Ertragslage

 

Umsatzanstieg um 45,8 % - Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) und bereinigt um Sondereffekte um 0,2 %

Continental-Konzern in Mio €
  2008 2007 Δ in %
Umsatz 24.238,7 16.619,4 45,8
EBITDA 2.771,4 2.490,6 11,3
in % vom Umsatz 11,4 15,0  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA 210,0 1.737,2 −87,9
in % vom Umsatz 0,9 10,5  
EBIT 296,2 1.675,8 −117,7
in % vom Umsatz 1,2 10,1  
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.123,5 1.020,6 −210,1
Ergebnis pro Aktie (in €) 6,84 6,79  
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.498,2 834,8 79,5
in % vom Umsatz 6,2 5,0  
Abschreibungen1 3.067,6 814,8 276,5
Operative Aktiva (zum 31.12)2 17.286,1 19.242,1 −10,2
EBIT in % von operativen Aktiva (zum 31.12)2 1,7 8,7  
Operative Aktiva (Durchschnitt)2 19.117,0 10.529,2 81,6
EBIT in % von operativen Aktiva (Durchschnitt)2 1,5 15,9  
Investitionen3 1.595,2 896,9 77,9
in % vom Umsatz 6,6 5,4  
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl)4 139.155 151.654 −8,2
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA bereinigt5 1.727,0 1.841,5 −6,2
in % vom Umsatz 7,1 11,1  
EBIT bereinigt5 1.275,1 1.780,1 −28,4
in % vom Umsatz 5,3 10,7  
 
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) 320,3 1.737,2 −81,6
in % vom Umsatz 1,3 10,5  
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) bereinigt5 1.837,3 1.841,5 −0,2
in % vom Umsatz 7,6 11,1  

Umsatzanstieg um 45,8 %
Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7.619,3 Mio € bzw. 45,8 % auf 24.238,7 Mio € (Vj. 16.619,4 Mio €). Diese Erhöhung ergibt sich zum einen aus dem Anstieg der ersten sechs Monate 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Höhe von 5.240,1 Mio € und zum anderen aus dem Anstieg der zweiten Jahreshälfte 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Höhe von 2.379,2 Mio €. In beiden Zeiträumen wirkten sich Konsolidierungskreisveränderungen, insbesondere durch den Erwerb der Siemens VDO, positiv aus, während sich Währungskursveränderungen umsatzmindernd auswirkten. Während das erste Halbjahr 2008 noch von organischem Wachstum geprägt war, kam es in der zweiten Jahreshälfte 2008 zu Volumenrückgängen aufgrund des veränderten, negativen Marktumfelds.

Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2008 haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert:

Umsatz nach Regionen in %
  2008 2007
Deutschland 31 31
Europa ohne Deutschland 36 37
NAFTA-Region 19 21
Asien 10 8
Übrige Länder 4 3

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 81,6 %
Die Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (Purchase Price Allocation, Kaufpreisallokation) sind für Siemens VDO und für die anderen in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen nicht mehr separat identifizierbar. Deshalb wurde für Siemens VDO auf Basis des zum 30. November 2007 ermittelten Euro-Wertes eine grobe Schätzung vorgenommen. Daraus ergibt sich für das Jahr 2008 für den Konzern eine Abschreibung auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) in Höhe von 110,3 Mio €.

Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) des Konzerns verringerte sich während des Jahres 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 1.416,9 Mio € bzw. 81,6 % auf 320,3 Mio € (Vj. 1.737,2 Mio €) und entspricht 1,3 % (Vj. 10,5 %) vom Umsatz. Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA und vor Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus PPA (nur Siemens VDO) um 4,2 Mio € bzw. 0,2 % auf 1.837,3 Mio € (Vj. 1.841,5 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 7,6 % (Vj. 11,1 %).

Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA um 87,9 %
Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA des Konzerns verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.527,2 Mio € bzw. 87,9 % auf 210,0 Mio € (Vj. 1.737,2 Mio €). Das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA in % vom Umsatz erreichte 0,9 % (Vj. 10,5 %).

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 117,7 %; Rückgang des um Sondereffekte bereinigten EBIT um 28,4 %
Das operative Konzernergebnis (EBIT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.972,0 Mio € bzw. 117,7 % auf -296,2 Mio € (Vj. 1.675,8 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -1,2 % (Vj. 10,1 %). Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT um 505,0 Mio € bzw. 28,4 % auf 1.275,1 Mio € (Vj. 1.780,1 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 5,3 % (Vj. 10,7 %).

Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt -1,5 % (Vj. 15,9 %). Continental hat die Definition der operativen Aktiva geändert und auf eine Durchschnittsberechnung umgestellt. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.

Der Anstieg der Rohstoffpreise belastete den Konzern im Jahr 2008 mit rund 325 Mio € im Vergleich zu den durchschnittlichen Preisen des Jahres 2007. Davon betroffen sind hauptsächlich die Reifen-Divisionen.

Sondereffekte 2008
Die jährliche Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des Impairment Tests führte zu einem Impairmentbedarf in Höhe von 1.230,0 Mio €. Davon entfielen 475,2 Mio € auf die Division Interior, 145,2 Mio € auf die Division Chassis & Safety sowie 609,6 Mio € auf die Division Powertrain.

Die Prüfung der Kundenbeziehungen innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit im Rahmen eines Impairment-Tests führte bei einem Kunden zu einem Impairmentbedarf in Höhe von 54,3 Mio €. Davon entfielen 32,6 Mio € auf die Division Interior und 21,7 Mio € auf die Division Powertrain.

Aus der 2006 begonnenen Verlagerung von Produktionskapazität aus dem Werk Ebbw Vale, Großbritannien, in das slowakische Werk Zvolen entstand im Jahr 2008 in der Division Chassis & Safety ein weiteres Impairment in Höhe von 0,5 Mio €.

Die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts eines Joint Ventures der Division Chassis & Safety auf den voraussichtlichen Liquidationserlös führte zu einem Impairment in Höhe von 2,4 Mio €.

Im Rahmen der Abwicklung von Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola ergab sich im Berichtszeitraum für die Divisionen Interior und Powertrain ein positiver EBIT-Effekt in Höhe von 4,3 Mio € aus dem Saldo laufender Restrukturierungsaufwendungen und der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen. Gegenläufig wirkten Aufwendungen aus der fortschreitenden Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola in Höhe von 6,0 Mio €.

Am Standort Wetzlar, Deutschland, soll die Produktion aufgrund fehlender Aufträge für die Division Interior eingestellt werden. Die Bereiche Forschung und Entwicklung (F&E) werden in Wetzlar fortgeführt. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 26,1 Mio € angefallen.

Am Standort Babenhausen, Deutschland, laufen zwei Kundenaufträge der Division Interior aus, für die es keine Nachfolgeprodukte gibt. Dadurch entstanden im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 40,7 Mio €.

Ebenfalls in der Division Interior wurde im Zusammenhang mit der Akquisition der Siemens VDO das Produktportfolio überprüft. Dabei wurden Geschäftsteile im Non-OE-Bereich identifiziert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für einen dieser Geschäftsteile wurde der Veräußerungsprozess eingeleitet und führte zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 46,9 Mio €.

Die Produktion des Standortes Rambouillet, Frankreich, wird verlagert. F&E-Aktivitäten sowie Verwaltung bleiben am Standort bestehen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum in der Division Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 42,9 Mio € angefallen.

Für den Forschungs- und Entwicklungsstandort München, Deutschland, entstanden im Jahr 2008 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,4 Mio €.

Die Division Interior hat entschieden, die Geschäftstätigkeit des Segments Aftermarket Infotainment einzustellen. Dies führte zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio €.

Aus der Veräußerung des Parking Systems-Geschäfts ergab sich in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 6,2 Mio €. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio € an.

Es ist geplant, den Standort Birmingham, Großbritannien, zu schließen. Dabei wurde das Cockpit-Geschäft der Division Interior zum 31. Dezember 2008 verkauft. Hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1,0 Mio € und es entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio €. Die Verlagerung weiterer Geschäftsaktivitäten der Division Interior führte zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio €. Für die Verlagerung des Fuel Supply-Geschäfts der Division Powertrain nach Dortmund, Deutschland, und Brandys, Tschechische Republik, fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,8 Mio € an.

Die Prüfung der At-Equity bewerteten Beteiligungsbuchwerte der Division Interior führte zu zwei Wertminderungen in Höhe von 35,0 Mio € bzw. 5,0 Mio €.

Zusätzlich entstanden im Berichtszeitraum für die Division Interior weitere Restrukturierungsaufwendungen für verschiedene Standorte in Höhe von 1,7 Mio €.

Der Sensorik-Bereich der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain am Standort Dortmund, Deutschland, wird aufgrund von Volumenreduzierungen und fehlenden Nachfolgeaufträgen geschlossen. In diesem Zusammenhang sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 15,6 Mio € angefallen.

Durch die Verlagerung von F&E-Aktivitäten der Divisionen Chassis & Safety und Powertrain sind am Standort Elkhart, USA, im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6,2 Mio € angefallen.

Zum 1. April 2008 wurden die Elektromotoren-Aktivitäten an die Brose-Unternehmensgruppe – überwiegend im Rahmen eines Asset-Deals – verkauft. Aus der Veräußerung ergab sich für die Division Powertrain insgesamt ein Ertrag in Höhe von 2,0 Mio €.

Der Standort Asnière, Frankreich, der Division Powertrain wird geschlossen. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 18,8 Mio € an.

Die Produktion für Diesel-Einspritzsysteme des Standorts Blythewood, USA, sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Columbia, USA, werden nach Newport News, USA, verlagert. Dadurch ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 10,5 Mio €.

Ende 2008 wurde u. a. eine Einigung mit den gewerkschaftlichen Vertretern der Lohnempfänger am Standort Newport News, USA, erreicht, die Ruhestandsleistungen für medizinische Vorsorge auf dem gegenwärtigen Niveau einzufrieren. Dies führte zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 10,2 Mio €.

Ein Automobilhersteller hat wegen fehlender Finanzierungslösung einen Auftrag kurzfristig zurückgenommen. Der Vertragspartner war ein Großkunde der Continental. Davon ist das neue Powertrain-Werk in Costa Rica betroffen, in dem der Produktionsanlauf von Motor- und Getriebesteuerungen aufgrund dieses ersten Auftrags Ende 2008 vorgesehen war. Continental hat dem Kunden eine Schadenersatzforderung gestellt. Diese Firma hat infolgedessen Insolvenzschutz in den USA beantragt. Auf Lieferantenseite galten Verträge, die storniert werden mussten, sodass die Lieferanten Schadenersatz verlangten. Eine Einigung mit den Vertragspartnern konnte erzielt werden, die im Wesentlichen die Übernahme der bereits bezahlten Werkzeuge vorsah. Da weder für diese noch für die eigenen Werkzeuge eine weitere Verwendung möglich war, wurden sie in voller Höhe wertberichtigt. Insgesamt entstand ein Aufwand von 12,4 Mio €. Aufgrund der hervorragenden Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Costa Rica überprüft Continental zurzeit Optionen, die durch die kurzfristige Überführung anderer Produkte für den NAFTA-Raum eine Auslastung dieses Werks sicherstellen sollten. Damit ist keine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich.

Aus der weiteren Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen in den US-Reifenwerken Charlotte und Mayfield ergab sich ein positiver EBIT-Effekt in Höhe von 0,3 Mio € aus dem Saldo von Aufwendungen hauptsächlich durch die Verschrottung nicht mehr gebrauchsfähiger Maschinen und der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen.

Aufgrund nicht erreichter Prozesseffizienzen und der damit verbundenen Ertragslage wurde am Standort Mt. Vernon, USA, das Sachanlagevermögen in Höhe von 11,4 Mio € außerplanmäßig abgeschrieben. Dieser Bedarf ergab sich aufgrund der im Jahr 2008 getätigten Investitionen, die nach den Impairment-Vorschriften des IFRS nicht mit dem Wiederbeschaffungswert, sondern mit dem Veräußerungswert als Untergrenze anzusetzen sind.

In der Division Nfz-Reifen wird der Standort Alor Gajah, Malaysia, geschlossen und einige Produktionsteile nach Petaling Jaya, Malaysia, verlagert. Dadurch fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio € an.

In der Division ContiTech ergab sich aus verschiedenen kleineren Restrukturierungsmaßnahmen und nicht mehr benötigten Rückstellungen, im Wesentlichen für Roulunds, Dänemark, und ContiTech Schlauch, Northeim, Deutschland, insgesamt ein positiver EBIT-Effekt in Höhe von 0,9 Mio €.

Aus der Veräußerung des Möbelfolien-Geschäfts des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko entstand in der Division ContiTech ein Ertrag in Höhe von 4,7 Mio €. In diesem Zusammenhang wurden nicht benötigte Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 2,4 Mio € aufgelöst.

Die Veräußerung der Phoenix Dichtungstechnik GmbH führte in der Division ContiTech zu einem Ertrag in Höhe von 24,3 Mio €.

Ende 2004 wurde die italienische Gesellschaft ContiTech Ages verkauft. Im Zusammenhang mit ausstehenden Forderungen fielen Aufwendungen in Höhe von 3,3 Mio € im Wesentlichen aufgrund der Insolvenz der Gesellschaft an.

Im Jahr 2007 haben die Kartellbehörden der Europäischen Union, der USA, Großbritanniens, Australiens, Brasiliens, Japans und Koreas Ermittlungen wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens, insbesondere Preisabsprachen von Mitarbeitern der Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG, im Bereich sogenannter Off-shore-Schläuche eingeleitet. Im Jahr 2008 und zuletzt am 28. Januar 2009 kam es zu Entscheidungen einzelner Behörden und anderen Ereignissen, die zu Aufwendungen in Höhe von 29,0 Mio € führten.

Im Konzern fielen 7,2 Mio € für verschiedene, kleinere Impairments an.

Für das Jahr 2008 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für den Konzern insgesamt 1.571,3 Mio €. Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 1.230,0 Mio € sowie das Impairment auf Kundenbeziehung in Höhe von 54,3 Mio € ergibt sich eine Belastung durch Sondereffekte für den Konzern in Höhe von 287,0 Mio €.

Sondereffekte 2007
Im Rahmen der fortschreitenden Integration des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola entstanden im Jahr 2007 Aufwendungen in Höhe von 25,9 Mio € und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 8,1 Mio €.

Zur Optimierung der Produktionsorganisation in Deutschland sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur im Bereich Elektrische Antriebe wurde der Standort Haldensleben bis auf kleinere Restabwicklungsaktivitäten zum Ende des Jahres 2007 geschlossen. Die dortigen Aktivitäten wurden nach Berlin verlagert. Dadurch fielen im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio € an.

Die Continental Teves Japan Inc. verkaufte mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wesentliche Teile des Werkgeländes inklusive der dazugehörenden Gebäude und Maschinen am Standort Hiroshima, Japan, an die Nisshinbo Industries Inc. zum symbolischen Wert von 1 Yen. Gemäß den IFRS-Vorschriften ist der Buchwert auf den erwarteten Verkaufspreis außerordentlich abzuschreiben. Hieraus ergab sich im Jahr 2007 ein Impairment in Höhe von 3,6 Mio €.

Aus der 2006 begonnenen Verlagerung von Produktionskapazität aus dem Werk Ebbw Vale, Großbritannien, in das slowakische Werk Zvolen entstand im Jahr 2007 ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 1,4 Mio €.

Im Rahmen der mit dem Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola übernommenen und nicht genutzten Mietflächen nahe Detroit, USA, wurde im Jahr 2007 eine Rückstellung in Höhe von 5,2 Mio € gebildet, da eine Untervermietung nicht möglich war.

Durch die Schließung des Standorts in der Innenstadt von Bangalore, Indien, und die Verlagerung der Maschinen in das Umland von Bangalore fielen 2007 Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 2,1 Mio € an.

An unserem Standort Chatham, Kanada, wurde am 20. Dezember 2007 bekannt gegeben, die bestehende Produktion einzustellen. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2007 eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 10,1 Mio € gebildet.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation der Siemens VDO im Jahr 2007 wurden Vorräte in Höhe von 33,6 Mio € zum Veräußerungswert angesetzt. Der Verbrauch dieser Vorräte im Dezember 2007 führte zu einem Aufwand in gleicher Höhe.

Unsere amerikanische Reifengesellschaft Continental Tire North America (CTNA) hatte 2006 die Beteiligung des Unternehmens an Gesundheitsvorsorgekosten für Pensionäre geändert. Einer gegen diese Maßnahme eingereichten Sammelklage hat das zuständige erstinstanzliche Gericht in einem Zwischenbescheid insoweit Recht gegeben, dass die Umsetzung der Änderungen im Vorsorgeplan nicht im vollen Umfang einseitig hätte erfolgen dürfen. CTNA hat gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt. Daneben hat CTNA einen Vorschlag zur Herbeiführung einer einvernehmlichen Lösung für die betroffenen Pensionäre unterbreitet, der im Wesentlichen eine einmalige Dotierung eines externen Fondsträgers vorsieht. Im Rahmen dieser Verständigung blieben die bisherigen Planänderungen bestehen. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2007 in der Division Pkw-Reifen ein Aufwand in Höhe von 46,5 Mio € und in der Division Nfz-Reifen in Höhe von 3,4 Mio € berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden 2007 die medizinischen Vorsorgepläne für die Gehaltsempfänger angepasst, indem die medizinischen Leistungen weiter begrenzt wurden. Dabei ergaben sich positive Ergebniseffekte in der Division Pkw-Reifen in Höhe von 27,6 Mio € und in der Division Nfz-Reifen in Höhe von 14,4 Mio €.

Im Rahmen der Abwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen im Reifenwerk Charlotte, USA, wurden im Jahr 2007 vor allem nicht benötigte Rückstellungen in Höhe von 3,1 Mio € aufgelöst.

Aufgrund nicht erreichter Prozesseffizienzen und der damit verbundenen Ertragslage wurde am Standort Mt. Vernon, USA, das Sachanlagevermögen im Jahr 2007 in Höhe von 18,7 Mio € außerplanmäßig abgeschrieben. Dieser Bedarf ergab sich aufgrund der im Jahr 2007 getätigten Investitionen, die nach den Impairment-Vorschriften des IFRS nicht mit dem Wiederbeschaffungswert, sondern mit dem Veräußerungswert als Untergrenze anzusetzen sind.

Aufgrund der Ergebnislage wurde im Jahr 2007 die Beteiligung an der Drahtcord Saar KG in Höhe von 5,5 Mio € wertberichtigt.

Aus der Erstkonsolidierung der Matador-Gruppe ergab sich im Jahr 2007 ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 21,2 Mio €. Gegenläufig wirkten Impairments für einen nicht genutzten Markennamen sowie ein nicht genutztes Kraftwerk in Höhe von 1,3 Mio €.

In der Division ContiTech entstanden 2007, unter anderem für Roulunds, Dänemark, Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,9 Mio €.

Aus der Veräußerung des Möbelfolien-Geschäfts des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko ergab sich im Jahr 2007 in der Division ContiTech ein Ertrag in Höhe von 8,2 Mio €. In diesem Zusammenhang fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,7 Mio € an.

Für das Jahr 2007 beträgt die Belastung durch Sondereffekte für den Konzern insgesamt 104,3 Mio €.

Beschaffung
Das Einkaufsvolumen des Continental-Konzerns stieg um 44 % auf 15,4 Mrd € (Vj. 10,7 Mrd €). Dieser signifikante Anstieg ist in erster Linie durch die Konsolidierungskreisveränderung aufgrund des Erwerbs der Siemens VDO begründet. Außerdem erhöhten sich im Jahr 2008 erneut die Rohmaterialpreise auf den internationalen Rohstoffmärkten. Auftragsrückgänge im vierten Quartal reduzierten das Einkaufsvolumen.

Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) stieg gegenüber dem Vorjahr um 663,4 Mio € bzw. 79,5 % auf 1.498,2 Mio € (Vj. 834,8 Mio €) und beträgt 6,2 % vom Umsatz (Vj. 5,0 %). Dies ist im Wesentlichen auf die Konsolidierungskreisveränderung durch den Erwerb der Siemens VDO zurückzuführen.

In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant durch den Erstausrüster und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten weiterhin als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist.

Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten (IAS 38) in den Divisionen Pkw-Reifen, Nfz-Reifen und ContiTech sind nicht erfüllt.

Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich um 2.252,8 Mio € auf 3.067,6 Mio € (Vj. 814,8 Mio €) und entsprechen 12,7 % vom Umsatz (Vj. 4,9 %). Darin enthalten waren im Berichtsjahr außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1.341,4 Mio € (Vj. 27,1 Mio €). Bereinigt um das Goodwill Impairment in Höhe von 1.230,0 Mio € sowie das Impairment auf die Kundenbeziehung in Höhe von 54,3 Mio € ergeben sich außerplanmäßige Wertminderungen für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 57,1 Mio €.

Zinsergebnis
Das Zinsergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 552,5 Mio € auf -706,7 Mio € (Vj. -154,2 Mio €).

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf den im Dezember 2007 erfolgten Erwerb der Siemens VDO zurückzuführen, der das Vorjahreszinsergebnis nur für einen Monat belastete. Die hierfür aufgenommenen Fremdmittel belasteten das Zinsergebnis im Jahr 2008 mit 500,7 Mio € (Vj. 53,5 Mio €).

Die Zinsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 484,8 Mio € auf -695,1 Mio € (Vj. -210,3 Mio €).

Weitere Belastungen für das Zinsergebnis des Jahres 2008 resultierten aus großteils nicht zahlungswirksamen Währungskursveränderungen auf in Fremdwährung aufgenommene oder begebene finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten, die im Berichtsjahr nur teilweise durch gegenläufige Ergebnisse aus der Veränderung der Marktwerte von zur Absicherung abgeschlossenen Derivate kompensiert werden konnten. Im Vergleich zum Jahr 2007 erhöhte sich die Belastung des Zinsergebnisses hieraus um 90,2 Mio € auf -91,6 Mio € (Vj. -1,4 Mio €).

Die im Januar 2009 abgeschlossene Nachverhandlung der Rahmenbedingungen des syndizierten Kredits zur Finanzierung des Erwerbs der Siemens VDO wird künftig zu höheren Margen im Vergleich zu den bisherigen Konditionen führen. Im Gegenzug werden jedoch die zum Ende des Jahres 2008 im Zuge der Finanzmarktkrise durch die Notenbanken eingeläuteten Zinssenkungsrunden die Auswirkungen aus der Margenerhöhung deutlich dämpfen.

Steueraufwand
Der Steueraufwand reduzierte sich um 396,7 Mio € auf 75,0 Mio € (Vj. 471,7 Mio €). Dies ist insbesondere auf den Rückgang des Ergebnisses vor Steuern zurückzuführen. Das im Berichtsjahr vorgenommene Goodwill Impairment in Höhe von 1.230,0 Mio € führte nicht zu einer steuerlichen Entlastung. Die Steuerquote vor Goodwill Impairment beträgt 33,0% (Vj. 31,0%). Die Verschlechterung resultiert vor allem aus dem unterlassenen Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund nicht hinreichend wahrscheinlicher Realisierung und Effekten aus Wertminderungen auf Beteiligungen sowie steuerlich nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben. Gegenläufig wirkten Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen
Das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen reduzierte sich um 2.144,1 Mio € auf -1.123,5 Mio € (Vj. 1.020,6 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von -6,84 € (Vj. 6,79 €).

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis in Mio €
  2008 2007 Δ in %
Chassis & Safety 303,1 567,0 −46,5
Powertrain −1.046,2 −73,5 −1.323,4
Interior −462,6 10,8 −4.383,3
Pkw-Reifen 626,4 738,7 −15,2
Nfz-Reifen 29,5 124,1 −76,2
ContiTech 329,1 362,8 −9,3
Sonstiges / Konsolidierung 75,5 −54,1 −39,6
EBIT 296,2 1.675,8 −117,7
Zinsergebnis 706,7 −154,2 −358,3
Ergebnis vor Ertragsteuern −1.002,9 1.521,6 −165,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag −75,0 −471,7 84,1
Konzernergebnis 1.077,9 1.049,9 −202,7
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn 45,6 −29,3 −55,6
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.123,5 1.020,6 −210,1
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 6,84 6,79 −200,7

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EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

Asset-Backed-Securitization-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pro Land zusammengefasst und jeweils als Pool an Finanzierungsgesellschaften verkauft, die sich durch Ausgabe von Commercial Papers am Kapitalmarkt refinanzieren.

Ausschüttungsquote. Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie.

Continental Value Contribution (CVC). stellt den absoluten Wertbeitrag sowie Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Um den Wertbeitrag zu messen, wird vom RoCE die erforderliche Mindestverzinsung subtrahiert. Diese Mindestverzinsung wird von dem für den Continental-Konzern errechneten durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) abgeleitet. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkotensatz vom RoCE subtrahiert und mit den operativen Aktiva zum Stichtag multipliziert. Anhand der Veränderung des absoluten Wertbeitrags, gemessen durch Delta CVC, verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten Wert schaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einzusetzen sind.

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Gearing Ratio. Die Nettofinanzschulden dividiert durch das Eigenkapital ergeben die Gearing Ratio.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS. International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IFRIC. International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS. International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Netto-Finanzschulden. Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten Verbindlichkeiten und der vorhandenen liquiden Mittel sowie den Marktwerten der derivativen Finanzinstrumente.

Operative Aktiva. Als operative Aktiva gelten die Aktiva der Bilanz, ohne Berücksichtigung der flüssigen Mittel sowie der kurz- und langfristigen Derivate, aktiven latenten Steuern und Ertragsteuerforderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten, zuzüglich der diskontierten Wechsel aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

Rating. Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen.

ROCE. Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return On Capital Employed). Wir definieren ROCE als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres.

SIC. Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

US GAAP. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-amerikanische Rechnungslegung). Diese Regelungen werden in verbindliche und richtungsvorgebende Regelungen zur Rechnungslegung eingeteilt.

Währungsswap (Currency Swap). Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird oft bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der Landeswährung des Emittenten entspricht.

FAS. Statements of Financial Accounting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien oder Ergänzungen des FASB.

FASB. Financial Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von Bilanzrichtlinien für US GAAP.

Zinsswap. Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinsen in feste getauscht werden oder umgekehrt.

EBITDA. Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, d. h. sowohl auf Anlagen und Maschinen als auch auf Firmenwerte übernommener Unternehmen.

IASB. International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

PPA. Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen – resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – werden als „PPA Anpassung“ berücksichtigt.

Weighted Average Cost of Capital (WACC). Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz, bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie Eigenkapitals.

Zinscap. Ein Zinscap regelt eine Zinsobergrenze für variable Zinsen im Zusammenhang mit einem nominalen Verschuldungsbetrag. Insofern die variablen Zinssätze diese Obergrenze übersteigen, erhält der Inhaber des Zinscap einen Ertrag in Höhe des Differenzbetrags zur Obergrenze als Kompensation. Als Gegenleistung wird eine Prämie für diesen Zinscap bezahlt.