Entwicklung der Divisionen

Interior

Umsatzanstieg um 282,4 % - Anstieg des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) und bereinigt um Sondereffekte um 448,6 Mio €

Absatz
Der deutliche Marktrückgang im November und Dezember belastete die Absatzzahlen für das Gesamtjahr, insbesondere im NAFTA-Raum. Im Bereich Nutzfahrzeuge ist ein spürbarer Rückgang zu verzeichnen.

Im Geschäftsbereich Body & Security erreichen wir trotz des Marktrückgangs im vierten Quartal für Body- und Door-Control-Units 27,8 Mio verkaufte Einheiten.

Der Geschäftsbereich Instrumentation & Displays verkaufte im Jahr 2008 17,5 Mio Einheiten.

Im Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket konnten wir die Verkaufszahlen für digitale Tachographen deutlich steigern.

Umsatzanstieg um 282,4 %
Die Division Interior steigerte den Umsatz im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 282,4 % auf 5.856,7 Mio € (Vj. 1.531,6 Mio €). Diese Erhöhung resultiert aus Konsolidierungskreisveränderungen, insbesondere durch den Erwerb der Siemens VDO. Volumenrückgänge im vierten Quartal und Währungskursveränderungen wirkten sich gegenläufig aus.

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 196,3 Mio €
Die Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA sind für Siemens VDO und für die anderen in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen nicht mehr separat identifizierbar. Aus diesem Grund wurde für Siemens VDO auf Basis des zum 30. November 2007 ermittelten Euro-Wertes eine grobe Schätzung vorgenommen. Daraus ergibt sich für das Jahr 2008 für die Division Interior eine Abschreibung auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) in Höhe von 53,5 Mio €.

Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) der Division Interior reduzierte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 196,3 Mio € auf -157,9 Mio € (Vj. 38,4 Mio €) und entspricht -2,7 % (Vj. 2,5 %) vom Umsatz. Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Anstieg des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 448,6 Mio € auf 525,9 Mio € (Vj. 77,3 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 9,0 % (Vj. 5,0 %).

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA um 249,8 Mio €
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA der Division Interior verringerte sich im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 249,8 Mio € auf -211,4 Mio € (Vj. 38,4 Mio €) und entspricht -3,6 % (Vj. 2,5 %) vom Umsatz.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 473,4 Mio €; Anstieg des bereinigten EBIT um 204,1 Mio €
Die Division Interior verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 473,4 Mio € auf -462,6 Mio € (Vj. 10,8 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -7,9 % (Vj. 0,7 %). Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Anstieg des EBIT um 204,1 Mio € auf 253,8 Mio € (Vj. 49,7 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 4,3 % (Vj. 3,2 %).

Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt -8,2 % (Vj. 0,6 %).

Sondereffekte 2008
Die jährliche Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des Impairment-Tests führte zu einem Impairmentbedarf für die Division Interior in Höhe von 475,2 Mio €.

Die Prüfung der Kundenbeziehungen innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte bei einem Kunden zu einem Impairmentbedarf für die Division Interior in Höhe von 32,6 Mio €.

Im Rahmen der Abwicklung von Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola ergab sich im Berichtszeitraum für die Division Interior ein positiver EBIT-Effekt in Höhe von 4,1 Mio € aus dem Saldo laufender Restrukturierungsaufwendungen und der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen. Gegenläufig wirkten Aufwendungen aus der fortschreitenden Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola in Höhe von 1,9 Mio €.

Am Standort Wetzlar, Deutschland, soll die Produktion aufgrund fehlender Aufträge eingestellt werden. Die Bereiche Forschung und Entwicklung (F&E) werden in Wetzlar fortgeführt. Dadurch ergaben sich im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 26,1 Mio €.

Am Standort Babenhausen, Deutschland laufen zwei Kundenaufträge aus, für die es keine Nachfolgeprodukte gibt. Daher fielen im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 40,7 Mio € an.

Im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO wurde das Produktportfolio überprüft. Dabei wurden Geschäftsteile im Non-OE-Bereich identifiziert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für einen dieser Geschäftsteile wurde der Veräußerungsprozess eingeleitet und führte zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 46,9 Mio €.

Die Produktion des Standorts Rambouillet, Frankreich, wird verlagert. F&E-Aktivitäten sowie Verwaltung bleiben am Standort bestehen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 42,9 Mio € angefallen.

Für den Forschungs- und Entwicklungsstandort München, Deutschland, entstanden im Jahr 2008 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,4 Mio €.

Die Division Interior hat entschieden, die Geschäftstätigkeit des Segments Aftermarket Infotainment einzustellen. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio € an.

Aus der Veräußerung des Parking Systems-Geschäfts ergab sich in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 6,2 Mio € und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio €.

Es ist geplant, den Standort Birmingham, Großbritannien, zu schließen. Dabei wurde das Cockpit-Geschäft der Division Interior zum 31.12.2008 verkauft. Hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1,0 Mio €. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio € an. Die Verlagerung weiterer Geschäftsaktivitäten der Division Interior führte zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio €.

Die Prüfung der At-Equity bewerteten Beteiligungsbuchwerte der Division Interior führte zu zwei Wertminderungen in Höhe von 35,0 Mio € bzw. 5,0 Mio €.

Zusätzlich entstanden im Berichtszeitraum für die Division Interior weitere Restrukturierungsaufwendungen für verschiedene Standorte in Höhe von 1,7 Mio €.

In der Division Interior fielen 2,6 Mio € für verschiedene, kleinere Impairments an.

Für das Jahr 2008 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Interior insgesamt 716,4 Mio €. Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 475,2 Mio € sowie das Impairment auf Kundenbeziehung in Höhe von 32,6 Mio € ergibt sich eine Belastung durch Sondereffekte für die Division Interior in Höhe von 208,6 Mio €.

Sondereffekte 2007
Durch die Schließung des Standorts in der Innenstadt von Bangalore, Indien, und die Verlagerung der Maschinen in das Umland von Bangalore fielen Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 2,1 Mio € an.

Durch die Kaufpreisallokation der Siemens VDO im Jahr 2007 wurden Vorräte in Höhe von 17,7 Mio € zum Veräußerungswert angesetzt. Der Verbrauch dieser Vorräte im Dezember 2007 führte zu einem Aufwand in gleicher Höhe.

Durch die fortschreitende Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola entstanden im Berichtszeitraum 2007 in der Division Interior anteilig Aufwendungen für Integration in Höhe von 11,3 Mio € und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,2 Mio €.

Interior in Mio €
  2008 2007 Δ in %
Umsatz 5.856,7 1.531,6 282,4
EBITDA 557,3 101,3 450,1
in % vom Umsatz 9,5 6,6  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA −211,4 38,4 −650,5
in % vom Umsatz −3,6 2,5  
EBIT −462,6 10,8 −4.383,3
in % vom Umsatz −7,9 0,7  
Forschungs- und Entwicklungskosten 432,5 131,5 228,9
in % vom Umsatz 7,4 8,6  
Abschreibungen1 1.019,9 90,5 1.027,0
Operative Aktiva (zum 31.12.)2 5.003,4 5.852,2 −14,5
EBIT in % von operativen Aktiva (zum 31.12.)2 −9,2 0,2  
Operative Aktiva (Durchschnitt)2 5.629,1 1.895,1 197,0
EBIT in % von operativen Aktiva (Durchschnitt)2 −8,2 0,6  
Investitionen3 265,2 65,5 304,9
in % vom Umsatz 4,5 4,3  
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)4 30.813 33.459 −7,9
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt5 472,4 77,3 511,1
in % vom Umsatz 8,1 5,0  
EBIT bereinigt5 253,8 49,7 410,7
in % vom Umsatz 4,3 3,2  
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) −157,9 38,4 −511,2
in % vom Umsatz −2,7 2,5  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) bereinigt5 525,9 77,3 580,3
in % vom Umsatz 9,0 5,0  

Im Rahmen der mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola übernommenen und nicht genutzten Mietflächen nahe Detroit, USA, wurde im Jahr 2007 eine anteilige Rückstellung in der Division Interior in Höhe von 2,6 Mio € gebildet, da eine Untervermietung nicht möglich war.

Für das Jahr 2007 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Interior insgesamt 38,9 Mio €.

Beschaffung
Der Beschaffungsmarkt der Division Interior setzt sich sowohl aus vorhandenen Zulieferern der Continental AG als auch aus hinzugekommenen Lieferanten der Siemens VDO zusammen. Dieser Markt von Infotainment-Produkten bis hin zu Innenraumausstattungen bringt neue Lösungen in der Schnittstelle zum Fahrer. Die damit einhergehenden neuen Geschäftsfelder werden ebenso neue Zulieferer wie Synergiepotenziale hervorbringen. Vor allem im Bereich der Kunststoff Ressins war Preisdruck für das Ergebnis maßgeblich. Im Bereich Body & Security konnten Synergieeffekte realisiert werden.

Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 301,0 Mio € bzw. 228,9 % auf 432,5 Mio € (Vj. 131,5 Mio €) und beträgt damit 7,4 % vom Umsatz (Vj. 8,6 %).

Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 um 929,4 Mio € auf 1.019,9 Mio € (Vj. 90,5 Mio €) und betragen 17,4 % vom Umsatz (Vj. 5,9 %). Darin enthalten sind im Jahr 2008 außerplanmäßige Wertminderungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 523,6 Mio € (Vj. 0,3 Mio €).

Operative Aktiva
Die operativen Aktiva der Division Interior reduzierten sich im Vergleich zum Ende des Jahres 2007 um 848,8 Mio € auf 5.003,4 Mio €.

Die langfristigen Vermögenswerte summieren sich auf 4.970,9 Mio € (Vj. 5.735,9 Mio €). Davon entfallen auf den Goodwill 2.222,0 Mio € (Vj. 2.566,5 Mio €), die immateriellen Vermögenswerte 1.204,8 Mio € (Vj. 1.445,6 Mio €) und die Sachanlagen 1.100,7 Mio € (Vj. 1.207,8 Mio €). Die Division Interior wurde mit 475,2 Mio € durch das Goodwill Impairment des Geschäftsjahres 2008 sowie mit 251,2 Mio € durch planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA aus dem Erwerb der Siemens VDO belastet. Dem steht ein Goodwillzugang in Höhe von 125,0 Mio € aus der nachträglichen Feststellung der Eröffnungsbilanzwerte aus der Übernahme der Siemens VDO gegenüber.

Das Working Capital beträgt zum Jahresende 570,9 Mio € (Vj. 679,8 Mio €). Die operativen Forderungen betragen 650,6 Mio € (Vj. 884,3 Mio €) und die Vorräte 479,0 Mio € (Vj. 566,3 Mio €). Die Höhe der operativen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 558,7 Mio € (Vj. 770,8 Mio €).

Investitionen (Bilanzzugang)
Der Bilanzzugang der Division Interior erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 199,7 Mio € auf 265,2 Mio € (Vj. 65,5 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 4,5 % (Vj. 4,3 %).

Der Schwerpunkt der Investitionen lag im Berichtsjahr auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Bereiche Body & Security sowie Instrumentation & Displays. Hierbei wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Tschechien, Spanien und Mexiko erweitert.

Mitarbeiter
Die Mitarbeiterzahl der Division Interior verringerte sich um 2.646 auf 30.813 Personen (Vj. 33.459). Im Geschäftsbereich Body & Security reduzierte sich die Anzahl der Beschäftigten aufgrund von Synergieeffekten und Produktivitätsmaßnahmen um 839 Personen. Produktivitätsmaßnahmen und Standortkonzentrationen führten im Bereich Connectivity zu einer Verringerung der Beschäftigten um 766 Personen. Durch Restrukturierungen und Portfoliobereinigungen wurde im Geschäftsbereich Multimedia das Personal um 652 Mitarbeiter abgebaut. Produktivitätsmaßnahmen und Anpassungen an den Umsatzrückgang führten im Bereich Instrumentation & Displays zu einer Verringerung um 430 Mitarbeiter.

top

 

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.