continental-Aktie gegenüber dem Vergleichsindex und die Steigerung des durchschnittlichen Schlusskurses der Continental-Aktie gegenüber dem Referenzkurs abzubilden.

Die Anpassung des Ausübungspreises durch die Outperformance der Continental-Aktie im Vergleich zum MDAX ist nach IFRS eine sogenannte Market Condition und wird nur in der Bewertung zum Ausgabetag berücksichtigt. Die Anpassung des Ausübungspreises an die Entwicklung der Umsatz-Rendite (EBIT in % vom Umsatz) des Continental-Konzerns ist nach IFRS eine sogenannte Performance Condition. Für die Bewertung zum Ausgabetag wird kein entsprechender Abschlag berücksichtigt. Für Bewertungsstichtage, die nach dem Ausgabetag liegen, wird aufgrund neu ermittelter Kennzahlen nach unabhängigen Analystenschätzungen unter Beibehaltung der übrigen Parameter die Bewertung zum Ausgabetag erneut vorgenommen.

Das verwendete Modell berücksichtigt die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung der Optionen in all den Fällen, in denen der angepasste Ausübungspreis die Schwelle von 50 % des Referenzkurses unterschreiten würde und soweit das Erfolgsziel während der Ausübungsfenster erreicht ist. Darüber hinaus wird im Modell auf der Basis von Erfahrungswerten die sofortige Ausübung nach Ablauf der Sperrfrist von aus dem Konzern ausgeschiedenen Optionsberechtigten unterstellt.

Die erwarteten Dividenden, die für jedes Laufzeitjahr der Optionen im Modell angesetzt werden, basieren auf veröffentlichten Schätzungen von Analysten.

Für die Volatilität und Korrelation wurden die historischen Volatilitäten und die historische Korrelation herangezogen. Die Ermittlung erfolgt auf der Basis von Schlusskursen für die Continental-Aktie und den MDAX-Index zum Bilanzstichtag. Der Betrachtungshorizont umfasst die jeweilige Restlaufzeit der Optionsrechte.

Aktienoptionsplan 1999
  2008 2007
Mio € Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
  1.000 Stück €/Stück 1.000 Stück €/Stück
Bestand am 01.01. 10,0 21,14 61,5 21,05
Ausgeübt2 10,0 21,14 51,5 21,03
Verfallen
Noch bestehend am 31.12. 10,0 21,14
Ausübbar am 31.12. 10,0 9,19

Im Berichtsjahr wurden die letzten 10.000 Bezugsrechte des Aktienoptionsplans 1999 ausgeübt. Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit betrug im Vorjahr sechs Monate.

Variabler Aktienoptionsplan 2004
Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 hat die Continental AG einen variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 2004) eingeführt, der den Aktienoptionsplan 1999 ersetzt. Der Plan entspricht in den Grundzügen dem im Jahr 1999 entwickelten Aktienoptionsplan und ermöglicht es, bis zu 3,9 Mio Bezugsrechte auszugeben.

Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet, welches detailliert unter der Beschreibung des Aktienoptionsplans 1999 erläutert ist. Unterschiede bestehen insoweit, als bei der Berechnung des Ausübungspreises auch Zuschläge aufgrund einer negativen Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zum Referenzkurs möglich sind und dass bei der Ermittlung der Outperformance die Entwicklung gegenüber dem Börsenindex zugrunde gelegt wird, dem die Continental Aktie zu Beginn eines Ausübungsfensters angehört. Weiterhin wurde eine Höchstgrenze der erzielbaren Vermögensvorteile der Bezugsberechtigten eingeführt.

Mit Wirksamwerden des Aktienoptionsplans 2008 werden aus dem Aktienoptionsplan 2004 keine weiteren Bezugsrechte mehr ausgegeben.

Aktienoptionsplan 2004
  2008 2007
Mio € Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
  1.000 Stück €/Stück 1.000 Stück €/Stück
Bestand am 01.01. 2.351,0 93,24 2.070,2 70,67
Ausgeübt2 47,3 43,10 462,8 43,10
Gewährt 859,9 118,65
Verfallen 459,2 90,81 116,3 78,89
Noch bestehend am 31.12. 1.844,5 95,13 2.351,0 93,24
Ausübbar am 31.12.3 511,4 76,47 74,3 18,74

Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre und sechs Monate (Vj. drei Jahre und sechs Monate).

Für die am Ende der Berichtsperiode ausstehenden Aktienoptionen des Aktienoptionsplans 2004 der Tranche 2004 liegt die Bandbreite der Ausübungspreise zwischen 18,74 € und 25,11 €. Für die Tranche 2005 des Aktienoptionsplans 2004 liegt die Bandbreite zwischen 79,41 € und 79,65 €.

Variabler Aktienoptionsplan 2008
Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 25. April 2008 hat die Continental AG einen weiteren variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 2008) für Personen aus dem Kreis der oberen Führungskräfte sowie für den Vorstand eingeführt, um der neuen Führungsstruktur nach dem Erwerb der Siemens VDO Rechnung tragen zu können. Der Plan entspricht in den Grundzügen dem im Jahr 2004 und damit bis auf wenige Unterschiede dem im Jahr 1999 entwickelten Aktienoptionsplan.

Die im Rahmen des Aktienoptionsplans gewährten Bezugsrechte berechtigen jeweils zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft. Insgesamt können im Rahmen des Aktienoptionsplans 2008 bis zu 7,8 Mio Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Ausgabe der Bezugsrechte einer Tranche erfolgt am elften Werktag, der auf die Veröffentlichung des Zwischenberichts über das erste Quartal des betreffenden Jahres folgt („Ausgabetag“). Die Ausübung der Bezugsrechte kann erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren seit dem Ausgabetag („Wartezeit“) innerhalb einer sich unmittelbar an die Wartezeit anschließenden weiteren Frist von zwei Jahren („Ausübungszeitraum“) erfolgen. Während eines Ausübungszeitraums können die Bezugsrechte nur innerhalb bestimmter Zeiträume („Ausübungsfenster“) ausgeübt werden.

Die Ausübung ist auch an die Erreichung eines „Erfolgsziels“ gekoppelt. Danach ist eine Ausübung nur möglich, wenn der Durchschnitt aus den Schlusskursen der Continental-Aktie im Xetra-Handel („durchschnittlicher Schlusskurs“) während der letzten zehn Handelstage vor dem jeweiligen Ausübungsfenster mindestens 15 % über dem durchschnittlichen Schlusskurs während der letzten zehn Handelstage vor dem Ausgabetag liegt.

Der Ausgabebetrag für Aktien, die aufgrund einer Ausübung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2008 bezogen werden („Ausübungspreis“), entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs während der zehn Börsenhandelstage, die dem Ausgabetag vorausgehen („Ausgabekurs“), zuzüglich eines Zuschlags, abzüglich eines performance-orientierten Abschlags und korrigiert um einen outperformance-orientierten Ab- bzw. Zuschlag. Der Performance-Abschlag errechnet sich in Abhängigkeit von der relativen Veränderung der EBIT Marge des Konzerns. Die Ermittlung der Outperformance-Ab- bzw. -zuschläge wird auf Basis der Entwicklung der Continental Aktie im Vergleich zur Entwicklung des DAX bzw. des Börsenindex, dem die Continental Aktie zu Beginn des Ausübungsfensters angehört, ermittelt.

Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet, welches detailliert unter der Beschreibung des Aktienoptionsplans 1999 erläutert ist. In Übereinstimmung mit dem Aktienoptionsplan 2004 gilt eine Höchstgrenze der erzielbaren Vermögensvorteile der Bezugsberechtigten.

Aktienoptionsplan 2008
  2008 2007
Mio € Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
Anzahl der
Bezugsrechte
Durchschnittlicher
Ausübungspreis1
  1.000 Stück €/Stück 1.000 Stück €/Stück
Bestand am 01.01.
Ausgeübt
Gewährt 1.369,3 89,95
Verfallen 145,8 89,95
Noch bestehend am 31.12. 1.223,5 89,95
Ausübbar am 31.12.

Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit beträgt vier Jahre und vier Monate.

Die Prämissen für die Berechnung des Zeitwerts der jeweiligen Tranchen haben sich wie folgt entwickelt:

  Tranche 2008 Tranche 2007
Referenzkurs in € 78,22 103,17
Schlusskurs Continental in € 82,16 104,62
Schlusskurs DAX-Index 7.156,55 8.050,68
Risikofreier Anlagezinssatz (in %) 3,96 4,42
Volatilität Continental (in %) 27,20 29,19
Volatilität DAX (in %) 17,07 22,99
Korrelation Continental/DAX 0,62 0,55
Dividendenrendite (in %) 2,55 2,27
Laufzeit 5 Jahre 5 Jahre
Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt in € 27,52 37,84
Zeitwert zum Bilanzstichtag 31.12.2008 in € 27,02 36,18
Zeitwert zum Bilanzstichtag 31.12.2007 in € 36,18

Im Dezember 2008 wurde den oberen Führungskräften des Konzerns, denen Bezugsrechte aus den Aktienoptionsplänen 2004 oder 2008 eingeräumt wurden, ein Abfindungsangebot für die erteilten und noch nicht ausgeübten Bezugsrechte unterbreitet. Durch den geringen Free Float der Aktie der Continental AG kann die Aktienkursentwicklung zufälligen Schwankungen unterworfen sein, die nicht die wirtschaftliche Entwicklung von Continental widerspiegeln. Damit verliert der Aktienoptionsplan seine Wirkung als langfristiges, auf den Unternehmenserfolg ausgerichtetes Vergütungsinstrument.

Basis für das Abfindungsangebot war der Fair Value der Bezugsrechte zum 31. Oktober 2008. Der durchschnittliche gewichtete Fair Value der Tranchen 2005 bis 2008 betrug 3,13 €. Die Annahmefrist lief bis Mitte Januar 2009. Bis zum 31. Dezember 2008 hat lediglich ein Teil der Bezugsberechtigten das Angebot angenommen.

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.