Entwicklung der Divisionen

Powertrain

Umsatzanstieg um 243,2 % - Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) und bereinigt um Sondereffekte um 131,5 Mio €

Absatz
Die Geschäftsbereiche Engine Systems (Einspritzsysteme für leichte und mittelschwere Nutzfahrzeuge), Transmission (Getriebesteuereinheiten) und Sensors & Actuators verzeichneten bereits zum Jahresanfang deutliche Absatzschwächen in Nordamerika. Dieser Rückgang überkompensierte die vorübergehende positive Entwicklung für elektronische Steuereinheiten und Einspritzsysteme für Diesel- und Benzinmotoren in Europa und Asien, die im vierten Quartal auch einbrach.

Umsatzanstieg um 243,2 %
Die Division Powertrain steigerte den Umsatz im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 243,2 % auf 4.040,0 Mio € (Vj. 1.177,0 Mio €). Diese Erhöhung resultiert aus Konsolidierungskreisveränderungen, insbesondere durch den Erwerb der Siemens VDO. Volumenrückgänge im vierten Quartal und Währungskursveränderungen wirkten sich gegenläufig aus.

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 742,5 Mio €
Die Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA sind für Siemens VDO und für die anderen in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen nicht mehr separat identifizierbar. Aus diesem Grund wurde für Siemens VDO auf Basis des zum 30. November 2007 ermittelten Euro-Wertes eine grobe Schätzung vorgenommen. Daraus ergibt sich für das Jahr 2008 für die Division Powertrain eine Abschreibung auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) in Höhe von 54,3 Mio €.

Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) der Division Powertrain reduzierte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 742,5 Mio € auf -796,0 Mio € (Vj. -53,5 Mio €) und entspricht -19,7 % (Vj. -4,5 %) vom Umsatz. Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 131,5 Mio € auf -136,8 Mio € (Vj. -5,3 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt -3,4 % (Vj. -0,5 %).

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA um 796,8 Mio €
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA der Division Powertrain verringerte sich im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 796,8 Mio € auf -850,3 Mio € (Vj. -53,5 Mio €) und erreichte -21,0 % (Vj. -4,5 %) vom Umsatz.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 972,7 Mio €; Rückgang des bereinigten EBIT um 340,0 Mio €
Die Division Powertrain verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 972,7 Mio € auf -1.046,2 Mio € (Vj. -73,5 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -25,9 % (Vj. -6,2 %). Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT um 340,0 Mio € auf -365,3 Mio € (Vj. -25,3 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt -9,0 % (Vj. -2,1 %).

Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt -22,7 % (Vj. -4,6 %).

Sondereffekte 2008
Die jährliche Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des Impairment-Tests führte zu einem Impairmentbedarf für die Division Powertrain in Höhe von 609,6 Mio €.

Die Prüfung der Kundenbeziehungen innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte bei einem Kunden zu einem Impairmentbedarf für die Division Powertrain in Höhe von 21,7 Mio €.

Durch die Abwicklung von Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola ergab sich im Berichtszeitraum für die Division Powertrain ein positiver EBIT-Effekt in Höhe von 0,2 Mio € aus dem Saldo laufender Restrukturierungsaufwendungen und der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen. Gegenläufig wirkten Aufwendungen aus der fortschreitenden Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola in Höhe von 4,1 Mio €.

Im Rahmen der geplanten Schließung des Standorts Birmingham, Großbritannien, fielen durch die Verlagerung des Fuel Supply-Geschäfts der Division Powertrain nach Dortmund, Deutschland, und Brandys, Tschechische Republik, Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,8 Mio € an.

Der Sensorik-Bereich der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain am Standort Dortmund, Deutschland, wird aufgrund von Volumenreduzierungen und fehlenden Nachfolgeaufträgen geschlossen. In diesem Zusammenhang entstanden im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen für die Division Powertrain in Höhe von 9,3 Mio €.

Durch die Verlagerung von F&E-Aktivitäten der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain sind am Standort Elkhart, USA, im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen für die Division Powertrain in Höhe von 2,6 Mio € angefallen.

Zum 1. April 2008 wurden die Elektromotoren-Aktivitäten an die Brose-Unternehmensgruppe – überwiegend im Rahmen eines Asset-Deals – verkauft. Aus der Veräußerung ergab sich für die Division Powertrain insgesamt ein Ertrag in Höhe von 2,0 Mio €.

Der Standort Asnière, Frankreich, der Division Powertrain wird geschlossen. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 18,8 Mio € an.

Die Produktion für Diesel-Einspritzsysteme des Standorts Blythewood, USA, sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Columbia, USA, werden nach Newport News, USA, verlagert. Dadurch ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 10,5 Mio €. Ende 2008 wurde u. a. eine Einigung mit den gewerkschaftlichen Vertretern der Lohnempfänger am Standort Newport News, USA, erreicht, die Ruhestandsleistungen für medizinische Vorsorge auf dem gegenwärtigen Niveau einzufrieren. Dies führte zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 10,2 Mio €.

Ein Automobilhersteller hat wegen fehlender Finanzierungslösung einen Auftrag kurzfristig zurückgenommen. Der Vertragspartner war ein Großkunde der Continental. Davon ist das neue Powertrain-Werk in Costa Rica betroffen, in dem der Produktionsanlauf von Motor- und Getriebesteuerungen aufgrund dieses ersten Auftrags Ende 2008 vorgesehen war. Continental hat dem Kunden eine Schadenersatzforderung gestellt. Diese Firma hat infolgedessen Insolvenzschutz in den USA beantragt. Auf Lieferantenseite galten Verträge, die storniert werden mussten, sodass die Lieferanten Schadenersatz verlangten. Eine Einigung mit den Verragspartnern konnte erzielt werden, die im Wesentlichen die Übernahme der bereits bezahlten Werkzeuge vorsah. Da weder für diese noch für die eigenen Werkzeuge eine weitere Verwendung möglich war, wurden sie in voller Höhe wertberichtigt. Insgesamt entstand ein Aufwand von 12,4 Mio €. Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Costa Rica überprüft Continental zurzeit Optionen, die durch die kurzfristige Überführung anderer Produkte für den NAFTA-Raum eine Auslastung dieses Werks sicherstellen sollten. Damit ist keine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich.

In der Division Powertrain fielen 0,5 Mio € für verschiedene, kleinere Impairments an.

Für das Jahr 2008 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Powertrain insgesamt 680,9 Mio €. Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 609,6 Mio € sowie das Impairment auf Kundenbeziehung in Höhe von 21,7 Mio € ergibt sich eine Belastung durch Sondereffekte für die Division Powertrain in Höhe von 49,6 Mio €.

Sondereffekte 2007
An unserem Standort Chatham, Kanada, wurde am 20. Dezember 2007 bekannt gegeben, die bestehende Produktion einzustellen. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2007 eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 10,1 Mio € gebildet.

Powertrain in Mio €
  2008 2007 Δ in %
Umsatz 4.040,0 1.177,0 243,2
EBITDA 81,6 5,9 1.283,1
in % vom Umsatz 2,0 0,5  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA −850,3 −53,5 −1.489,3
in % vom Umsatz −21,0 −4,5  
EBIT −1.046,2 −73,5 −1.323,4
in % vom Umsatz −25,9 −6,2  
Forschungs- und Entwicklungskosten 420,1 144,9 189,9
in % vom Umsatz 10,4 12,3  
Abschreibungen1 1.127,8 79,4 1.320,4
Operative Aktiva (zum 31.12.)2 3.839,7 4.960,0 −22,6
EBIT in % von operativen Aktiva (zum 31.12.)2 −27,2 −1,5  
Operative Aktiva (Durchschnitt)2 4.610,8 1.592,9 189,5
EBIT in % von operativen Aktiva (Durchschnitt)2 −22,7 −4,6  
Investitionen3 494,4 129,6 281,5
in % vom Umsatz 12,2 11,0  
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)4 25.244 31.608 −20,1
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt5 −191,1 −5,3 −3.505,7
in % vom Umsatz −4,7 −0,5  
EBIT bereinigt5 −365,3 −25,3 −1.343,9
in % vom Umsatz −9,0 −2,1  
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) −796,0 −53,5 −1.387,9
in % vom Umsatz −19,7 −4,5  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) bereinigt5 −136,8 −5,3 −2.481,1
in % vom Umsatz −3,4 −0,5  

Im Rahmen der Kaufpreisallokation der Siemens VDO im Jahr 2007 wurden Vorräte in Höhe von 12,2 Mio € zum Veräußerungswert angesetzt. Der Verbrauch dieser Vorräte im Dezember 2007 führte zu einem Aufwand in gleicher Höhe.

Zur Optimierung der Produktionsorganisation in Deutschland sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur im Bereich Elektrische Antriebe wurde der Standort Haldensleben bis auf kleinere Restabwicklungsaktivitäten bis zum Ende des Jahres 2007 geschlossen. Die dortigen Aktivitäten wurden nach Berlin verlagert. Dadurch fielen im Jahr 2007 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio € an.

Durch die fortschreitende Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola entstanden im Berichtszeitraum 2007 in der Division Powertrain anteilig Aufwendungen in Höhe von 14,6 Mio € und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,9 Mio €.

Im Rahmen der mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola übernommenen und nicht genutzten Mietflächen nahe Detroit, USA, wurde im Vorjahr eine Rückstellung anteilig in der Division Powertrain in Höhe von 2,6 Mio € gebildet, da eine Untervermietung nicht möglich war.

Für das Jahr 2007 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für die Division Powertrain insgesamt 48,2 Mio €.

Beschaffung
Der Beschaffungsmarkt der Division Powertrain setzt sich sowohl aus vorhandenen Zulieferern der Continental AG als auch aus hinzugekommenen Lieferanten der Siemens VDO zusammen. Die Betreuung des erweiterten Produktportfolios durch die bereits etablierte zentrale Einkaufsstruktur führte insbesondere in den Bereichen Electronics und Transmission zu Synergien.

Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 275,2 Mio € bzw. 189,9 % auf 420,1 Mio € (Vj. 144,9 Mio €) und beträgt damit 10,4 % vom Umsatz (Vj. 12,3 %).

Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 um 1.048,4 Mio € auf 1.127,8 Mio € (Vj. 79,4 Mio €) und betragen 27,9 % vom Umsatz (Vj. 6,7 %). Darin enthalten waren im Jahr 2008 außerplanmäßige Wertminderungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 653,3 Mio € (Vj. 1,4 Mio €).

Operative Aktiva
Die operativen Aktiva der Division Powertrain reduzierten sich im Vergleich zum Ende des Jahres 2007 um 1.120,3 Mio € auf 3.839,7 Mio €.

Die langfristigen Vermögenswerte summieren sich auf 3.972,7 Mio € (Vj. 4.434,2 Mio €). Davon entfallen auf den Goodwill 1.402,6 Mio € (Vj. 1.911,1 Mio €), die immateriellen Vermögenswerte 897,6 Mio € (Vj. 1.054,6 Mio €) und die Sachanlagen 1.520,8 Mio € (Vj. 1.319,8 Mio €). Die Division Powertrain wurde mit 609,6 Mio € durch das Goodwill Impairment des Geschäftsjahres 2008 sowie mit 195,9 Mio € durch planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA aus dem Erwerb der Siemens VDO belastet. Dem steht ein Goodwillzugang in Höhe von 96,3 Mio € aus der nachträglichen Feststellung der Eröffnungsbilanzwerte aus der Übernahme der Siemens VDO gegenüber.

Das Working Capital beträgt zum Jahresende 342,4 Mio € (Vj. 504,6 Mio €). Der Bestand der operativen Forderungen beträgt 575,3 Mio € (Vj. 747,6 Mio €), und die Vorräte 278,7 Mio € (Vj. 302,7 Mio €). Die Höhe der operativen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 511,6 Mio € (Vj. 545,7 Mio €).

Investitionen (Bilanzzugang)
Der Bilanzzugang der Division Powertrain erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 364,8 Mio € auf 494,4 Mio € (Vj. 129,6 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 12,2 % (Vj. 11,0 %).

Im Geschäftsbereich Engine Systems wurde in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten für Motor-Einspritzsysteme investiert.

Im Geschäftsbereich Transmission wurde die Fertigung von Getriebesteuergeräten erweitert.

Mitarbeiter
Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Personal in der Division Powertrain um 6.364 Personen auf 25.244 reduziert (Vj. 31.608). Hintergrund dafür war primär der Verkauf der Elektromotoren-Aktivitäten mit 4.561 Beschäftigten. Entsprechend der Umsatzrückgänge verringerte sich die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsbereich Engine Systems um 918 Personen, im Bereich Fuel Supply um 456 Mitarbeiter und im Geschäftsbereich Sensors um 400 Mitarbeiter.

top

 

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.