Entwicklung der Divisionen
Chassis & Safety
Umsatzanstieg um 10,4 % - Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) und bereinigt um Sondereffekte um 10,7 %
Absatz
Im Geschäftsbereich Electronic Brake Systems reduzierte sich der Absatz von elektronischen Bremssystemen während des Jahres 2008 um 8,6 % auf 14,4 Mio Einheiten (Vj. 15,7 Mio).
Auch im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems mussten wir Absatzrückgänge hinnehmen. Bei Bremskraftverstärkern reduzierte sich das Absatzvolumen um 3,3 % auf 13,0 Mio (Vj. 13,4 Mio). Bei Bremssätteln verzeichneten wir einen Rückgang um 12,4 % auf 30,3 Mio Einheiten (Vj. 34,5 Mio).
Umsatzanstieg um 10,4 %
Die Division Chassis & Safety steigerte den Umsatz im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 % auf 5.134,0 Mio € (Vj. 4.648,6 Mio €). Diese Erhöhung resultiert aus Konsolidierungskreisveränderungen, insbesondere durch den Erwerb der Siemens VDO. Volumenrückgänge im vierten Quartal und Währungskursveränderungen wirkten sich gegenläufig aus.
Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 37,6 %
Die Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA sind für Siemens VDO und für die anderen in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen nicht mehr separat identifizierbar. Aus diesem Grund wurde für Siemens VDO auf Basis des zum 30. November 2007 ermittelten Euro-Wertes eine grobe Schätzung vorgenommen. Daraus ergibt sich für das Jahr 2008 für die Division Chassis & Safety eine Abschreibung auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) in Höhe von 2,5 Mio €.
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) der Division Chassis & Safety reduzierte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 215,7 Mio € bzw. 37,6 % auf 358,1 Mio € (Vj. 573,8 Mio €) und entspricht 7,0 % (Vj. 12,3 %) vom Umsatz. Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 62,6 Mio € bzw. 10,7 % auf 519,9 Mio € (Vj. 582,5 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 10,1 % (Vj. 12,5 %).
Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA um 38,0 %
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA der Division Chassis & Safety verringerte sich im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 218,2 Mio € bzw. 38,0 % auf 355,6 Mio € (Vj. 573,8 Mio €) und erreichte 6,9 % (Vj. 12,3 %) vom Umsatz.
Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 46,5 %; Rückgang des bereinigten EBIT um 19,2 %
Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 263,9 Mio € bzw. 46,5 % auf 303,1 Mio € (Vj. 567,0 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 5,9 % (Vj. 12,2 %). Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT um 110,8 Mio € bzw. 19,2 % auf 464,9 Mio € (Vj. 575,7 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 9,1 % (Vj. 12,4 %).
Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 6,7 % (Vj. 19,7 %).
Sondereffekte 2008
Die jährliche Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des Impairment-Tests führte zu einem Impairmentbedarf für die Division Chassis & Safety in Höhe von
Aus der 2006 begonnenen Verlagerung von Produktionskapazität aus dem Werk Ebbw Vale, Großbritannien, in das slowakische Werk Zvolen entstand im Jahr 2008 in der Division Chassis & Safety ein weiteres Impairment in Höhe von 0,5 Mio €.
Die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts eines Joint Ventures der Division Chassis & Safety auf den voraussichtlichen Liquidationserlös führte zu einem Impairment in Höhe von 2,4 Mio €.
Der Sensorik-Bereich der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain am Standort Dortmund, Deutschland, wird aufgrund von Volumenreduzierungen und fehlenden Nachfolgeaufträgen geschlossen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen für die Division Chassis & Safety in Höhe von 6,3 Mio € angefallen.
Durch die Verlagerung von F&E-Aktivitäten der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain sind am Standort Elkhart, USA, im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen für die Division Chassis & Safety in Höhe von 3,6 Mio € angefallen.
In der Division Chassis & Safety fielen 3,8 Mio € für verschiedene, kleinere Impairments an.
Für das Jahr 2008 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Chassis & Safety insgesamt 161,8 Mio €. Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 145,2 Mio € ergibt sich eine Belastung durch Sondereffekte für die Division Chassis & Safety in Höhe von 16,6 Mio €.
Sondereffekte 2007
Die Continental Teves Japan Inc. verkaufte mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wesentliche Teile des Werkgeländes inkl. der dazugehörenden Gebäude und Maschinen am Standort Hiroshima, Japan, an die Nisshinbo Industries Inc. zum symbolischen Wert von 1 Yen. Gemäß den IFRS-Vorschriften ist der Buchwert auf den erwarteten Verkaufspreis außerordentlich abzuschreiben. Hieraus ergab sich im Jahr 2007 ein Impairment in Höhe von 3,6 Mio €.
Aus der in 2006 begonnenen Verlagerung von Produktionskapazität aus dem Werk Ebbw Vale, Großbritannien, in das slowakische Werk Zvolen entstand im Jahr 2007 ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 1,4 Mio €.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation der Siemens VDO im Jahr 2007 wurden Vorräte in Höhe von 3,7 Mio € zum Veräußerungswert angesetzt. Der Verbrauch dieser Vorräte im Dezember 2007 führte zu einem Aufwand in gleicher Höhe.
Für das Jahr 2007 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Chassis & Safety insgesamt 8,7 Mio €.
Beschaffung
Der Beschaffungsmarkt der Division Chassis & Safety ging zu großen Teilen aus dem bestehenden Automotive-Bereich der Continental AG hervor. Die eingeführte zentrale Einkaufsstruktur wirkt sich weiterhin positiv aus. Hauptaufgaben waren der Aufbau neuer Lieferanten für neue Technologien im Bereich Fahrerassistenzsysteme und Kostenreduzierungen in allen Geschäftsbereichen. Ab Mitte des Geschäftsjahres erhöhten sich die Preise für Rohmaterial (Stahl, Stahlschrott und Aluminium).
Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 76,1 Mio € bzw. 21,9 % auf 423,6 Mio € (Vj. 347,5 Mio €) und beträgt damit 8,3 % vom Umsatz (Vj. 7,5 %).
Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 um 257,4 Mio € auf 486,8 Mio € (Vj. 229,4 Mio €) und betragen 9,5 % vom Umsatz (Vj. 4,9 %). Darin enthalten waren im Jahr 2008 außerplanmäßige Wertminderungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 150,6 Mio € (Vj. 5,1 Mio €).
Operative Aktiva
Die operativen Aktiva der Division Chassis & Safety reduzierten sich im Vergleich zum Ende des Jahres 2007 um 134,1 Mio € auf 4.308,3 Mio €.
Die langfristigen Vermögenswerte summieren sich auf 4.331,2 Mio € (Vj. 4.406,7 Mio €). Davon entfallen auf den Goodwill 2.665,5 Mio € (Vj. 2.719,7 Mio €), die immateriellen Vermögenswerte 321,6 Mio € (Vj. 363,0 Mio €) und die Sachanlagen 1.251,2 Mio € (Vj. 1.235,6 Mio €). Die Division Chassis & Safety wurde mit 145,2 Mio € durch das Goodwill Impairment des Geschäftsjahres 2008 sowie mit 52,5 Mio € durch planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA aus dem Erwerb der Siemens VDO belastet. Dem steht ein Goodwillzugang in Höhe von 84,3 Mio € aus der nachträglichen Feststellung der Eröffnungsbilanzwerte aus der Übernahme der Siemens VDO gegenüber.
| Chassis & Safety in Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | Δ in % | |
| Umsatz | 5.134,0 | 4.648,6 | 10,4 |
| EBITDA | 789,9 | 796,4 | −0,8 |
| in % vom Umsatz | 15,4 | 17,1 | |
| EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA | 355,6 | 573,8 | −38,0 |
| in % vom Umsatz | 6,9 | 12,3 | |
| EBIT | 303,1 | 567,0 | −46,5 |
| in % vom Umsatz | 5,9 | 12,2 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 423,6 | 347,5 | 21,9 |
| in % vom Umsatz | 8,3 | 7,5 | |
| Abschreibungen1 | 486,8 | 229,4 | 112,2 |
| Operative Aktiva (zum 31.12.)2 | 4.308,3 | 4.442,4 | −3,0 |
| EBIT in % von operativen Aktiva (zum 31.12.)2 | 7,0 | 12,8 | |
| Operative Aktiva (Durchschnitt)2 | 4.494,4 | 2.876,6 | 56,2 |
| EBIT in % von operativen Aktiva (Durchschnitt)2 | 6,7 | 19,7 | |
| Investitionen3 | 336,0 | 279,8 | 20,1 |
| in % vom Umsatz | 6,5 | 6,0 | |
| Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)4 | 26.680 | 27.809 | −4,1 |
| EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt5 | 517,4 | 582,5 | −11,2 |
| in % vom Umsatz | 10,1 | 12,5 | |
| EBIT bereinigt5 | 464,9 | 575,7 | −19,2 |
| in % vom Umsatz | 9,1 | 12,4 | |
| EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) | 358,1 | 573,8 | −37,6 |
| in % vom Umsatz | 7,0 | 12,3 | |
| EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) bereinigt5 | 519,9 | 582,5 | −10,7 |
| in % vom Umsatz | 10,1 | 12,5 | |
| 1) Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2) Neue Definition der operativen Aktiva. 3) Investitionen in Sachanlagen und Software. 4) Ohne Auszubildende. 5) Bereinigt um Sondereffekte. |
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Das Working Capital beträgt zum Jahresende 376,4 Mio € (Vj. 484,1 Mio €). Der Bestand der operativen Forderungen beträgt 556,3 Mio € (Vj. 723,2 Mio €), die Vorräte 288,2 Mio € (Vj. 324,1 Mio €). Die Höhe der operativen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 468,1 Mio € (Vj. 563,2 Mio €).
Investitionen (Bilanzzugang)
Der Bilanzzugang der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 56,2 Mio € auf 336,0 Mio € (Vj. 279,8 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 6,5 % (Vj. 6,0 %). In fast allen Geschäftsbereichen wurde in die Erweiterung von Produktionskapazitäten investiert.
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety verringerte sich um 1.129 Mitarbeiter auf 26.680 (Vj. 27.809). In allen Geschäftsbereichen wurden offene Stellen nicht wieder besetzt und Anpassungsmaßnahmen entsprechend des Volumenrückgangs eingeleitet.
