Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6. Sonstige Erträge und Aufwendungen

 

Mio € 2008 2007
Sonstige Aufwendungen −1.770,3 −296,7
Sonstige Erträge 143,2 124,0
Sonstige Erträge und Aufwendungen −1.627,1 −172,7

Die sonstigen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf:

Mio € 2008 2007
Goodwill Impairment 1.230,0
Strukturmaßnahmen ohne Wertminderungen 151,5 28,6
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 111,4 27,1
Prozess- und Umweltrisiken 18,8 58,2
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 68,2 26,2
Verluste aus Anlageverkäufen 15,6
Aufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen 34,4 14,8
Altersvorsorgeverpflichtungen USA 49,9
Aufwendungen für Abfindungen 53,3 33,2
Wertminderungen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 46,9
Übrige 40,2 58,7
Sonstige Aufwendungen 1.770,3 296,7

Aufwendungen
Die jährliche Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte zu einem Impairmentbedarf in Höhe von 1.230,0 Mio €. Dabei entfielen 475,2 Mio € auf die Division Interior, 145,2 Mio € auf die Division Chassis & Safety sowie 609,6 Mio € auf die Division Powertrain.

Die Prüfung der Kundenbeziehungen innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte bei einem Kunden zu einem Impairmentbedarf in Höhe von 54,3 Mio €. Dabei entfielen 32,6 Mio € auf die Division Interior und 21,7 Mio € auf die Division Powertrain.

Am Standort Babenhausen, Deutschland, laufen zwei Kundenaufträge der Division Interior aus, für die es keine Nachfolgeprodukte gibt. Dadurch entstanden im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 40,7 Mio €.

Am Standort Wetzlar, Deutschland, soll die Produktion aufgrund fehlender Aufträge für die Division Interior eingestellt werden. Die Bereiche Forschung und Entwicklung (F&E) werden in Wetzlar fortgeführt. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 26,1 Mio € angefallen.

Die Produktion des Standortes Rambouillet, Frankreich, wird verlagert. F&E-Aktivitäten sowie Verwaltung bleiben am Standort bestehen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum in der Division Interior Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 42,9 Mio € angefallen.

Die Division Interior hat entschieden, die Geschäftstätigkeit des Segments Aftermarket Infotainment einzustellen. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 9,4 Mio € an.

Es ist geplant, den Standort Birmingham, Großbritannien, zu schließen. Dabei wurde das Cockpit-Geschäft der Division Interior zum 31. Dezember 2008 verkauft. Hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1,0 Mio €. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen in Höhe von 2,1 Mio € an. Die Verlagerung weiterer Geschäftsaktivitäten der Division Interior führte zu Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen in Höhe von 0,7 Mio €. Für die Verlagerung des Fuel Supply-Geschäfts der Division Powertrain nach Dortmund, Deutschland, und Brandys, Tschechische Republik, entstanden Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen in Höhe von 3,8 Mio €.

Der Sensorik-Bereich der Divisionen Chassis & Safety und Powertain am Standort Dortmund, Deutschland, wird aufgrund von Volumenreduzierungen und fehlenden Nachfolgeaufträgen geschlossen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 15,6 Mio € angefallen.

Im Zusammenhang mit der Verlagerung von F&E-Aktivitäten der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain sind am Standort Elkhart, USA, im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 6,2 Mio € angefallen.

Der Standort Asnière, Frankreich, der Division Powertrain wird geschlossen. In diesem Zusammenhang wurde eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 15,8 Mio € gebildet und es entstand ein Aufwand für Wertminderungen in Höhe von 3,0 Mio €.

Die Produktion für Diesel-Einspritzsysteme des Standorts Blythewood, USA, sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Columbia, USA, werden nach Newport News, USA, verlagert. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 10,5 Mio € an.

Ein Automobilhersteller hat wegen fehlender Finanzierungslösung einen Auftrag kurzfristig zurückgenommen. Der Vertragspartner war ein Großkunde der Continental. Davon ist das neue Powertrain-Werk in Costa Rica betroffen, in dem der Produktionsanlauf von Motor- und Getriebesteuerungen aufgrund dieses ersten Auftrags Ende 2008 vorgesehen war. Continental hat dem Kunden eine Schadenersatzforderung gestellt. Diese Firma hat infolgedessen Insolvenzschutz in den USA beantragt. Auf Lieferantenseite galten Verträge, die storniert werden mussten, sodass die Lieferanten Schadenersatz verlangten. Eine Einigung mit den Vertragspartnern konnte erzielt werden, die im Wesentlichen die Übernahme der bereits bezahlten Werkzeuge vorsah. Da weder für diese noch für die eigenen Werkzeuge eine weitere Verwendung möglich war, wurden sie in voller Höhe wertberichtigt. Dadurch entstand ein Aufwand von 12,4 Mio €. Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Costa Rica überprüft Continental zurzeit Optionen, die durch die kurzfristige Überführung anderer Produkte für den NAFTA-Raum eine Auslastung dieses Werks sicherstellen sollten. Damit ist keine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich.

Aufgrund nicht erreichter Prozesseffizienzen und der damit verbundenen Ertragslage wurde am Standort Mt. Vernon, USA, das Sachanlagevermögen in Höhe von 11,4 Mio € (Vj. 18,7 Mio €) außerplanmäßig abgeschrieben. Dieser Bedarf ergab sich aufgrund der im Jahr 2008 getätigten Investitionen, die nach den Impairment-Vorschriften des IFRS nicht mit dem Wiederbeschaffungswert, sondern mit dem Veräußerungswert als Untergrenze anzusetzen sind.

Im Konzern fielen im Berichtszeitraum 7,2 Mio € für verschiedene, kleinere Wertminderungen, vor allem auf Sachanlagen, an.

Im Vorjahr fielen durch die Schließung des Standortes in der Innenstadt von Bangalore, Indien, und die Verlagerung der Maschinen in das Umland von Bangalore Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 2,1 Mio € an.

An unserem Standort Chatham, Kanada, wurde am 20. Dezember 2007 bekannt gegeben, die bestehende Produktion einzustellen. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2007 eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 10,1 Mio € gebildet.

Zur Optimierung der Produktionsorganisation in Deutschland sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur im Bereich Elektrische Antriebe wurde der Standort Haldensleben bis auf kleinere Restabwicklungsaktivitäten zum Ende des Jahres 2007 geschlossen. Die dortigen Aktivitäten wurden nach Berlin verlagert. Dadurch fielen im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio € an, davon 4,2 Mio € innerhalb der sonstigen Aufwendungen.

Die Continental Teves Japan Inc. verkaufte mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wesentliche Teile des Werkgeländes inklusive der dazugehörenden Gebäude und Maschinen am Standort Hiroshima, Japan, an die Nisshinbo Industries Inc. zum symbolischen Wert von 1 Yen. Gemäß den IFRS-Vorschriften war der Buchwert auf den erwarteten Verkaufspreis außerordentlich abzuschreiben. Hieraus ergab sich im Jahr 2007 ein Impairment in Höhe von 3,6 Mio €.

In der Division ContiTech entstanden in 2007 unter anderem für Roulunds, Dänemark, Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen in Höhe von insgesamt 2,9 Mio €.

Bezüglich der Aufwendungen aus Prozess- und Umweltrisiken verweisen wir auf Anhang Nr. 25.

Aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen ergaben sich in 2008 Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 68,2 Mio € (Vj. 26,2 Mio €).

Im Berichtszeitraum entstanden Verluste aus Anlagenverkäufen in Höhe von 15,6 Mio € und ein Aufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 34,4 Mio € (Vj. 14,8 Mio €).

Unsere amerikanische Reifengesellschaft Continental Tire North America (CTNA) hatte 2006 die Beteiligung des Unternehmens an Gesundheitsfürsorgekosten für Pensionäre geändert. Einer gegen diese Maßnahme eingereichten Sammelklage hatte das zuständige erstinstanzliche Gericht in einem Zwischenbescheid teilweise Recht gegeben. Inzwischen wurde der Rechtsstreit durch einen Vergleich beendet, der im Wesentlichen eine einmalige Dotierung eines speziellen Vorsorgefonds vorsieht – ohne die bisher umgesetzte Planänderung zu modifizieren. In diesem Zusammenhang war in 2007 ein Aufwand in Höhe von 49,9 Mio € berücksichtigt worden.

Die Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 53,3 Mio € (Vj. 33,2 Mio €) betreffen diverse individuelle Personalanpassungsmaßnahmen, insbesondere im Rahmen der Integration und Hebung von Synergien aus der Akquisition der Siemens VDO, die nicht den Umfang einer Restrukturierungsmaßnahme hatten.

In der Division Interior wurde im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO das Produktportfolio überprüft. Dabei wurden Geschäftsteile im Non-OE-Bereich identifiziert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für einen dieser Geschäftsteile wurde der Veräußerungsprozess eingeleitet und führte zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 46,9 Mio €.

Ende 2004 wurde die italienische Gesellschaft ContiTech Ages verkauft. Im Zusammenhang mit ausstehenden Forderungen fielen Aufwendungen in Höhe von 3,3 Mio € im Wesentlichen aufgrund der Insolvenz der Gesellschaft an.

Im Rahmen der mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola übernommenen und nicht genutzten Mietflächen nahe Detroit, USA, wurde im Vorjahr eine Rückstellung in Höhe von 5,2 Mio € gebildet, da eine Untervermietung nicht möglich war.

Die Position „Übrige“ beinhaltet des Weiteren Aufwendungen für die Verschrottung von Sachanlagen an diversen Standorten, Aktienoptionspläne sowie Kosten für die Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola.


Die sonstigen Erträge entfallen auf:

Mio € 2008 2007
Erträge aus der Auflösung von Vorsorgeverpflichtungen in den USA 10,2 42,0
Erträge aus der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 46,5 8,2
Negativer Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der Matador-Gruppe 21,2
Erträge aus Anlageverkäufen 12,4 13,4
Erstattungen für Kundenwerkzeuge 19,6 13,6
Übrige 54,5 25,6
Sonstige Erträge 143,2 124,0

Erträge
Ende 2008 wurde u. a. eine Einigung mit den gewerkschaftlichen Vertretern der Lohnempfänger am Standort Newport News, USA, erreicht, die Ruhestandsleistungen für medizinische Vorsorge auf dem gegenwärtigen Niveau einzufrieren. Demzufolge konnten die bisher zurückgestellten Beträge in Höhe von 10,2 Mio € erfolgswirksam aufgelöst werden.

Im Vorjahr wurden in den USA die medizinischen Vorsorgepläne für die Gehaltsempfänger angepasst, indem die medizinischen Leistungen weiter begrenzt wurden. Dabei ergaben sich positive Ergebniseffekte in der Division Pkw-Reifen in Höhe von 27,6 Mio € und in der Division Nfz-Reifen in Höhe von 14,4 Mio €.

Aus der Veräußerung des Einparkhilfe-System-Geschäfts ergab sich in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 6,2 Mio €. Der Verkauf des Cockpit-Geschäfts führte zu einem Ertrag von 1,0 Mio €.

Zum 1. April 2008 wurden die Elektromotoren-Aktivitäten an die Brose-Unternehmensgruppe – überwiegend im Rahmen eines Asset-Deals – verkauft. Aus der Veräußerung ergab sich für die Division Powertrain insgesamt ein Ertrag in Höhe von 2,0 Mio €.

Aus der Veräußerung des Möbelfolien-Geschäfts des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko entstand in der Division ContiTech ein Ertrag in Höhe von 4,7 Mio € (Vj. 8,2 Mio €). In diesem Zusammenhang wurden nicht benötigte Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 2,4 Mio € aufgelöst (Vj. Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,7 Mio €).

Aus der Veräußerung der Phoenix Dichtungstechnik GmbH ergab sich in der Division ContiTech ein Ertrag in Höhe von 24,3 Mio €.

Aus der Erstkonsolidierung der Matador-Gruppe ergab sich im Jahr 2007 ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 21,2 Mio €. Gegenläufig wirkten Impairments für einen nicht genutzten Markennamen sowie ein nicht genutztes Kraftwerk in Höhe von 1,3 Mio €.

Aus dem Verkauf von Anlagen ergaben sich im Berichtszeitraum Erträge in Höhe von 12,4 Mio € (Vj. 13,4 Mio €).

Erstattungen für Kundenwerkzeuge konnten im Jahr 2008 in Höhe von 19,6 Mio € vereinnahmt werden (Vj. 13,6 Mio €).

Im Rahmen der Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen im Reifenwerk Charlotte, USA, wurden im Vorjahr vor allem nicht benötigte Rückstellungen in Höhe von 3,1 Mio € aufgelöst.

Die übrigen Erträge entfallen auf Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen sowie Erstattungsleistungen von Kunden für nicht abgeforderte Kapazitäten. Zudem wurden staatliche Zuschüsse, die nicht für Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt waren, in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. 6,5 Mio €) ergebniswirksam in der Position „Übrige“ sowie in Fixkostenpositionen vereinnahmt.


In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen verrechnet:

Mio € 2008 2007
Löhne und Gehälter 4.710,0 2.967,3
Soziale Abgaben 885,5 577,0
Aufwendungen für Altersversorgung 150,8 108,4
Personalaufwendungen 5.746,3 3.652,7

Der Anstieg der Personalaufwendungen ist insbesondere auf den erstmaligen Einbezug der Siemens VDO über 12 Monate zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2008 betrug 148.379 (Vj. 93.895).

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.